Pye

Stadtteil von Osnabrück From Wikipedia, the free encyclopedia

Pye (sprich [ˈpʰiːə]) ist ein Stadtteil von Osnabrück mit 2976 Einwohnern[1] (12/2022), die sich auf 7,51 km² Fläche verteilen[2].

Schnelle Fakten StadtwappenPye Stadtteil von Osnabrück, Basisdaten ...
Stadtwappen
Pye
Stadtteil von Osnabrück
Karte:
Karte
Karte
Basisdaten
Fläche:7,51 km²
Einwohner:2976 Stand: 31. Dezember 2022
Bevölkerungsdichte:396 Einw./km²
Postleitzahl: 49090
Vorwahlen:0541

05407

Gliederung
Stadtteilnummer:20
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Geschichte

Die Bauerschaft Pye wurde im Jahr 1160 erstmals urkundlich erwähnt und war zunächst gering besiedelt. Die Wirtschaft war auf die Landwirtschaft ausgerichtet. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Entwicklung Pyes eng mit dem Piesberg verbunden, der wohl nach der Bauerschaft benannt ist (abgeleitet von „Pyes Berg“). Hier wurde schon seit Ende des Mittelalters in geringem Umfang Stein und Kohle abgebaut. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert intensivierte sich der Bergbau auf der Zeche Piesberg. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in Verbindung mit der Zeche Verwaltungs- und Verarbeitungsgebäude im Bereich Süberweg/Glückaufstraße sowie Wohngebäude im Bereich Fürstenauer Weg/Lechtinger Straße. Letztere gaben auch den Anstoß für die Siedlungsentwicklung der Hauptsiedlung Pyes im 20. Jahrhundert.[3]

Der Untertagebau der Zeche Piesberg wurde 1898 größtenteils stillgelegt. Bis heute besteht der Piesberger Steinbruch, der zeitweise einer der größten Steinbrüche Deutschlands war. Von 1912 bis 1916 wurde an der Südgrenze Pyes entlang der Hase der Stichkanal Osnabrück gebaut.

Am 20. Oktober 1957 brach der Damm eines Schlamm-Absetzbeckens des Steinbruchs an der Lechtinger Straße, wodurch sich eine Schlammlawine in die unterhalb gelegene Siedlung ergoss. Bei diesem Dammbruch am Piesberg wurde ein Mensch getötet, 15 weitere verletzt und viele Häuser wurden zerstört oder unbewohnbar.

Pye war bis 1972 eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Osnabrück. Es gehörte zum Kirchspiel St. Johann in Osnabrück und war überwiegend katholisch geprägt. Am 1. Juli 1972 wurde es ein Stadtteil von Osnabrück.[4] Seit 1978 bildet es ein eigenes Kirchspiel (St. Matthias).

Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Pye

  • 1968–19?? Theo Kahmann (SPD)
  • 1947–1968 Friedrich Große Siebenbürgen (CDU)[5]

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerentwicklung des Stadtteils Pye:[6][7]

Weitere Informationen Datum, Einwohner ...
Datum Einwohner
31. Dezember 20043239
31. Dezember 20053277
31. Dezember 20063230
31. Dezember 20073236
31. Dezember 20083216
Datum Einwohner
31. Dezember 20093155
31. Dezember 20103193
31. Dezember 20113144
31. Dezember 20123127
31. Dezember 20133105
Datum Einwohner
31. Dezember 20143051
31. Dezember 20153016
31. Dezember 20163004
31. Dezember 20172975
31. Dezember 20182976
Datum Einwohner
31. Dezember 20192965
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Persönlichkeiten

Pye heute

Der Haseschacht am Piesberg, jetzt Museum Industriekultur

Am Piesberg befindet sich das Museum Industriekultur, das einen Überblick über die Geschichte des Bergbaus am Piesberg gibt.

Die Natur rund um Pye ist hauptsächlich von kleinen bis mittleren Wäldern und Wiesen sowie landwirtschaftlichen Flächen geprägt. Im Süden verlaufen die Hase und der Stichkanal Osnabrück.

Am Eingang von Pye befindet sich seit 1857 der Bahnhof Osnabrück-Piesberg, wo derzeit an Veranstaltungstagen Sonderzugfahrten, auch mit Dampfloks, von Osnabrück-Hbf über Osnabrück-Altstadt nach Osnabrück-Piesberg stattfinden.[8]

Einzelnachweise

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