Pöllersdorf
Gemeindeteil der Stadt Goldkronach im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern)
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Pöllersdorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Goldkronach im oberfränkischen Landkreis Bayreuth in Bayern.[2]
Pöllersdorf Stadt Goldkronach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 59′ N, 11° 40′ O |
| Höhe: | 445 m ü. NHN |
| Einwohner: | 34 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95497 |
| Vorwahl: | 09208 |
Geografie
Der Weiler Pöllersdorf liegt in der Gemarkung Nemmersdorf.[3]
Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die Kreisstraße BT 12 kreuzend nach Nemmersdorf (1 km nordöstlich) bzw. nach Dressendorf zur Staatsstraße 2163 (1,2 km nordwestlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Forthof (0,7 km nordöstlich). Ein Anliegerweg führt nach Melm (1,1 km südwestlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahre 1317 als „Belsdorf“ erstmals urkundlich erwähnt.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Pöllersdorf aus acht Anwesen. Das Hochgericht sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Goldkronach aus. Grundherren waren die bayreuthische Amtsverwaltung Nemmersdorf (1 Söldengut, 1 Wohnhaus), das Rittergut Windischenlaibach (1 Halbhof, 1 Sölde), das Rittergut Pöllersdorf (2 Halbhöfe, 1 Söldengut) und die Pfarrei Nemmersdorf (1 Gütlein).[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Pöllersdorf dem Justiz- und Kammeramt Gefrees. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Pöllersdorf dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Nemmersdorf zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Pöllersdorf. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gefrees zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Gefrees. Zwei Anwesen unterstanden in der freiwilligen Gerichtsbarkeit bis 1817 dem Patrimonialgericht Windischenlaibach, drei Anwesen bis 1834 dem Patrimonialgericht Pöllersdorf. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Pöllersdorf in die Ruralgemeinde Nemmersdorf eingegliedert.[7] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Pöllersdorf am 1. Juli 1972 nach Goldkronach eingemeindet.[8]
Baudenkmäler
- Haus Nr. 7: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung
Religion
Pöllersdorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Nemmersdorf gepfarrt.[6][17]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Pöllersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 375–376 (Digitalisat).
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 514.
- Georg Paul Hönn: Pöllersdorf. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 284 (Digitalisat).
- Richard Winkler: Bayreuth – Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 30). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1999, ISBN 3-7696-9696-4.
Weblinks
- Pöllersdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 3. Februar 2025.
- Pöllersdorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 3. Februar 2025.
- Pöllersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 3. Februar 2025.