Queichtal

Tal im Pfälzerwald From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Queichtal ist ein Tal im Pfälzerwald. Es wird von der namensgebenden Queich durchflossen und stellt ein Kerbtal dar.

Schnelle Fakten
Queichtal
Queichtal im Bereich von Wilgartswiesen

Queichtal im Bereich von Wilgartswiesen

Lage Deutschland
Gewässer Queich
Gebirge Pfälzerwald
Geographische Lage 49° 12′ 33″ N,  52′ 46″ O
Queichtal (Rheinland-Pfalz)
Queichtal (Rheinland-Pfalz)
Typ Kerbtal
Gestein Buntsandstein
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Lage

Das Queichtal trennt den Wasgau vom Mittleren Pfälzerwald.[1] Unmittelbar südlich des Tals erstreckt sich das Dahner Felsenland. Die Queich selbst durchfließt nach ihrem Ursprung zunächst das Stephanstal, das Queichtal selbst beginnt innerhalb des Siedlungsgebiets von Hauenstein. Von dort aus zieht sich das zunehmend breiter werdende Tal zunächst östlich des Neding über Wilgartswiesen; unmittelbar nördlich erstreckt sich in diesem Bereich die Frankenweide. Weiter östlich liegen die Orte beziehungsweise Städte Rinnthal, Annweiler am Trifels, Albersweiler, Birkweiler und Siebeldingen, ehe das Tal westlich von Landau in der Pfalz in die Oberrheinische Tiefebene übergeht.[2][3]

Der größte Teil des Tals liegt innerhalb des Landkreises Südliche Weinstraße, ein kleinerer Teil gehört zum Landkreis Südwestpfalz.

Geschichte

Die Besiedlung des Tals begann im Frühmittelalter; ältester Ort ist Wilgartswiesen, der 828 erstmals erwähnt wurde.[4]

Verkehr

Die Bundesstraße 10 verläuft entlang des Queichtals und von Rinnthal bis kurz vor Annweiler zusätzlich die Bundesstraße 48.[2][5][6] Die Bahnstrecke Landau–Rohrbach verläuft im östlichen Streckenabschnitt ebenfalls innerhalb des Tals und wird in diesem Bereich deshalb oft „Queichtalbahn“ genannt.[7] Das Busliniennetz der Region wird von der Queichtal Nahverkehrsgesellschaft betrieben.[8]

Tourismus

Das Tal gab dem Queichtalradweg seinen Namen.[9]

Fälschliche Verwendung des Begriffs

Obwohl das Queichtal im Bereich von Landau endet, wird der östliche Bereich des Queichverlaufs, der sich bereits innerhalb der Oberrheinischen Tiefebene befindet, fälschlicherweise ebenfalls als Teil des Queichtals betrachtet.[10][11] So wird die Bahnstrecke Germersheim–Landau gelegentlich als „untere Queichtalbahn“ bezeichnet.[12] Ebenso existiert ein FFH-Gebiet mit dem Namen „Bellheimer Wald mit Queichtal“ bezeichnet, das jedoch komplett innerhalb der Oberrheinischen Tiefebene liegt.[13] Teilweise wird das Stephanstal, das Quelltal des Flusses, ebenfalls zum Queichtal hinzu gerechnet.[14]

Literatur

Hans Ammerich, Michael Martin: Die Erschließung des Queichtals durch die Eisenbahn. In: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz. 102 (2004), S. 267–280.

Einzelnachweise

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