Radio Grischa
Bündner Lokalradio
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Radio Grischa ist ein konzessioniertes Bündner Lokalradio für die Region Südostschweiz mit Sitz in Chur. Der Privatsender gehört zur Schweizer Mediengruppe Somedia.
| Radio Grischa | |
| «Ds Radio vu do» | |
| Hörfunksender (privatrechtlich) | |
| Programmtyp | Adult Contemporary |
|---|---|
| Empfang | Kabel, analog terrestrisch, Internet, DAB+ |
| Empfangsgebiet | |
| Sendestart | 9. Dez. 1988 |
| Sprache | Deutsch, Rätoromanisch, Italienisch |
| Sitz | Chur GR |
| Eigentümer | Somedia |
| Geschäftsführung | Silvio Lebrument |
| Programmdirektion | Stefan Nägeli |
| Reichweite | 68'720 Hörer (2. Halbjahr 2025, Mo–Fr, D-CH, 15+) |
| Liste von Hörfunksendern | |
| Website | |
Redaktionssitz und Studios befinden sich im Medienhaus im Westen der Bündner Hauptstadt an der Sommeraustrasse 32.[1]
Die Hauptsendesprache ist Bündnerdeutsch. Entsprechend der Dreisprachigkeit Graubündens werden auch Beiträge in rätoromanischer und italienischer Sprache ausgestrahlt.
Markenzeichen des Senders ist das langjährige Steinbock-Maskottchen «Rocko»,[2] eine Anlehnung an das Wappentier des Kantons Graubünden (rm. Grischa).

Geschichte
Gründung und Sendestart (1986–1989)
Ursprünglich ging Radio Grischa 1987 für 30 Tage als temporäre Radiostation auf Sendung. Anlass war das 125. Jubiläum der Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG, heute UBS), das mit dem 25-jährigen Bestehen der Bank in Graubünden zusammenfiel.[3] Die SBG sponserte den einmonatigen Versuch. Zur Realisierung wurde im September 1986 ein gleichnamiger Verein gegründet.[4]
Das erste Studio befand sich in den Räumlichkeiten der damaligen SBG an der Gäuggelistrasse in Chur. Programmleiter war der Berner Journalist und Radiopionier Matthias Lauterburg.[5][6] Heute bekannte Namen wie Felix Benesch, Tristan Brenn, Claudia Cadruvi, Jürg Rageth und Gieri Spescha gehörten zum Gründerteam.[3][7]
Das Programm des ersten Bündner Privatradios stiess auf reges Interesse. Angetrieben durch den unerwartet grossen Zuspruch der Hörer,[8] beschlossen die Verantwortlichen im August 1988, eine Konzessionsbewerbung für einen dauerhaften Betrieb beim Bund einzureichen.[6] Die Radio Grischa AG wurde einen Tag zuvor gegründet.
Radio Grischa erhielt daraufhin die Konzession. Der offizielle Sendestart mit Vollprogramm war im Dezember 1988 in der Region Nordbünden/Sarganserland.[3] Das Studio befand sich fortan in der Churer Neumühle an der Gürtelstrasse.[4] Zur Radio-Crew gesellten sich u. a. auch Andri Franziskus, Gianluca Galgani, Yvonne Dünser und Roman «Howey» Senn.[8]
Für viel Aufmerksamkeit sorgte das neue Radiostudio, darunter speziell die Sendeanlage mit Touchscreen. Radio Grischa war das erste computergesteuerte Radio Mitteleuropas.[8] Medienfachleute aus ganz Europa und den Vereinigten Arabischen Emiraten besuchten das Studio des Radiosenders.[8][9]
Ende Juni 1989 erreichte der Sender laut einer Umfrage bereits etwa ein Drittel der damaligen Bündner Bevölkerung.[4]
1990er und 2000er Jahre
1995 zog der Sender von der Gürtelstrasse in neue Studioräumlichkeiten an der Masanserstrasse.[4] Im Jahr 2000 folgte ein weiterer Umzug an die Comercialstrasse.[10][11]
Die Gasser AG (später Gasser Holding) war ursprünglich als Minderheitsaktionärin am Radiosender beteiligt. Ende der 90er-Jahre trennten sich mehrere Hauptaktionäre aus wirtschaftlichen Gründen von ihren Anteilen. In der Folge übernahm die Gasser Holding AG 1998 die Mehrheit der Aktien.[3][12][13] Die Gasser Holding ging 2000 vollständig in der Südostschweiz Medien AG (heute Somedia) von Verleger Hanspeter Lebrument, dem damaligen Geschäftsführer der Gasser-Gruppe, auf.[14][15]
Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums brach Radio Grischa den Weltrekord im Dauerwunschkonzert. Zwischen November und Dezember 1998 wurden 5700 Musikwünsche in einem eigens dafür errichteten Studio über den Äther geschickt. Der Rekord wurde im Guinness-Buch der Rekorde 2000 festgehalten.[4]
Der 1990 gegründete Südbünder Sender Radio Piz (ehem. Piz Corvatsch; später Engiadina) ging im Jahr 2000 eine Kooperation mit Radio Grischa ein. Mit Ausnahme der vierstündigen Morgensendung, welche Radio Piz selbst produzierte, wurde fortan das Programm von Radio Grischa ausgestrahlt.[16] 2002 wurde die Trägergesellschaft von Radio Piz, die Radio Piz AG, mit der Südostschweiz Radio/TV AG (ehem. Radio Grischa AG) fusioniert.[17]
2004 wurde Radio Piz einem Relaunch unterzogen. Das neue Radio Engiadina sendete nun wieder ein volles Tagesprogramm mit Fokus aufs Engadin. Die Zusammenarbeit mit Radio Grischa blieb bestehen.[16] Engiadina wurde später wieder auf ein Programmfenster reduziert.[18]
Der Kabelnetzbetreiber Swisscom Broadcast übernahm 2004 84,4 % des Aktienkapitals der 1980 gegründeten Tele Rätia AG vom Kanton Graubünden.[19] Nebst der Versorgung mit Fernsehprogrammen war die Tele Rätia auch für den Betrieb von 21 UKW-Umsetzern zuständig.[20] In diesem Zusammenhang erbrachte die Tele Rätia Verbreitungsleistungen für die Sender Radio Grischa und Engadina. Die Übernahme des Betreibers durch die Swisscom erhöhte den wirtschaftlichen Druck auf die Radiosender, da dies eine merkliche Steigerung der Verbreitungskosten zur Folge hatte.[21]
2009 sendete das Radio anlässlich des Nationalfeiertages aus dem Swisscoy-Camp im Kosovo. Die Spezialsendung wurde in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Soldatensender[22] Radio Casablanca realisiert.[23]
2010er Jahre
2011 brach Radio Grischa mit den Churerinnen Sarah Capaul und Myriam Thomann den Weltrekord im Dauertelefonieren und erhielt infolgedessen einen zweiten Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde. Das Telefonat dauerte 43 Stunden, 8 Minuten und 55 Sekunden.[24]
2013 begann Radio Grischa mit der Erschliessung des Kantons Glarus.[25] Die bisherigen Versorgungsgebiete Graubünden Nord (Kanton Graubünden ohne Bezirke Bernina, Inn und Maloja; A13 Landquart–Sargans, A3 Sargans–Walenstadt) und Graubünden Süd (Bezirke Bernina, Inn und Maloja) waren zuvor, ergänzt durch den Kanton Glarus, durch den Bundesrat 2007 im Rahmen der RTVV-Totalrevision als Region Südostschweiz definiert worden.[26][27]
Radio Engiadina wurde im Januar 2014 mit Radio Grischa fusioniert. Der Südbündner Sender wurde infolge der Markenvereinheitlichung in Radio Grischa umbenannt.[28] Das in Samedan produzierte Fensterprogramm (neu Grischa Süd) blieb zunächst bestehen.[29][18]
Rechtsstreit mit der Radio Südost AG
Im April 2014 wurde die Konzession für das neue erweiterte Sendegebiet Graubünden, Sarganserland und Glarus definitiv an Radio Grischa vergeben. Das Bundesverwaltungsgericht hatte die letzte Klage der Radio Südost AG von Roger Schawinski gegen die Konzessionserteilung an Radio Grischa als gegenstandslos abgeschrieben.[30]
Damit wurde der Konzessionsentscheid des BAKOM aus dem Jahre 2008, der zu einem sechsjährigen Rechtsstreit zwischen der Südostschweiz Radio/TV AG und der Radio Südost AG geführt hatte, definitiv bestätigt.[31][30] Schawinski reichte daraufhin Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ein. Im August 2015 erklärte das Gericht die Beschwerde für unzulässig.[32] Das Projekt «Radio Südost» wurde infolgedessen eingestellt.
Die Initianten des unterlegenen Senders Radio Südost, Roger Schawinski, Stefan Bühler, Daniel Siegel und Matthias Eppenberger argumentierten vergeblich, dass mit dem Entscheid des UVEK die Meinungs- und Angebotsvielfalt nicht gewährleistet sei.[31]
Das UVEK kam nach einer vorhergehenden Überprüfung zum Schluss, dass die Südostschweiz Mediengruppe in gewissen Bereichen durchaus eine marktbeherrschende Stellung aufwies, jedoch habe es «keine stichhaltigen Anhaltspunkte für einen publizistischen, systematischen und zukunftsgerichteten Missbrauch» gegeben.[31]
Umstrukturierung und Umbenennung in Radio Südostschweiz
Die Umbenennung des Senders wurde erstmals im Mai 2014 angekündigt. Zukünftig wollte man unter der Marke «Radio Südostschweiz» auftreten, analog der Dachmarke der Medienfamilie. Der Namenswechsel wurde damit begründet, dass das Sendegebiet neu den Kanton Glarus beinhaltete.[33]
«La Grischa» ist eine volkstümliche Bezeichnung für den Kanton Graubünden. Anzumerken ist, dass der Radiosender seit Sendestart im Jahr 1988 das St. Galler Sarganserland abdeckt, welches ebenfalls ausserhalb des Bündner Kantonsgebiets liegt.
Im November 2014 führte der Bundesrat eine weitere RTVV-Revision durch. Neu waren Konzessionäre nicht mehr dazu verpflichtet, Programmfenster oder Zweigstudios zur Erfüllung der regionalen Leistungsaufträge aufrechtzuerhalten. Regionale Informationsleistungen durften nun im Rahmen des Hauptprogramms verbreitet werden.[34] Dies bedeutete das faktische Aus von Radio Grischa Süd (ehemals Engiadina). Der Entscheid zur Einstellung fiel noch im selben Monat.[35]
Ende 2014/Anfang 2015 zog Radio Grischa (Nord) von der Comercialstrasse 22 in das damals neu eingeweihte Medienhaus.[36] Am 19. Januar 2015 stellte Grischa Süd den Sendebetrieb ein; das Samedner Studio wurde folglich geschlossen. Südbünden wird seither von Chur aus versorgt.[29]
Die Umbenennung in Radio Südostschweiz wurde im Februar 2015 vollzogen.[10][37]
2020er Jahre
Rechtsstreit um Marke und Konzession mit der Radio Alpin Grischa AG
2023 reichte die Radio Alpin AG, vertreten durch die Initianten Roger Schawinski und Stefan Bühler, im Rahmen der Neukonzessionierung durch das BAKOM neben Radio Südostschweiz ebenfalls eine Bewerbung für eine Radiokonzession mit Leistungsauftrag und Gebührenanteil im Sendegebiet Südostschweiz-Glarus ein.[38] Seit der RTVV-Teilrevision vom 1. Januar 2023 umfasst das neu definierte Versorgungsgebiet Südostschweiz-Glarus neben den Kantonen Graubünden und Glarus die St. Galler Wahlkreise Sarganserland und neu den Kreis Werdenberg.[39]
Mit ihrem neuen Projekt «Radio Alpin», welches im April 2024 nachträglich in «Radio Grischa» umbenannt wurde,[40] bewarben sich die Konkurrenten Schawinski und Bühler nun bereits ein zweites Mal um die Bündner Konzession.
Radio Südostschweiz verlor im Januar 2024 gemäss BAKOM-Entscheid die Veranstalterkonzession für die Periode 2025 bis 2034 an Radio Alpin.[41] Die Südostschweiz Radio AG (ehem. Südostschweiz Radio/TV AG) reichte daraufhin Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein.[42]
Im Dezember 2024 wurde die im Jahre 2015 erfolgte Umbenennung des Programms inmitten des Rechtsstreits mit den Eigentümern der Radio Alpin AG (mittlerweile Radio Alpin Grischa AG) um die BAKOM-Konzession und die Marke «Radio Grischa»[43][44] wieder rückgängig gemacht. Unter der Marke «Radio Südostschweiz» wird seither ein Webchannel betrieben, der ein reines Musikprogramm sendet.[45]
Das Bundesverwaltungsgericht hiess die Beschwerde der Südostschweiz Radio AG im Januar 2025 teilweise gut. Die Radiokonzession ging zurück an Radio Grischa.[46][47] Laut Gericht hatte die Radio Alpin Grischa AG das «Mindestverhältnis der ausgebildeten zu den auszubildenden Programmschaffenden» und somit die Konzessionsvoraussetzungen nicht erfüllt.[48] Daraufhin reichten Schawinski und Bühler einen Revisionsantrag beim Bundesverwaltungsgericht ein.[49]
Im März 2025 wurde bekannt, dass das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) die Wortmarke «Radio Grischa», auf Antrag der Initianten von Radio Alpin, wegen Nichtgebrauchs aus dem Marken-Register gelöscht hat.[50] Das Grischa-Logo mit Steinbock ist als Wort-Bild-Marke weiterhin geschützt.[51]
Nach schweizerischem Recht erlischt der Markenschutz, wenn eine eingetragene Marke während mindestens fünf Jahren nicht kommerziell genutzt wird. Die Somedia hatte die Wortmarke «Radio Grischa» zwischen 2015 und 2024, als Folge der inzwischen rückgängig gemachten Umbenennung des Senders, nicht kommerziell gebraucht. Damit ist das Schutzrecht erloschen.[52]
Im Dezember 2025 verkündete das Bundesverwaltungsgericht, dass das Revisionsgesuch der Radio Alpin Grischa AG aufgrund eines fehlenden gesetzlichen Revisionsgrundes abgewiesen worden sei.[53] Damit verbleibt die Konzession definitiv bei der Südostschweiz Radio AG.[54]
Die Somedia hat nach Abschluss des Rechtsstreits um die Sendekonzession erneut ihre Absicht bekräftigt, trotz Verlust der Wortmarke am Sendernamen «Radio Grischa» festzuhalten. Weitere Umbenennungen sind nicht geplant.[55]
Die Radio Alpin Grischa AG, welche seit der Löschung der Wortmarke «Radio Grischa» ein Testprogramm im Internet betrieb, gab nach verlorenem Rechtsstreit um die Konzession die endgültige Einstellung ihres Projekts bzw. Senders bekannt.[56]
Verbreitung
Radio Grischa wird (Stand 2026) auf den folgenden UKW-Frequenzen[57] ausgestrahlt:
| Ortschaft/Region | Frequenz |
|---|---|
| Ruschein | 89,60 |
| Sils i. D. | 94,50 |
| Feldis | 95,10 |
| Brämabüel | 97,20 |
| Brambrüesch | 99,20 |
| Gotschnagrat | 99,70 |
| Balveins | 100,20 |
| Walenstadtberg | 102,00 |
| Crap S. Gion | 105,00 |
| Valzeina | 107,00 |
Ausserdem wird der Sender im Internet und über DAB+ im Kanal 7A (Nordschweiz) und Kanal 8C (Tessin) der SMC sowie im Kanal 12D (Graubünden) der SRG verbreitet.[58] Darüber hinaus ist Grischa auf der Radiobranchen-Plattform «Swiss Radioplayer» vertreten.[59]
Programm
Nebst Wetter- und Verkehrsmeldungen produziert Radio Grischa Regionalnachrichten, die das Versorgungsgebiet Südostschweiz-Glarus abdecken und auf dem Sender ausgestrahlt werden. Dazu gehören beispielsweise die Sendung «Info Kompakt» sowie das «Sport Magazin».[60] Nationale und internationale Nachrichten werden von der CH Media bezogen. Weiter werden Informations-, Talk- und Unterhaltungssendungen intern produziert.
Die Abdeckung der rätoromanischen und italienischen Sprache wird durch separate Radiosendungen gewährleistet. Werktags um Viertel nach 9 Uhr wird die romanische Informationssendung «Las Minutas Rumantschas» gesendet. Die italienische Kultur- und Unterhaltungssendung «Doppio Passo» wird sonntags ab 20 Uhr ausgestrahlt.[61]
Der Musikmix setzt sich hauptsächlich aus aktueller Popmusik sowie bekannten Pop-, Dance-, Rock- und R&B-Liedern der letzten Jahrzehnte zusammen.[62][63]
Ein weiterer Schwerpunkt sind heimische Produktionen und Mundart-Musik, die im Schweizer Quervergleich einen hohen Anteil der gespielten Titel ausmachen. Ferner werden zahlreiche Lieder regionaler Interpreten gespielt; u. a. wird täglich ein Lied aus dem Sendegebiet vorgestellt.[62] Freitags werden in der Sendung «Grischa Soundcheck» die regionalen Musik-Neuerscheinungen thematisiert.[64]
Dienstagabends werden jeweils im Rahmen der Sendung «Min Fiirobig» zwei Stunden der Schlager- und Ländlermusik gewidmet.[65]
Personal
Stefan Nägeli ist derzeit als Programmleiter tätig. Markus Seifert ist seit 1999 bei Radio Grischa angestellt,[66] gegenwärtig als Leiter Qualitätssicherung und Ausbildung.[67] Freddy Eggenberger leitet Produktion und Technik.[68]
Seit 2008 ist René Lenherr als Musikchef für das musikalische Programm des Senders verantwortlich.[62] Livio Biondini ist Teamleiter der Radio Grischa Redaktion.[67] Roman Michel zeichnet verantwortlich für das Sport-Ressort der Somedia Mediengruppe.[67]
Katharina Balzer-Brändli ist seit ihrem Praktikum 2003 Moderatorin bei Radio Grischa.[69] Das Moderationsteam wird aktuell von Armena Küchler geleitet.[67]
Programmleiter
Folgende Tabelle bietet einen Überblick über die Programmleiter von Radio Grischa:
| Name | Zeitraum |
|---|---|
| Matthias Lauterburg | 1987, 1988–1990[5] |
| Gieri Spescha | 1990–1995[70] |
| Patrick Vogt | 1996–1999[71][72] |
| Marcel Melcher | 2000–2005[73] |
| Michael Forster | 2005–2008[73][74] |
| Martina Fehr | 2008–2012[74][75] |
| Thomas Schifferle | 2012–2013[76][77] |
| Melanie Salis | 2013–2016[78][79] |
| Jürgen Törkott | 2016–2022[79][80] |
| Stefan Nägeli | 2022–[80] |