Rail Baltica

im Bau befindliche Eisenbahnverbindung im Baltikum From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Rail Baltica ist eine im Bau befindliche Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnverbindung, die von Tallinn über Riga und Kaunas nach Warschau führen und das Baltikum an das europäische Bahnnetz mit Normalspur anbinden soll. Ein Anschluss nach Helsinki besteht durch Fähre.[5] Daran beteiligt sind die EU-Mitgliedsländer Polen, Litauen, Lettland, Estland und Finnland. Rail Baltica ist das prioritäre Projekt der Transeuropäischen Netze V 27. Die Eröffnung in Teilen ist für 2028 angesetzt, die vollständige Inbetriebnahme soll 2030 erfolgen.

Weitere Informationen (Helsinki) – Tallinn – Warschau, Abzweig nach Vilnius ...
(Helsinki) – Tallinn – Warschau
Streckenverlauf
Streckenlänge:Tallinn–Warschau ca. 1060 km[1]
(ca. 1018 km via Riga bypass)
Helsinki-Tallinn ca. 110 km
Abzweig nach Vilnius[2] ca. 89 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:25 kV, 50 Hz[3] ~
Streckengeschwindigkeit:249 km/h
Zweigleisigkeit:ja
Länder:Estland Estland
Finnland Finnland
Lettland Lettland
Litauen Litauen
Polen Polen
Verlaufsrichtung:Nord–Süd
Planungsstand Dez. 2019[2][4]
Betriebs-/Güterbahnhof Streckenanfang (Strecke außer Betrieb)
-112 Güterbahnhof Helsinki
Tunnelanfang (Strecke außer Betrieb)
Bahnhof (Strecke außer Betrieb) (im Tunnel)
-106,53 Flughafen Helsinki-Vantaa
Bahnhof (Strecke außer Betrieb) (im Tunnel)
-93,0 Helsinki-Pasila
Bahnhof (Strecke außer Betrieb) (im Tunnel)
-89,3 Helsinki Hauptbahnhof
Tunnelanfang (Strecke außer Betrieb)
Strecke (außer Betrieb) (im Tunnel)
Helsinki-Tallinn-Tunnel unter dem Finnischen Meerbusen
Strecke unter Wasserlauf (Strecke außer Betrieb) (im Tunnel)
finnisch-estnische Grenze
Tunnelende (Strecke außer Betrieb)Betriebs-/Güterbahnhof Streckenanfang, Streckenende und Streckenanfang
Hafengüterbahnhof Muuga
Kreuzung (Strecke geradeaus außer Betrieb)Abzweig geradeaus, von rechts und Tunnelende
vom Hafengüterbahnhof Miiduranna (Breitspur)
Strecke nach links (außer Betrieb)Strecke geradeaus und von rechts
Kopfbahnhof StreckenanfangStrecke
Tallinn-Balti jaam (Breitspur)
Abzweig geradeaus und von rechtsStrecke
vom Güterbahnhof Tallinn (Breitspur)
Abzweig geradeaus und nach rechtsStrecke
nach Paldiski (Breitspur)
Abzweig geradeaus, nach rechts und von rechtsStrecke
nach Viljandi (Breitspur)
Strecke
Betriebs-/Güterbahnhof StreckenanfangStrecke
0,00 Abstellanlage Tallinn
BahnhofStrecke
0,40 Tallinn-Ülemiste
Strecke geradeaus und nach linksAbzweig geradeaus und nach rechts
Dienststation / Betriebs- oder GüterbahnhofStrecke
4,43 Abstellbahnhof Tallinn
Abzweig geradeaus und von links
Strecke nach linksAbzweig quer und nach links
nach Narva, Tartu (Breitspur)
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof (Strecke außer Betrieb)
10,85 Güterbahnhof Rae
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
14,57 Assaku (mind. Notbahnsteig)
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
21,18 Luige
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
27,17 Saku
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
34,72 Kurtna
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
39,25 Kohila
Kreuzung geradeaus oben (Strecke geradeaus außer Betrieb)
Bahnstrecke nach Viljandi (Breitspur)
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
61,72 Rapla
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
84,66 Järvakandi
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
93,52 Kaisma
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
111,06 Tootsi
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
127,11 Kilksama
Strecke quer
Bahnstrecke von Lelle (Breitspur)
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
135,36 Güterbahnhof Pärnu
Brücke über Wasserlauf
Pärnu (Fluss)
Bahnhof Strecke ab hier außer Betrieb
139,44 Pärnu
Strecke nach linksStrecke quer und von rechts (außer Betrieb)
Bahnstrecke Pärnu-Mõisaküla (Breitspur)
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
156,36 Surja
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
175,56 Häädemeeste
Grenze (Strecke außer Betrieb)
Estnisch-lettische Grenze
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
213,01 Salacgrīva
Überleitstelle / Spurwechsel (Strecke außer Betrieb)
237,96 Überholstelle Tuja
Kopfbahnhof StreckenanfangBahnhof (Strecke außer Betrieb)
262,86 Skulte
Abzweig ehemals geradeaus und nach rechtsStrecke (außer Betrieb)
Bahnstrecke nach Rīga (Breitspur)
Abzweig geradeaus und von links (Strecke außer Betrieb)Abzweig geradeaus und nach rechts (Strecke außer Betrieb)
Betriebs-/Güterbahnhof Streckenende (Strecke außer Betrieb)Strecke (außer Betrieb)
Güterbahnhof Skulte
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof (Strecke außer Betrieb)
287,36 Militärbahnhof und Überholstelle Ādaži
Brücke über Wasserlauf (Strecke außer Betrieb)
Gauja
Strecke nach halbrechts (außer Betrieb)
Strecke von halblinks (außer Betrieb)
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
295,86 Vangaži
Kreuzung geradeaus oben (Strecke geradeaus außer Betrieb)
Bahnstrecke Rīga–ValgaTartu (Breitspur)
Abzweig geradeaus und von links (Strecke außer Betrieb)Betriebs-/Güterbahnhof Streckenende und quer (Strecke außer Betrieb)
Bahnwerkstatt Vangaži
Überleitstelle / Spurwechsel (Strecke außer Betrieb)
297,63 Überholstelle Vangaži
Abzweig geradeaus, nach links und von links (Strecke außer Betrieb)Strecke von rechts (außer Betrieb)
316,7 Dreiecksabzweig Upeslejas
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)Strecke (außer Betrieb)
321,70 Saurieši
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)Strecke (außer Betrieb)
325,40 Acone
Strecke (außer Betrieb)
Dienststation / Betriebs- oder GüterbahnhofStrecke (außer Betrieb)
Abstellbahnhof Acone
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof (Strecke außer Betrieb)
6,92 Güterbahnhof Salaspils
Kreuzung geradeaus oben (Strecke geradeaus außer Betrieb)
Bahnstrecke Rīga–Daugavpils (Breitspur)
StreckeHaltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
Salaspils (mind. Notbahnsteig)
Haltepunkt / HaltestelleStrecke (außer Betrieb)
333,55 Slāvu tilts
Strecke geradeaus und nach rechtsStrecke (außer Betrieb)
Bahnstrecken nach Valga, Skulte (Breitspur)
StreckeStrecke (außer Betrieb)
Vagonu parks
Strecke geradeaus und von rechtsStrecke (außer Betrieb)
Bahnstrecken nach Valga, Skulte (Breitspur)
BahnhofStrecke (außer Betrieb)
338,06 Rīga Pasažieru
Brücke über WasserlaufBrücke über Wasserlauf (Strecke außer Betrieb)
Rigaer Eisenbahnbrücke über die Daugava
BahnhofStrecke (außer Betrieb)
340,05 Riga Torņakalns
Strecke geradeaus und nach linksStrecke (außer Betrieb)
Bahnstrecke Riga–Jelgava (Breitspur)
StreckeStrecke (außer Betrieb)
Riga Zasulauks
Strecke geradeaus und nach rechtsStrecke (außer Betrieb)
Bahnstrecke zur Daugavmündung (Breitspur)
StreckeStrecke (außer Betrieb)
Depo
StreckeStrecke (außer Betrieb)
Riga Zolitūde
BahnhofStrecke (außer Betrieb)
345,70 Riga Imanta
Strecke nach rechtsStrecke (außer Betrieb)
Bahnstrecke nach Jūrmala, Tukums (Breitspur)
StreckeStrecke (außer Betrieb)
Strecke TunnelanfangStrecke (außer Betrieb)
Güterbahnhof Rīga-Flughafen
Strecke (außer Betrieb)
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)Strecke (außer Betrieb)
350,85 Flughafen Rīga
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)Strecke (außer Betrieb)
356,90 Jaunmārupe
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)Strecke (außer Betrieb)
362,80 Olaine
Kreuzung (Strecke geradeaus außer Betrieb)Strecke (außer Betrieb)
Bahnstrecke Riga–Jelgava (Breitspur)
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)Strecke (außer Betrieb)
370,70 Ķekava
Strecke (außer Betrieb)Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
Baldone
Abzweig geradeaus, nach links und von links (Strecke außer Betrieb)Strecke nach rechts (außer Betrieb)
388,10 Dreiecksabzweig Misa
Kreuzung geradeaus oben (Strecke geradeaus außer Betrieb)
Bahnstrecke von Jelgava nach Krustpils (Breitspur)
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
401,12 Iecava
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
423,52 Bauska
Grenze (Strecke außer Betrieb)
436,04 Lettisch-litauische Grenze
Überleitstelle / Spurwechsel (Strecke außer Betrieb)
446,79 Überholstelle Vaškai
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
469,74 Joniškėlis
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof (Strecke außer Betrieb)
Güterbahnhof/Abstellanlage Panevėžys
ehemaliger Turmbahnhof geradeaus oben (Strecke geradeaus außer Betrieb)
499,74 Panevėžys Bahnstrecke Radviliškis–Daugavpils (Breitspur)
Überleitstelle / Spurwechsel (Strecke außer Betrieb)
519,19 Überholstelle Uliūnai
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
531,49 Ramygala
Überleitstelle / Spurwechsel (Strecke außer Betrieb)
538,49 Überholstelle Anciškis
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
560,49 Pasraučiai (Kėdainiai)
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof (Strecke außer Betrieb)
Güterbahnhof Ručiūnai
Kreuzung geradeaus oben (Strecke geradeaus außer Betrieb)
Bahnstrecke VilniusKlaipėda (Breitspur)
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
575,49 Ručiūnai
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
582,49 Jonava
Brücke über Wasserlauf (Strecke außer Betrieb)
582,99 Neris
Strecke (außer Betrieb)Strecke von links
Bahnstrecke nach Gaižiūnai (Breitspur)
Abzweig geradeaus, nach links und von links (Strecke außer Betrieb)Kreuzung geradeaus unten (Querstrecke außer Betrieb)
Bahnstrecke nach Vilnius (siehe unten)
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)Strecke
Flughafen Kaunas
Strecke (außer Betrieb)Abzweig geradeaus und von links
Bahnstrecke nach Vilnius (Breitspur)
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)Bahnhof
604,49 Kaunas-Palemonas (Beginn Normal/Breit Doppeltrasse)
Abzweig geradeaus und nach links (Strecke außer Betrieb)Strecke von rechts und von halblinks
Abzweig ehemals geradeaus und von linksStrecke geradeaus und nach rechts
TunnelStrecke
(Tunnel mit Vierschienengleis)
BahnhofStrecke
614,11 Kaunas
Brücke über WasserlaufBrücke über Wasserlauf
Memel
Abzweig geradeaus und ehemals nach linksAbzweig geradeaus und von rechts
Abzweig geradeaus und von links
Überleitstelle / Spurwechsel (Strecke außer Betrieb)
629,78 Überholstelle Juragiai
BahnhofStrecke (außer Betrieb)
Kazlų Rūda
Überleitstelle / Spurwechsel (Strecke außer Betrieb)
650,28 Überholstelle Ąžuolų Būda
Abzweig geradeaus und nach rechts (Strecke außer Betrieb)
StreckeDienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof (Strecke außer Betrieb)
672,78 Überholstelle und Güterbahnhof Marijampolė
BahnhofStrecke (außer Betrieb)
Marijampolė
StreckeHaltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
Marijampolė
Abzweig geradeaus und von rechts (Strecke außer Betrieb)
Strecke nach halblinks (im Tunnel)Strecke nach halbrechts (außer Betrieb)
Strecke von halblinks (außer Betrieb)Strecke von halbrechts und Tunnelende
Überleitstelle / Spurwechsel (Strecke außer Betrieb)
692,78 Überholstelle
Strecke (außer Betrieb)Bahnhof
Šeštokai (Beginn Vierschienengleis)
Strecke (außer Betrieb)Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
Güterbahnhof Mockava (Ende Breitspur-Gleis)
Strecke nach links (außer Betrieb)Abzweig geradeaus und ehemals von rechts
Grenze
707,94 Litauisch-polnische Grenze
Bahnhof
711,37 Trakiszki
Bahnstrecke Suwałki–Mockava
Abzweig ehemals geradeaus und nach rechts
zum Kopfbahnhof Suwałki
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
~736 Suwałki
Abzweig ehemals geradeaus und von rechts
zum Kopfbahnhof Suwałki
Bahnstrecke Olecko–Suwałki
Bahnhof
~770 Olecko
Bahnstrecke Ełk–Tschernjachowsk
Bahnhof
~800 Ełk
Bahnstrecke Głomno–Białystok
Bahnhof
~900 Białystok
Petersburg-Warschauer Eisenbahn
Bahnhof
~1080 Warszawa Centralna
Richtung Poznań und Berlin
Abzweig nach Vilnius
Strecke
Bahnstrecke nach Minsk, Daugavpils (Breitspur)
Bahnhof Streckenende und Streckenanfang
99,46 Vilnius (links: Breitspur, rechts: Normalspur)
Strecke geradeaus und nach linksStrecke von rechts (außer Betrieb)
Abzweig geradeaus und nach linksAbzweig ehemals geradeaus und von rechts
(Beginn Vierschienengleis)
StreckeBahnhof
Flughafen Vilnius (Ende Normalspurgleis)
Abzweig geradeaus, nach links und von links
Bahnstrecke nach Baranawitschy (Breit)
Strecke
Paneriai
Strecke geradeaus und von links
Abzweig geradeaus, von links und TunnelendeBetriebs-/Güterbahnhof Streckenende und quer (Strecke außer Betrieb)
Abstellbahnhof Vaidotų
Strecke
Vokė
Bahnhof
92,96 Lentvaris
Strecke geradeaus und nach links
Bahnstrecke nach Trakai, Marcinkonys (Breitspur)
Strecke
Kariotiškės
Strecke
Rykantai
Strecke
Lazdėnai
Strecke
Baltamiškis
Bahnhof
68,06 Vievis
Strecke
Kaugonys
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
24,96 Žasliai nur Überholstelle für Rail Baltica
Abzweig geradeaus, nach links und nach linksStrecke von rechts
StreckeBahnhof
33,96 Kaišiadorys
Strecke nach linksAbzweig geradeaus und von rechts
Strecke querStrecke geradeaus und nach rechts
Bahnstrecke nach Radviliškis (Breitspur)
Bahnstrecke nach Kaunas (Breitspur)
Strecke querKreuzung geradeaus oben (Strecke geradeaus außer Betrieb)
Bahnstrecke Gaižiūnai–Kaunas (Breitspur)
Strecke quer (außer Betrieb)Abzweig quer, nach links und nach rechts (Strecke außer Betrieb)
Rail-Baltica Hauptstrecke Tallinn–Kaunas (siehe oben)
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Technische Parameter

In den baltischen Staaten war bisher die russische Breitspur von 1520mm üblich. Die Strecke wird abweichend davon in der in Mitteleuropa üblichen Normalspur von 1435mm ausgeführt. Die Radsatzlast beträgt 25t. Güterzüge mit einer maximalen Länge von 1050m sollen hier verkehren. Die Strecke wird durchgehend elektrifiziert. Die Gesamtlänge zwischen Tallinn und der litauisch-polnischen Grenze wird 870km betragen, davon 213km in Estland, 265km in Lettland und 392km in Litauen. Die angestrebte Geschwindigkeit beträgt 249km/h, auf den anschließenden Ausbauabschnitten in Polen 160km/h. Betreiber der Eisenbahninfrastruktur sollen die jeweils national dafür zuständigen Stellen sein.[6]

Geschichte

Vorgeschichte und Planungen

Das Projekt wurde seit Anfang der 1990er Jahre auf paneuropäischen Verkehrskonferenzen diskutiert und 1994 erstmals in dem Strategiepapier „Vision and Strategies around the Baltic Sea 2010“ beschrieben.[7] Beschlossen wurde der Bau der Verbindung 2001 in Wismar, die Fertigstellung war damals für 2015 geplant. Nachdem Estland, Lettland und Litauen 2004 EU-Mitglieder geworden waren, wurde die Eisenbahnstrecke Rail Baltica von der Europäischen Union als „vorrangiges Projekt Nr.27“ gelistet.[8]

Mehrere Faktoren hinderten einen schnellen Fortschritt: Da der geplante Trassenverlauf keinen Umweg über die litauische Hauptstadt Vilnius vorsah, stand die litauische Regierung dem Projekt zunächst zögerlich gegenüber, die Weltfinanzkrise 2007–2008 und damit verbundene Haushaltsprobleme erschwerten die Finanzplanung.[9] 2010 wurde die Kooperation zwischen Polen, Litauen, Lettland, Estland und Finnland erneuert und die Beteiligten gingen von einer Fertigstellung 2020 aus.[6] 2012 wurde ein Baubeginn für 2018 und die Fertigstellung für 2023 angestrebt.[10]

Im Juni 2014 unterzeichneten die drei baltischen Staaten ein Abkommen zum Bau der Strecke. Im gleichen Jahr gründeten die drei baltischen Länder das Gemeinschaftsunternehmen RB Rail, das die Projektdurchführung koordiniert. Das Abkommen über die Beschaffungsrichtlinien konnte im November 2016 unterzeichnet werden.[11]

Am 31. Januar 2017 unterzeichneten die Regierungschefs Estlands, Lettlands und Litauens eine Vereinbarung über die Umsetzung, die von den Parlamenten der drei Staaten ratifiziert werden musste.[12] Darin wurden die Fristen, der Verlauf der Trasse und die technischen Standards festgelegt.[13] Vorgesehen war, 2018 oder 2019 mit den Bauarbeiten zu beginnen. Die Fertigstellung des Abschnitts Tallinn–Riga–Kaunas wurde für 2025 angekündigt, die Verbindung nach Warschau für 2030.[12] Donald Tusk als damaliger Ratspräsident der EU sagte bei dieser Gelegenheit Unterstützung zu.[14] Am 19. Juni 2017 ratifizierte der estnische Riigikogu, am 22. Juni die lettische Saeima und am 10. Oktober des gleichen Jahres der litauische Seimas die Vereinbarung.[15]

Bau

2019 wurde der erste Planungsvertrag unterzeichnet,[7] die Bauarbeiten kamen aber erst 2024 in Gang. Es handelte sich um etwa 150km Strecke, davon 21km in Estland und 29km in Litauen. Am 21. Mai 2024 wurde der Bau des 230km langen Abschnitts in Lettland mit einem Festakt begonnen.[16]

Mittlerweile wurde das Projekt in zwei Ausbaustufen gegliedert. Die erste Ausbaustufe umfasst die minimale Ausstattung, um die Strecke überhaupt nutzen zu können. Dies bedeutet voraussichtlich bei insgesamt zweigleisig ausgelegtem Planum streckenweise zunächst eingleisigen Betrieb, eine vereinfachte Anbindung des Flughafens Riga und wohl auch die Rückstellung der Anbindung von Vilnius. Die zweite Stufe ist dann der Vollausbau, der zusätzlich 8,5 Mrd. kosten soll.[16] Die erste Ausbaustufe soll – so die Schätzung 2024 – 2030 in Betrieb gehen.[7]

Betrieb

Am 18. März 2026 vereinbarten Vertreter von staatlichen Eisenbahnverkehrsunternehmen der drei baltischen Länder die gemeinsame Beschaffung von elektrischen Normalspur-Triebwagen für den künftigen Betrieb der Rail Baltica: Elron (Estland) 5 Exemplare + 2 weitere optional, Vivi (Lettland) bis zu 5 Expl., LTG Link (Litauen) bis zu 8 Expl. Die Ausschreibung sieht 200 km/h schnelle und 106 Meter lange Einheiten mit mindestens 200 Sitzplätzen in zwei Klassen und ETCS-Ausrüstung vor. Vom estnischen Unternehmen wurde bekannt, dass es mit einem Stückpreis von 12 bis 15 Mill. Euro kalkuliert.[17]

Kosten

Frühe Studien gingen von 3,68 Milliarden Euro aus.[18] Die Kosten wurden 2017[19] auf 5,79 Mrd. Euro geschätzt, wovon die Europäische Union 85 Prozent, also 4,634 Mrd. Euro tragen sollte.

2024 wurde allein für die erste Stufe mit Kosten in Höhe von 15,3 Milliarden Euro gerechnet,[19] was etwa 26Mio. Euro pro Kilometer entspricht. Etwa ein Drittel dieser Kostensteigerung geht auf eine Ausweitung des Projektumfangs zurück, etwas mehr als die Hälfte auf „genauere Kostenschätzungen“. Das lässt den Schluss zu, dass, um das Projekt durchzusetzen, anfänglich zu niedrige Kosten angesetzt worden waren. Die Kosten für den Vollausbau nach 2030 werden auf 23,8 Milliarden Euro beziffert, was eine Vervierfachung der ursprünglichen Kosten bedeutet.[20] Gleichwohl kommt eine aktualisierte Kosten-Nutzen-Analyse zu dem Schluss, dass das Projekt weiterhin gerechtfertigt sei.[7]

Verlauf

Anbindung von Finnland

Ein Tunnel unter dem Finnischen Meerbusen zwischen Helsinki und Tallinn würde zusätzlich 13 Milliarden Euro kosten.[21] Die maximale Breite des Finnischen Meerbusens beträgt 130 Kilometer. Die durchschnittliche Tiefe beträgt 38 und die maximale Tiefe 115 Meter. Die Länge des Tunnels würde von der Trasse abhängen. Bei der kürzesten Entfernung würde er eine Länge von etwa 50km haben und wäre damit der längste Unterwassertunnel der Welt.

Am 7. März 2019 wurde bekannt, dass die chinesische Beteiligungsgesellschaft Touchstone Capital Partners und die Tunnelbaugesellschaft FinEst Bay Area Development unter der Leitung von Peter Vesterbacka bereit sind, im Rahmen der Belt-and-Road-Infrastrukturinitiative (Neue Seidenstraße) rund 15 Milliarden Euro in das Bauprojekt zu investieren. 2019 fanden noch geologische Vorplanungen statt.[22] Die Regierungen von Finland und Estland verlautbarten jedoch, dass ein solches Projekt nur unter einer Vereinbarung der beiden Staaten verwirklicht werden kann. Die politische Entscheidung zum Bau dieses Tunnels steht noch aus.

Estland

Strecke

Die Arbeiten der Rail Baltica begannen offiziell im November 2019.[23]

Der nordöstlich von Tallinn gelegene Hafen Muuga bei Maardu markiert das vorläufige nördliche Ende der Rail Baltica und soll zu einem Umschlagplatz zwischen See-, Straßen- und Schienenverkehr mit Eisenbahnanschluss beider Spurweiten umgebaut werden.[24]

Im Januar 2024 wurden die Arbeiten für den Abschnitt Soodevahe (östlich von Tallinn)–Kärpla ausgeschrieben. Sie umfassen eine Strecke von 52,6km und ein Volumen von 400Mio. Euro.[25]

Tallinn Ülemiste / Linda

Bau der Rail-Baltica-Strecke nahe der Endstation Ülemiste in Tallinn

Die Rail Baltica erhält in Tallinn einen eigenen, neuen Personenbahnhof. Bereits seit Herbst 2023 fanden Tiefbauarbeiten statt, die Grundsteinlegung war dann am 29. Mai 2024. Das Auftragsvolumen beträgt 45Mio. Euro.[16] Die Architektur stammt aus dem Büro von Zaha Hadid. Nach einem Namenswettbewerb soll der Bahnhof „Linda“ genannt werden. Der Bahnhof erhält Straßenbahnanschluss sowohl in die Innenstadt (etwa 3,5km entfernt) als auch zum Flughafen (etwa 1km entfernt).

Lettland

Ein von 2014 bis 2016 erarbeiteter erster Entwurf zur Streckenführung blieb folgenlos. 2020 wurden die Aufträge für die Entwurfsarbeiten für die lettischen Streckenabschnitte erneut vergeben. Die Entwürfe sollten bis Ende 2022 vorliegen.[26]

Für den Güterverkehr soll im Bereich von Salaspils, südöstlich von Riga, ein Güterbahnhof entstehen. Der Planungsauftrag dafür wurde am 16. Juni 2022 an eine Projektgruppe aus mehreren Firmen (Joint venture) vergeben. Der Güterbahnhof wird eine Schnittstelle im Güterverkehr zwischen der Normalspur und der Breitspur sein.[27][28]

Bau der Eisenbahnbrücke über die Daugava in Riga

Am 24. März 2024 erklärte der lettische Verkehrsminister Kaspars Briškens, dass der Abschnitt nördlich des Hauptbahnhofes von Riga zwischen Kilometer 321,7 (Saurieši) und Kilometer 338,06 (Hauptbahnhof Riga) bis 2030 nicht fertiggestellt werden kann. Außerdem fehlten rund 3 Milliarden Euro.[29] In der ersten Ausbaustufe soll Riga deshalb noch nicht in Normalspur angebunden werden. Der Bahnhof am Flughafen wird zunächst breitspurig gebaut und das bestehende Breitspurnetz für eine Verbindung vom Flughafen über den Hauptbahnhof Riga zur Rail Baltica Hauptstrecke genutzt. Der Umstieg zwischen normalspurigen und breitspurigen Zügen soll in Salaspils erfolgen.[30]

Für die Rail Baltica wird der Hauptbahnhof Riga (Rīgas dzelzceļa stacija) von Grund auf umgebaut. Die Arbeiten begannen 2022.[31] Daneben soll auch eine Umgehungsbahn entstehen.[16]

In Lettland sind 16 Stationen nur für den Regionalverkehr vorgesehen. Zusätzliche Züge von einem Betreiber, der nicht notwendigerweise Teil des Projekts Rail Baltica sein muss, sollen die Hochgeschwindigkeitsstrecke nutzen und die regionale Anbindung an den Bahnverkehr verbessern.[32][33]

Litauen

Vorstufen

Fahrgäste der Verbindung Białystok–Kaunas müssen in Mockava den Zug wechseln, Juli 2023

Im Juli 2011 wurde ein Ausbau mit Vierschienengleis des 15km langen Teilstückes zwischen Šeštokai und Mockava fertiggestellt.[34] Im Juli 2013 unterzeichnete die staatliche litauische Eisenbahngesellschaft einen Vertrag über den Umbau des Abschnitts von Marijampolė nach Šestokai auf Normalspur. Der Umbau des 28km langen Abschnittes sollte 19 Monate dauern und 217 Millionen Euro kosten.[35]

Der Abschnitt von Kaunas bis zur polnischen Grenze wurde am 16. Oktober 2015 eingeweiht und abschnittsweise als Vierschienengleis ausgeführt.[36] Diese Strecke ist allerdings nur für eine Höchstgeschwindigkeit von 120km/h ausgelegt. Im Juni 2016 wurde an Wochenenden eine direkte Zugverbindung zwischen Kaunas und Białystok eingeführt. Seit Dezember 2022 gibt es eine tägliche Zugverbindung zwischen Krakau und Vilnius. Der Zug fährt zwischen Krakau und Białystok als IC mit einer Garnitur der polnischen Eisenbahn PKP. Wegen fehlender litauischer Zulassungen für die polnischen Fahrzeuge muss in Mockava umgestiegen werden, obwohl die Normalspurfahrzeuge bis Kaunas fahren könnten. Der Umstieg erfolgt bahnsteiggleich. Die Züge warten aufeinander. Zwischen Kaunas und Vilnius fahren Dieseltriebwagen der litauischen Bahngesellschaft LTG Link. Auf der polnischen Seite findet in Białystok immer ein Lokwechsel statt, da die Strecke Richtung Litauen nicht elektrifiziert ist. Außerdem müssen die Züge in Suwalki die Fahrtrichtung wechseln. Durchgehende Fahrkarten sind bei der polnischen und der litauischen Bahn erhältlich. Der IC führt zwar auch Wagen der 1. Klasse, Fahrkarten dafür bekommt man allerdings nur für den polnischen Abschnitt.

Rail Baltica

Am 24. Januar 2024 erteilte Litauen die Genehmigung für den Eisenbahnknoten Kaunas der Rail Baltica. Neben dem Anschluss des innerstädtischen Bahnhofs wird eine Umfahrung der Stadt gebaut und nördlich von Kaunas eine Verladeanlage für kombinierten Verkehr errichtet.[16]

Nordöstlich von Kaunas und westlich von Jonava quert die Strecke die Neris. Hier entsteht mit der 1510m langen Nerisbrücke die längste Eisenbahnbrücke im Baltikum.[37]

Zweigstrecke Kaunas–Vilnius

Weil die Rail Baltica zwar Kaunas, aber nicht die Hauptstadt Vilnius anbindet, hatte es bereits in der Planung Unstimmigkeiten zwischen Litauen und den übrigen Partnern gegeben. Man einigte sich schließlich auf den Kompromiss, diese Verbindung über eine Stichstrecke herzustellen.[16]

Nach der Entscheidung über die Trassenführung zwischen Kaunas und Vilnius durch die litauische Regierung sollte die Planung im zweiten Quartal 2022 öffentlich ausgelegt werden.[38] Inzwischen wird diese Stichstrecke wohl der zweiten Ausbauphase der Rail Baltica zugerechnet, zumal es eine parallele Breitspurstrecke gibt, die auch im Personenverkehr gut bedient wird.[16]

Polen

Der Abschnitt von der litauischen Grenze bis Warschau ist weitgehend eine Ausbaustrecke, die für Personenzüge auf eine Höchstgeschwindigkeit von 160km/h, für Güterzüge auf 120km/h ausgelegt wird.[39] Die Gesamtkosten für den polnischen Streckenabschnitt betragen rund 1,8Mrd. Euro und werden etwa zur Hälfte von der EU finanziert.[9]

Der Abschnitt Trakiszki–Ełk soll bis 2027, der Abschnitt Ełk–Białystok 2028 fertiggestellt sein. Die Modernisierung des Abschnitts Białystok–Czyżew soll 2024 abgeschlossen werden. 2019 wurde die Strecke zwischen Czyżew und Sadowne erneuert. Die Modernisierungsarbeiten für den 67km langen Abschnitt von Sadowne bis Warschau wurden 2015 abgeschlossen. Auf beiden Abschnitten wurden der Oberbau erneuert und Ingenieurbauwerke ertüchtigt.[7]

Bedeutung

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung der Bahnstrecke wird überwiegend im Personenverkehr gesehen. Für 2046 werden knapp 52Mio. Fahrgäste im Jahr auf der Strecke erwartet und knapp 11Mio. t Ladung.[7]

Im Personenverkehr werden nachfolgende Fahrzeiten von Tallinn aus veranschlagt:[16]

  • nach Riga 1:42 h
  • nach Kaunas 3:18 h
  • nach Vilnius 3:38 h
  • nach Warschau 6:47 h
  • nach Berlin 12:15 h

Militärische Bedeutung

Obwohl als ziviles Verkehrsprojekt konzipiert, steht seit der russischen Annexion der Krim 2014 auch die militärische Bedeutung von Rail Baltica vermehrt im Fokus. Im Falle einer militärischen Bedrohung der baltischen Staaten durch Russland stünde der NATO als einzige Landverbindung für Truppentransporte die rund 65 Kilometer (Luftlinie) breite sogenannte Suwałki-Lücke zur Verfügung. Die Strecke der Rail Baltica verläuft durch diesen Korridor zwischen Kaliningrad und Belarus. Vorteilhaft ist dabei vor allem die Angleichung der Spurweite auf Normalspur und somit der Wegfall von Umlade- oder Umspurvorgängen. Im Fall einer militärischen Auseinandersetzung kann diese Strecke nicht unmittelbar mit russischen Breitspurfahrzeugen benutzt werden.

NATO-General Jörg Vollmer betonte im Juni 2020, dass die Reaktionsfähigkeit der NATO in der Region von dem Bahnprojekt profitiere. Der litauische Verteidigungsminister Raimundas Karoblis hatte zuvor geäußert, dass die Strecke so gebaut werden sollte, dass die Standards für militärische Eisenbahntransporte eingehalten werden.[40] Das russische Nachrichten- und Propagandaportal Sputnik verbreitete 2020 die Falschmeldung, Rail Baltica würde hauptsächlich im Interesse der NATO gebaut. Die East StratCom Task Force der EU dementierte dies im November 2020.[41]

Teile von Rail Baltica werden von der EU explizit aus einem Topf zur Verbesserung militärischer Mobilität gefördert. Die Vorschläge für diesen Topf konnten bis Januar 2022 eingereicht werden.[42] Am 24. Februar 2022 überfielen die Streitkräfte Russlands die Ukraine, wodurch sich die EU zusätzlich zu Investitionen in ihre Verteidigungsfähigkeit veranlasst sah.[43] Im April 2022 wurden die Berücksichtigung militärischer Anforderungen auf dem lettischen Teilstück von Rail Baltica und der Bau eines auch militärisch nutzbaren Umschlagterminals in Kaunas als zwei Projekte ausgewählt, die jeweils zu 50% aus besagtem Topf finanziert werden sollen.[42][44]

Literatur

Allgemein

Planungen und Kosten-Nutzen-Rechnungen

in der Reihenfolge des Erscheinens

  • Marta Jakubiec: The Rail Baltica and its impacts on the regions regarding the European Union. Diplomarbeit, Universität Dortmund 2007.
  • Beate Schütz: Welchen Beitrag können die INTERREG-Verkehrsprojekte „COINCO“, „Rail Baltica“ und „SIC!“ zur Beseitigung des Fehlens von Nord-Süd-Korridoren leisten? Masterarbeit, Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege, Berlin 2007.
  • Jürgen Murach, Jürgen Roß: Rail Baltica Growth Corridor. Zwischen Vision und wirtschaftlicher Realität. In: Informationen zur Raumentwicklung, ISSN 0303-2493, Jg. 17 (2012), Heft 7/8: Europäische Verkehrskorridore und Raumentwicklung, S. 415–426.
  • Milla Laisi, Juha Saranen: Integrating the Baltic States and Europe: Rail Baltica. In: International journal of business excellence, ISSN 1756-0047, Jg. 6 (2013), S. 251–269.

Studien zum Tunnel zwischen Tallinn und Helsinki

Einzelnachweise

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