Raimea

Suco in Osttimor From Wikipedia, the free encyclopedia

Raimea (Raimera, Raemean, Raimean) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Zumalai (Gemeinde Cova Lima). Der Name bedeutet übersetzt „Lehm“.[3]

Schnelle Fakten Daten ...
Raimea
Reisfeld in der Aldeia Webaba, Raimea (Juni 2021)
Daten
Fläche 75,13 km²[1]
Einwohnerzahl 2.450 (2022)[2]
Chefe de Suco Januario Gomes Nahak
(Wahl 2016)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Beilaco 1199
Loro 883
Uma Claran 587
Webaba 775
Der Suco Raimea
Beilaco A (Osttimor)
Beilaco A (Osttimor)
Beilaco A
Schließen

Geographie

Schnelle Fakten Orte, Position ...
Raimea
Orte Position[4] Höhe
Audian  11′ 53″ S, 125° 27′ 14″ O 82 m
Bebora  11′ 16″ S, 125° 30′ 6″ O ?
Beilaco A  11′ 51″ S, 125° 29′ 3″ O 82 m
Beilaco B  12′ 1″ S, 125° 29′ 5″ O 82 m
Fatukao  10′ 25″ S, 125° 27′ 13″ O 157 m
Hare Cain  11′ 1″ S, 125° 29′ 15″ O 145 m
Heli Key  10′ 52″ S, 125° 28′ 59″ O ?
Holitol  11′ 16″ S, 125° 29′ 51″ O 115 m
Leonti  10′ 47″ S, 125° 28′ 31″ O 138 m
Lepokanua  8′ 54″ S, 125° 27′ 33″ O 232 m
Loro  12′ 41″ S, 125° 27′ 44″ O 63 m
Mape  9′ 18″ S, 125° 27′ 13″ O 199 m
Naguidal  8′ 40″ S, 125° 27′ 32″ O 244 m
Oebata  11′ 19″ S, 125° 30′ 59″ O 106 m
Oerbora  11′ 17″ S, 125° 30′ 10″ O 115 m
Oeulitai  11′ 20″ S, 125° 30′ 36″ O 114 m
Raifila  10′ 41″ S, 125° 28′ 7″ O 166 m
Raimea  12′ 42″ S, 125° 27′ 44″ O 63 m
Uma Claran  12′ 49″ S, 125° 27′ 41″ O 45 m
Zobete  9′ 56″ S, 125° 26′ 57″ O 180 m
Schließen
Reisfeld vor der Pflanzung in der Aldeia Webaba, Raimea (Sept. 2021)

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Raimea eine Fläche von 97,60 km².[5] Nun sind es 75,13 km².[1] Raimea liegt an der Südküste Timors an der Timorsee. Westlich befinden sich der Suco Tashilin und nordwestlich Zulo und Lour. Im Osten grenzt Raimea an die Gemeinde Ainaro mit seinen Sucos Cassa (Verwaltungsamt Ainaro) und Leolima (Verwaltungsamt Hato-Udo). Durch den Westen des Sucos fließt der Fluss Mola. Kurz vor seiner Mündung folgt er der Grenze zu Tashilin. Der Belulik fließt zunächst entlang der Grenze zu Leolima, bevor er in Raimea den Lagoa Oebaba durchfließt und schließlich in die Timorsee mündet.[6]

Quer durch den Suco führt die südliche Küstenstraße, eine der wichtigsten Verkehrswege des Landes. An ihr liegen die Dörfer Zobete, Fatukao, Raifila, Leonti, Heli Key, Hare Cain (Harekain), Holitol, Oerbora, Oeulitai (Oeulitia), Bebora und Oebata (Oebaba, Oebaha). Südlich davon liegen die Orte Beilaco A (Beilako A), Beilaco B (Beilako B), Audian (Tetum für „dornenfreier Bambus“),[7] Uma Claran (Umaklaran), Raimea und Loro. Zobete gehört, genauso wie Mape (Bunak für „Fischadler“),[7] Lepokanua und Naguidal (Nagidal) im Nordwesten des Sucos, zum Siedlungszentrum Zumalai.[6] Grundschulen gibt es in Naguidal, Zobete, Hare Cain, Oebata, Beilaco (Escola Primaria Catolica Beilaco)[8] und Loro. Der Ort Raimea liegt im Westen des Sucos, nahe dem Ort Loro. Das Siedlungszentrum Zumalai verfügt außerdem über ein kommunales Gesundheitszentrum, einen Hubschrauberlandeplatz und zwei Schulen zur Vorbereitung auf die Sekundärstufe. Eine weitere Prä-Sekundärschule gibt es in Beilaco, ebenso eine medizinische Station. In Loro befindet sich zudem ein Hubschrauberlandeplatz für Notfälle.[9]

Im Suco befinden sich die vier Aldeias Beilaco, Loro, Uma Claran und Webaba (Oebaba).[10]

Einwohner

Maiseernte in Raimea

Im Suco leben 2.450 Einwohner (2022), davon sind 1.224 Männer und 1.226 Frauen. Im Suco gibt es 646 Haushalte.[2] Über 55 % der Einwohner geben Bunak als ihre Muttersprache an. Knapp 24 % sprechen Kemak, knapp 12 % Tetum Terik, etwa 5 % Tetum Prasa und eine kleine Minderheit Mambai.[11]

Geschichte

Raimea war eines der traditionellen Reiche Timors, die von einem Liurai regiert wurden. Es erscheint auf einer Liste von Afonso de Castro, einem ehemaligen Gouverneur von Portugiesisch-Timor, der im Jahre 1868 47 Reiche aufführte.[12][13] Bei der Rebellion von Manufahi (1911 bis 1912) verbündete sich Raimea mit den gegen die portugiesischen Kolonialmacht aufbegehrenden Boaventura, Liurai von Manufahi. Nach dessen Niederlage wurde das Gebiet des Reiches Raimea von Gouverneur Filomeno da Câmara de Melo Cabral direkt der Kolonialregierung unterstellt, um darauf Plantagen zu errichten.[14]

Aufgrund von Überschwemmungen des Flusses Mola im April 2010 mussten mindestens 168 Familien in Raimea in Notzelten untergebracht werden.[15]

Politik

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Mateus zum Chefe de Suco gewählt.[16] Bei den Wahlen 2009 gewann Jorge Ferreira[17] und 2016 Januario Gomes Nahak.[18]

Commons: Raimea – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI