Rainer Frimmel

österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor From Wikipedia, the free encyclopedia

Rainer Frimmel (* 11. Juli 1971 in Wien[1]) ist ein österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor.

Rainer Frimmel (2026)

Leben

Rainer Frimmel besuchte von 1992 bis 1994 das Kolleg für Fotografie und 1995 den Lehrgang für Kameraassistenz an der Graphischen Lehranstalt in Wien. Für seine fotografische Arbeit erhielt er Auslandsstipendien in Rom, Paris und New York. Seit 1996 arbeitet er mit Tizza Covi an Projekten in den Bereichen Fotografie, Theater und Film zusammen, 2002 gründeten die beiden die Filmproduktionsfirma Vento Film. 2001 veröffentlichten sie mit Das ist alles die erste gemeinsame Dokumentation, 2005 folgte die Dokumentation Babooska. Der erste gemeinsam produzierte Langspielfilm La Pivellina (2009, auch Die Kleine) wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem war dies der österreichische Beitrag für die Oscar-Nominierungen in der Kategorie bester fremdsprachiger Film für die Oscarverleihung 2011. Sechs der gemeinsam veröffentlichten Filme (Das ist alles, Babooska, La Pivellina, Der Glanz des Tages, Mister Universo und Vera) wurden im Rahmen der Edition österreichischer Film von Hoanzl und dem Standard auf DVD veröffentlicht.

Sein Dokumentarfilm Aufzeichnungen aus der Unterwelt (wieder gemeinsam mit Tizza Covi) wurde im Februar auf der Berlinale 2020 in der Sektion Panorama Dokumente uraufgeführt.[2] Im Rahmen der Romyverleihung 2020 wurde er für diesen Film in den Kategorien Beste Kino-Doku und Beste Produktion Kinofilm ausgezeichnet.[3] Die Reihe Zur Person des Grazer Filmfestivals Diagonale wurde 2022 der Arbeit von Tizza Covi und Rainer Frimmel gewidmet.[4][5]

Sein semidokumentarisches Projekt Vera über die Schauspielerin Vera Gemma, Tochter von Giuliano Gemma, wurde in der Sektion Orizzonti der Internationalen Filmfestspiele von Venedig 2022 mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet[6][7] und als österreichischer Kandidat für den besten internationalen Film für die Oscarverleihung 2024 ausgewählt.[8]

Rainer Frimmel, Al Cook und Tizza Covi auf der Berlinale 2026

Für den Film Emile – Erinnerungen eines Vertriebenen (2023) interviewte er seinen Großonkel Emile Zuckerkandl.[9][10] Der Film The Loneliest Man in Town über und mit dem Bluesmusiker Al Cook wurde zu den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2026 in den Wettbewerb um den Goldenen Bären eingeladen.[11]

Filmografie (Auswahl)

  • 1997: Che bella è la vita (Kurzfilm: Regie)
  • 1997: Österreich im Herbst 95 (Kurzfilm: Kamera)
  • 1998: Wien: Sieben Szenen (Regie)
  • 2001: Das ist alles (Dokumentarfilm: Regie, Drehbuch, Kamera)
  • 2002: Aufzeichnungen aus dem Tiefparterre (Regie)
  • 2005: Babooska (Dokumentarfilm: Regie, Drehbuch, Kamera, Produktion)
  • 2009: La Pivellina (Regie, Kamera, Produktion)
  • 2012: Der Glanz des Tages (Regie, Drehbuch, Kamera)
  • 2014: Der Fotograf vor der Kamera (Dokumentarfilm: Regie, Drehbuch, Kamera)
  • 2016: Mister Universo (Regie, Kamera, Produktion)
  • 2020: Aufzeichnungen aus der Unterwelt (Dokumentarfilm: Regie, Drehbuch, Kamera, Produktion)
  • 2022: Vera (Regie, Produktion, Kamera)
  • 2023: Emile – Erinnerungen eines Vertriebenen
  • 2026: The Loneliest Man in Town (Regie, Produktion, Kamera)

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)

Commons: Rainer Frimmel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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