Rainhard Lukowitz
deutscher Politiker, MdL
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Rainhard Lukowitz (* 8. Februar 1950 in Schkopau, Kreis Merseburg) ist ein deutscher Politiker und ehemaliges FDP-Mitglied im Bundesland Sachsen-Anhalt. Er war 1993/94 Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt und von 2002 bis 2004 Vorsitzender der FDP-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt.
Leben und Beruf
Nach erfolgreichem Besuch der Erweiterten Oberschule (EOS) von 1964 bis 1968 absolvierte Rainhard Lukowitz von 1968 bis 1972 ein Studium an der TU Dresden, das er als Diplom-Wirtschaftsingenieur abschloss. Von 1972 bis 1982 war er im Ingenieurbüro des Bauwesens des Bezirks Halle tätig. Seit 1994 ist er selbständig und ist heute als beratender Betriebswirt tätig.
Partei
Rainhard Lukowitz trat 1968 in die DDR-Blockpartei Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD) ein. Diese fusionierte während der Wendezeit im März 1990 mit der LDPD zum Bund Freier Demokraten (BFD), welcher wiederum im August 1990 in der gesamtdeutschen FDP aufging. Er war von 1995 bis 2003 Schatzmeister und Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstands der FDP in Sachsen-Anhalt. Er trat zum 1. November 2007 aus der FDP aus.[1]
Öffentliche Ämter
In der DDR war Rainhard Lukowitz von 1982 bis 1990 Bürgermeister der Stadt Quedlinburg.[2]
Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde er im Oktober 1990 in den Landtag des neugegründeten Landes Sachsen-Anhalt gewählt. In der CDU/FDP-Regierung unter Ministerpräsident Christoph Bergner war Lukowitz 1993 bis 1994 Minister für Wirtschaft, Technologie und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt. Die FDP schied 1994 aus dem Landtag und der Regierung aus. 2002 wurde er erneut in den Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt, wo Lukowitz von 2002 bis 2004 Fraktionsvorsitzender war.[3] Von 2004 bis 2006 war er Sprecher für Medienpolitik der FDP-Landtagsfraktion und betreute als Abgeordneter Quedlinburg. Bei der Landtagswahl 2006 kandidierte er nicht erneut.
Bei der Wahl zum Bürgermeister Quedlinburgs 2008 kandidierte Lukowitz als unabhängiger Einzelbewerber mit Unterstützung der CDU,[4] unterlag aber dem Amtsinhaber Eberhard Brecht deutlich (50,5 zu 17,8 Prozent der Stimmen).[5]
Literatur
- Lukowitz, Rainhard. In: Wer war wer in der DDR? 5. Auflage. Band 1. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4 (bundesstiftung-aufarbeitung.de).