Randleistenbeil

spezielle Beilform für stabile Schäftung From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Randleistenbeil ist eine Beilform vor allem der frühen und mittleren Bronzezeit Mitteleuropas.

Randleistenbeil (Salezer Beil), 2.200 - 1.950 v. Chr.; Landesmuseum Württemberg

Das bronzene Randleistenbeil lässt sich vom Flachbeil ableiten, das bereits (aus Kupfer) im Neolithikum verwendet wurde. Beim Randleistenbeil sind im Gegensatz zu diesem die Längsseiten von erhabenen Leisten begleitet. Dies bewirkte, dass das metallene Beil sicherer in der hölzernen Schäftung saß. Diese bestand vermutlich aus einem Knieholz.

Randleistenbeile gelten als Leitform der Bronzezeit-Stufen A und B nach Reinecke bzw. I. nach Montelius (Frühe Bronzezeit bzw. frühe Hügelgräber-Bronzezeit unter anderem im Sögel-Wohlde-Kreis).

Im Verlauf der Bronzezeit entwickelte sich vermutlich aus dem Randleistenbeil das Absatz- sowie das Tüllenbeil.

Untertypen

  • Typ Asch
  • Typ Auvernier
  • Typ Bevaix
  • Typ Buchau
  • Typ Neyruz
  • Typ Rümlang[4]
  • Typ Sigriswil[5]

Andere Bronzebeiltypen

Literatur

  • Björn-Uwe Abels: Die Randleistenbeile in Baden-Württemberg, dem Elsaß, der Franche Comté und der Schweiz (= Prähistorische Bronzefunde, Abteilung IX. Band 4). C. H. Beck, München 1972 (Digitalisat).
  • Friedrich Laux: Die Äxte und Beile in Niedersachsen. Teil 1. Flach-, Randleisten- und Absatzbeile. In: Prähistorische Bronzefunde. Abt. 9, Band 23, Stuttgart 2000. ISBN 3-515-07177-6.
  • Abraham Lissauer: Die Typenkarten der Flach- und Randäxte. Kommission für prähistorische Typenkarten, Druck Unger, Berlin 1904 (Textarchiv – Internet Archive).

Filme

Commons: Randleistenbeile – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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