Ranten

Gemeinde im Bezirk Murau, Steiermark From Wikipedia, the free encyclopedia

Ranten ist eine Gemeinde mit 1115 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Murau in der Steiermark. Mit 1. Jänner 2015 wurde im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark die vormals eigenständige Gemeinde Rinegg eingemeindet.[1]

Blick auf Ranten von der Stolzalpe.
Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Ranten
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Ranten
Ranten (Österreich)
Ranten (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Steiermark Steiermark
Politischer Bezirk: Murau
Kfz-Kennzeichen: MU
Fläche: 52,46 km²
Koordinaten: 47° 10′ N, 14° 5′ O
Höhe: 951 m ü. A.
Einwohner: 1.115 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 21 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8853
Vorwahl: 03535
Gemeindekennziffer: 6 14 41
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Ranten 110
8853 Ranten
Website: www.ranten.gv.at
Politik
Bürgermeister: Franz Kleinferchner (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(15 Mitglieder)
14
1
14 1 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Ranten im Bezirk Murau
Lage der Gemeinde Ranten im Bezirk Murau (anklickbare Karte)KrakauMühlen
Lage der Gemeinde Ranten im Bezirk Murau (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geografie

Ranten liegt rund zehn Kilometer nordwestlich von Murau. Das Gemeindegebiet umfasst das breite Tal des Rantenbaches. Dieser fließt in 900 Meter über dem Meer. Auf der Sonnseite im Norden liegen ausgedehnte Ackerflächen. Im Süden steigt das Land bewaldet auf fast 1800 Meter an, die höchste Erhebung ist der Trattenkogel mit 1793 Meter.

Die Gemeinde hat eine Fläche von 52,46 Quadratkilometer. Davon sind 32 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 63 Prozent sind bewaldet.[2]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet gliedert sich in vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[3]):

  • Freiberg (180)
  • Ranten (611)
  • Rinegg (138)
  • Seebach (186)

Die Gemeinde besteht aus fünf Katastralgemeinden (Stand: 31. Dezember 2023)[4]

  • Freiberg (771,31 ha)
  • Ranten (652,05 ha)
  • Rinegg (1.364,77 ha)
  • Seebach (1.592,09 ha)
  • Tratten (865,92 ha)

Nachbargemeinden

Eine der sechs Nachbargemeinden liegt im Salzburger Bezirk Tamsweg (TA).

Krakau Schöder St. Peter am Kammersberg
Tamsweg (TA) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Sankt Georgen am Kreischberg Murau
Ranten 1681 (Vischer)

Geschichte

Das früheste Schriftzeugnis entstand um 1080 und lautet „Radintin“. Der Name geht auf den slawischen Personennamen Radeta zurück.[5]

Ein Freskenzyklus an der Fassade der katholischen Pfarrkirche, der um 1560 bis 1570 entstanden ist, dokumentiert eine typisch evangelisch-lutherische Bildsprache der Reformation, die sich trotz konsequenter Rekatholisierung während der Gegenreformation in der Steiermark halten konnte.[6]

Die politische Gemeinde Ranten wurde 1849/50 errichtet.[7] Diese umfasste die damaligen Katastral- bzw. Steuergemeinden Ranten und Freiberg. 1873 wurde per Gesetz vom 10. Februar Freiberg als eigene Gemeinde abgetrennt.[8]

Mit 1. Jänner 1948 wurden die Gemeinden Ranten und Tratten zwangsweise zur Gemeinde Ranten vereint.[9]

Per 1. Jänner 1965 wurden Freiberg – wieder – und Seebach zu Ranten eingemeindet.[10]

Bevölkerungsentwicklung

Ranten: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
1.396
1880
 
1.413
1890
 
1.366
1900
 
1.338
1910
 
1.373
1923
 
1.302
1934
 
1.277
1939
 
1.245
1951
 
1.222
1961
 
1.275
1971
 
1.230
1981
 
1.292
1991
 
1.296
2001
 
1.277
2011
 
1.207
2021
 
1.133
2025
 
1.115
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Ranten, rechts der Karner
Wallfahrtskirche Maria Schutz in Rinegg.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Ranten ist eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Der größte Arbeitgeber im Produktionssektor ist die Bauwirtschaft, im Dienstleistungssektor sind dies die sozialen und öffentlichen Dienste.[11][12][13]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2021[14] 20112001 2021[14]20112001
Land- und Forstwirtschaft 1) 77 981170 908893
Produktion 8 0605 433423
Dienstleistung 34 3120 827152
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 lebten 607 Erwerbstätige in Ranten. Davon arbeiteten 154 in der Gemeinde, drei Viertel pendelten aus.[15]

Tourismus

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Murau und St. Georgen am Kreischberg den Tourismusverband „Murau-Kreischberg“. Dessen Sitz ist in Murau.[16]

Die Gemeinde zählt jährlich etwa 10.000 Übernachtungen mit einer Spitze im Februar.[17]

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Bürgermeister

  • 1997–2019 Johann Fritz (ÖVP)
  • seit 2019 Franz Kleinferchner (ÖVP)[18]

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

  • Nach den Gemeinderatswahlen hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:

Wappen

Als Folge der Gemeindezusammenlegung sind die beiden Gemeindewappen seit 2015 nicht mehr gültig. Die Verleihung des alten Gemeindewappens von Ranten erfolgte mit Wirkung vom 1. Juli 1980.
Wappenbeschreibung:

„In Blau zu Silber gespaltenem Schild ein gestürzter Sparren von Silber und Rot, der vorne mit drei blauen Lilien, hinten mit drei silbernen Rosen belegt ist.“[23]

Das alte Wappen von Ranten wurde für die Fusionsgemeinde von der Steiermärkischen Landesregierung mit Wirkung vom 1. September wieder verliehen.[24] Die Blasonierung (Wappenbeschreibung) ist unverändert.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Literatur

  • Walter Stipperger: Pfarr- und Heimatgeschichte von Ranten. Graz 1971.
  • Walter Brunner: Protestantische „typologische“ Bildpredigt an der südlichen Außenwand der Pfarrkirche Ranten im pol. Bezirk Murau. = Steiermark-Archiv, Wien 2000, Blatt 01026.
Commons: Ranten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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