Raphael Koendig

deutscher Zisterzienser From Wikipedia, the free encyclopedia

Raphael Koendig (auch Köndig; * 1681 in Mettau als Jakob Koendig; † 1758 in der Reichsabtei Salem) war ein deutscher Zisterzienser.

Leben

Koendig wurde durch seinen Onkel, den Kapitelsdekan zu Stiefenhofen Jakob Koendig, gefördert. Er studierte zunächst bis November 1699 Philosophie an der Universität Innsbruck und trat im Dezember 1699 in die Zisterzienserabtei Salem ein. 1700 legte er dort die Ordensgelübde ab und erhielt den Ordensnamen Raphael. Am 22. November 1701 wurde er zum Studium der Theologie an der Benediktineruniversität Salzburg immatrikuliert. Er kam dort im Stift Sankt Peter unter und widmete sich ab 1703 dem Studium des Kirchen- und insbesondere des Ordensrechts. Die Priesterweihe empfing er 1706.

Koendig war ab 1707 zunächst Diarist am Stift Sankt Peter, dann aber als Professor der Theologie und des kanonischen Rechts in seinem Orden tätig. Er lehrte ab 1720 an der Abtei Neuburg, 1723/1724 an der Abtei in Salem, wobei er gleichzeitig als Wallfahrtspriester in Altbirnau wirkte, 1724 an der Abtei Lützel sowie an der Abtei Tennenbach und der Abtei Wettingen.

Koending wurde 1740 Beichtvater in der Zisterzienserinnenabtei Rottenmünster, bevor er 1751 vom Salemer Abt Anselm II. Schwab das Amt des Superiors für den neuerrichteten Wallfahrtsort Birnau übertragen bekam. In diesem Amt wirkte er bis zu seinem Tod.

Koendigs Haupterwerk Elenchus Novus Privilegiorum Regularium, tam Mendicantium, quam non Mendicantium, maxime Cisterciensium von 1729 wurde vom Grand Conseil du Roy für Frankreich verboten. Spätere Ausgaben führten zu Untersuchungen der Indexkongregation.

Werke (Auswahl)

  • Harmonia theologico-philosophica - et philosophico-theologica doctrinae s. Thomae et Thomistarum consona, ex praecipuis totius philosophiae et theologiae scholasticae quaestionibus et difficultatibus combinata et concinnata, Salem 1718.
  • Elenchus Novus Privilegiorum Regularium, tam Mendicantium, quam non Mendicantium, maxime Cisterciensium, Basel 1729.
  • mit Benedikt Hueber: Cursus binarius, id est naturalis & supernaturalis seu philosophia & theologia invicem concatenatae, & subordinatae combinatae, Mauracher, Augsburg 1748l

Literatur

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