Rapolla

italienische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Rapolla ist eine italienische Gemeinde und Stadt in der Provinz Potenza in der Region Basilikata.

Schnelle Fakten
Rapolla
Rapolla (Italien)
Rapolla (Italien)
Staat Italien
Region Basilikata
Provinz Potenza (PZ)
Koordinaten 40° 59′ N, 15° 40′ O
Höhe 447 m s.l.m.
Fläche 29,05 km²
Einwohner 4.110 (31. Dez. 2024)[1]
Postleitzahl 85027
Vorwahl 0972
ISTAT-Nummer 076064
Bezeichnung der Bewohner Rapollesi
Schutzpatron San Biagio
Website Rapolla

Der Dom von Rapolla
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Lage und Daten

Rapolla liegt 50 km nördlich von Potenza und zählt 4110 Einwohner (Stand am 31. Dezember 2024). Die Gemeinde ist Mitglied der Comunità Montana del Vulture und der Associazione Nazionale Città del Vino. Die Nachbargemeinden sind Barile, Lavello, Melfi, Rionero in Vulture und Venosa.

Geschichte

Rapolla geht auf eine Gründung der Römer zurück, die den Ort Strapellum nannten. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts ließen sich hier griechische Mönche aus Sizilien nieder. Die Klostergründung des Vitalis ist nach der Translation des Heiligen um die Mitte des 11. Jahrhunderts nicht mehr nachweisbar.[2] Bis zum 11. Jahrhundert entwickelte sich der Ort, er wurde unter Nikolaus II. romunmittelbarer (direkt dem Papst unterstellter) Bischofssitz, der 1528 mit Melfi uniert wurde.

Durch Erdbeben wurde die Stadt 1851 und 1930 zerstört. Auch das Erdbeben von 1980 verursachte erhebliche Schäden.[3] Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verfügte Rapolla bereits über eine Genossenschaftsbank[4], Wasserleitung und Kanalisation wurden durch den faschistischen Podestà Pietro Dardes 1933 eingeweiht.[5] 1892 ist die Bahnstrecke Rapolla – Gioia del Colle eröffnet worden.[6]

Wappen

Ein Renaissanceschild mit grünen Bord trägt ein in Gold und Silber gespaltenes Feld und zeigt zwei rotgezungte sich windende Schlangen. Über dem Schild schwebt eine Mauerkrone mit fünf Türmen, die mit je drei welschen Zinnen gekrönt sind.

Umgeben wird der Schild von einem Olivenzweig auf der rechten Seite und auf der anderen von einem fruchttragenden Lorbeer. Beide Zweige werden von einem Band in den Nationalfarben geschnürt.

Sehenswürdigkeiten

Mit dem Bau der Kathedrale wurde 1209 begonnen, und 1253 wurde sie fertiggestellt. Die Kirche Santa Lucia war bis zur Weihe der Kathedrale die Bischofskirche von Rapolla.

Literatur

  • Nicola Fuccilo: Rapolla, ieri e oggi . Lavello 1985?[7]
  • Mauro Ala: Storia di Rapolla. Napoli 1983[8]
  • Francesco Chiaromonte: Breve dissertazione sul sarcofago marmoreo ritrovato nel tenimento di Rapolla nel di 12 maggio 1856. Nachdruck der Ausgabe Neapel 1860, Neapel 1988[9]
  • Luisa Derosa: La Basilicata e i terremoti: il fortuito caso della cattedrale di Rapolla. Melfi : Tarsia, a cura del Centro U.N.L.A., stampa 2001[10]

Einzelnachweise

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