Reckenneusig

Gemeindeteil der Stadt Baunach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern) From Wikipedia, the free encyclopedia

Reckenneusig ist ein Gemeindeteil der Stadt Baunach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Reckenneusig hat eine Fläche von 2,323 km². Sie ist in 759 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3060,01 m² haben.[3] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Leucherhof.[4]

Schnelle Fakten Stadt Baunach ...
Reckenneusig
Stadt Baunach
Koordinaten: 50° 0′ N, 10° 50′ O
Höhe: 249 m ü. NHN
Einwohner: 221 (1. Jan. 2025)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 96148
Vorwahl: 09544
Luftbild (2022)
Luftbild (2022)
Schließen
Katholische Filialkirche Rosenkranzkönigin
Bauernhaus

Geografie

Das Kirchdorf liegt am rechten Ufer der Baunach. Im Süden fließt der Sendelbach vorbei, der beim Leucherhof als rechter Zufluss in die Baunach mündet. Im Westen grenzt der Lußberger Forst an, der auf den Erhebungen der Haßberge liegt. Die Bundesstraße 279 führt nach Reckendorf (1,7 km nördlich) bzw. nach Baunach (2,7 km südöstlich). Die Kreisstraße BA 37 führt entlang des Sendelbachs nach Dorgendorf (1,8 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Leucherhof (0,4 km nordöstlich).[5]

Geschichte

Reckenneussig gehörte bereits Ende des 14. Jahrhunderts zum bambergischen Oberamt Baunach-Stufenberg.[6]

Zur Realgemeinde Reckenneusig gehörte Leucherhof. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Reckenneusig 34 Anwesen mit 36 Mannschaften (2 Höfe, Reifenhof mit 2 Mann, Taubenhof mit 4 Mann, 2 Sölden, 9 Erb, 1 Söldenhofstatt, 2 Söldenhäuser, 2 öde Hofstatt, 10 Häuser, 4 Tropfhäuser). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kastenamt Baunach.[7]

Im Jahre 1802 kam Reckenneusig an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde die Ruralgemeinde Reckenneusig gebildet, zu der Leucherhof gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gleusdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt). Ab 1862 war das Bezirksamt Ebern (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) für Reckenneusig zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Gleusdorf (1840 in Landgericht Baunach umbenannt und 1880 in Amtsgericht Baunach, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern).[8] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,326 km².[9]

Am 1. Januar 1972 wurde Reckenneusig im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Baunach eingemeindet.[10][11]

Baudenkmäler

In Reckenneusig gibt es vier Baudenkmäler:[12]

  • Austraße 5, 7: Bauernhaus
  • Berggasse 6: Katholische Filialkirche Rosenkranzkönigin
  • Eberner Straße 7: Ehemaliges Pfarrhaus und Ziehbrunnen
  • Kruzifix

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Reckenneusig gibt es ein Bodendenkmal.[12]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Reckenneusig

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr1818184018521855186118671871187518801885
Einwohner118201229214217223199205191193
Häuser[13]2744433939
Quelle[8][8][8][14][15][16][17][18][19][20]
Jahr1890189519001905191019191925193319391946
Einwohner172171188197163165165170148193
Häuser394038
Quelle[21][14][22][14][23][14][24][14][14][14]
Jahr1950195219611970
Einwohner202205184195
Häuser3639
Quelle[25][14][9][26]
Schließen

Ort Reckenneusig

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr1818184018521861187118851900192519501961
Einwohner100177207191178168162149187177
Häuser[13]2440393637353437
Quelle[8][8][8][15][17][20][22][24][25][9]
Jahr197019872025
Einwohner187198 *221
Häuser52
Quelle[26][27][1]
Schließen

Religion

Reckenneusig ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Oswald (Baunach) gepfarrt.[7][9]

Literatur

Commons: Reckenneusig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

Related Articles

Wikiwand AI