Reddighausen

Stadtteil von Hatzfeld (Eder) From Wikipedia, the free encyclopedia

Reddighausen ist ein Stadtteil von Hatzfeld im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Schnelle Fakten Stadt Hatzfeld ...
Reddighausen
Stadt Hatzfeld
Koordinaten: 51° 1′ N,  35′ O
Höhe: 341 (320–380) m ü. NHN
Fläche: 7,52 km²[1]
Einwohner: 759 (31. März 2022)[2]
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 35116
Vorwahl: 06452
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Geographische Lage

Reddighausen liegt etwa 3,3 km nordöstlich des Hatzfelder Kernorts an der Eder. Es ist umrahmt von bewaldeten Bergen des Ederberglandes und befindet sich auf etwa 320 m Höhe. Ederaufwärts liegt der Hatzfelder Ortsteil Holzhausen und flussabwärts der Battenberger Ortsteil Dodenau.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1278 als Redinchusen zurück.[1] Vorher nahm man das 1286 genannte Redenkusen als Ersterwähnung an. Um 1400 gehört der Ort zum Amt Battenberg.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Reddighausen:

„Reddighausen (L. Bez. Battenberg) evangel. Filialdorf; liegt 1 St. von Battenberg, hat 60 Häuser und 408 Einwohner, die alle evangelisch sind. Der größte Theil der Einwohner besteht aus Bauern. Reddighausen kommt in frühern Zeiten unter dem Namen Rendelhusen vor.“[3]

Zum 1. Januar 1974 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Reddighausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz in die Stadt Hatzfeld (Eder) eingegliedert.[4][5] Für Reddighausen wurde wie für die übrigen Stadtteile ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.[6]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Reddighausen angehört(e):[1][7][8]

Einwohnerentwicklung

 1502:006 Männer[1]
 1577:025 Hausgesesse[1]
 1712:031 Haushaltungen[1]
 1791:298 Einwohner[12]
 1800:312 Einwohner[13]
 1806:369 Einwohner, 50 Häuser[11]
 1829:408 Einwohner, 60 Häuser[3]
Reddighausen: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2019
Jahr  Einwohner
1791
 
298
1800
 
312
1806
 
369
1829
 
408
1834
 
453
1840
 
474
1846
 
506
1852
 
550
1858
 
560
1864
 
508
1871
 
463
1875
 
435
1885
 
459
1895
 
449
1905
 
434
1910
 
455
1925
 
522
1939
 
549
1946
 
822
1950
 
848
1956
 
780
1961
 
786
1967
 
793
1980
 
?
1990
 
?
2000
 
?
2011
 
763
2015
 
810
2019
 
807
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]; Stadt Hatzfeld (Webarchiv): 2015, 2019:[14]; Zensus 2011[15]

Historische Religionszugehörigkeit

 1829:408 evangelische (= 100 %) Einwohner[3]
 1885:457 evangelische (= 99,56 %), 2 katholische (= 0,44 %) Einwohner[1]
 1961:692 evangelische (= 88,04 %), 85 katholische (= 10,81 %) Einwohner[1]

Tourismus

Der Fremdenverkehr spielt in Reddighausen eine bedeutende Rolle. Der Ort ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und besitzt ein umfangreiches Netz von Wanderwegen. 2012 wurde nahe Reddighausen der 186 km lange Ederradweg von der Ederquelle bis Edersee fertiggestellt.

Ein kombinierter Waldlehr- und Vogelschutzpfad besteht in der Gemarkung der nahe gelegenen Stadt Hatzfeld. In der Nähe befindet sich das Wintersportzentrum Sackpfeife, wo sich auch eine Sommerrodelbahn befindet.

In Reddighausen wird in regelmäßigen Abständen für Motorradfahrer das "Euro-Gespann-Treffen" ausgerichtet.

Verkehr

Der Bahnhof Reddighausen und der Haltepunkt Reddighäuser Hammer lag an der Bahnstrecke Bad Berleburg–Allendorf, welche stillgelegt ist.

Literatur

  • Georg Dehio/Ernst Gall/Magnus Backes: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Hessen, 2. Auflage Sonderausgabe Darmstadt 1982. S. 732.
  • Literatur über Reddighausen nach Register nach GND In: Hessische Bibliographie

Anmerkungen und Einzelnachweise

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