Redleiten
Gemeinde im Bezirk Vöcklabruck, Oberösterreich
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Redleiten ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 529 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Vöcklabruck.
Redleiten | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Vöcklabruck | |
| Kfz-Kennzeichen: | VB | |
| Hauptort: | Winkl | |
| Fläche: | 14,36 km² | |
| Koordinaten: | 48° 5′ N, 13° 28′ O | |
| Höhe: | 555 m ü. A. | |
| Einwohner: | 529 (1. Jän. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 37 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 4875 | |
| Vorwahl: | 07683 | |
| Gemeindekennziffer: | 4 17 29 | |
| NUTS-Region | AT315 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Redltaler Straße 23 4873 Redleiten | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Michael Altmann (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2021) (13 Mitglieder) |
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| Lage von Redleiten im Bezirk Vöcklabruck | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Geografie
Redleiten liegt auf 555 Meter Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd sieben, von West nach Ost sechs Kilometer. Von der Gesamtfläche von 14,36 Quadratkilometer sind drei Viertel bewaldet, zwanzig Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.[1]
Gemeindegliederung
Das Gemeindegebiet umfasst neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):
- Aubach (29)
- Erkaburgen (50)
- Hilprigen (38)
- Oberegg (62)
- Otzigen (25)
- Redleiten (239)
- Redltal (14)
- Schweinegg (39)
- Winkl (33)
Nachbargemeinden
| Waldzell (RI) | ||
| Frankenburg am Hausruck | ||
| Fornach |
Geschichte
Ortsgeschichte
Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.
Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.
Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Einwohnerentwicklung
Da seit 1991 sowohl die Geburtenbilanz als auch die Wanderungsbilanz positiv sind, wächst die Gemeinde stark.[3]
| Redleiten: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 389 | |||
| 1880 | 356 | |||
| 1890 | 387 | |||
| 1900 | 338 | |||
| 1910 | 368 | |||
| 1923 | 328 | |||
| 1934 | 323 | |||
| 1939 | 299 | |||
| 1951 | 354 | |||
| 1961 | 305 | |||
| 1971 | 332 | |||
| 1981 | 373 | |||
| 1991 | 394 | |||
| 2001 | 465 | |||
| 2011 | 494 | |||
| 2021 | 534 | |||
| 2025 | 529 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Sehenswürdigkeiten
- Der historische Grenzstein, der bis 1779 die Grenze zwischen Bayern und Österreich markierte, trägt auf der österreichischen Seite die Gravur „GF“ für Grafschaft Frankenburg und auf der bayrischen Seite „LF“ für Landgericht Friedburg, ist aber leider schon stark verwittert.
Wirtschaft und Infrastruktur
- Wirtschaftssektoren: In Redleiten befinden sich 23 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Davon werden neun im Haupt-, zwölf im Nebenerwerb und zwei von Personengemeinschaften geführt. Die Haupterwerbsbetriebe bewirtschaften drei Viertel der Flächen.[4] In der Landwirtschaft sind dreißig Erwerbstätige beschäftigt, im Produktionssektor fünfzehn. Der wichtigste Arbeitgeber im Dienstleistungssektor sind die sozialen und öffentlichen Dienste mit zwölf der 25 Beschäftigten (Stand 2011).
- Berufspendler: Von den 264 Erwerbstätigen, die 2011 in Redleiten wohnten, arbeiteten 51 in der Gemeinde, achtzig Prozent pendelten aus.[5]
Politik
Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:
- 1997: 6 ÖVP, 5 SPÖ und 2 FPÖ.
- 2003: 6 ÖVP, 6 SPÖ und 1 FPÖ.
- 2009: 7 ÖVP, 5 SPÖ und 1 FPÖ.
- 2015: 7 ÖVP und 6 SPÖ.
- 2021: 7 ÖVP und 6 SPÖ.[6]
Bürgermeister
Wappen

- „In Grün ein silberner, schräger Wellenbalken, belegt mit einer roten Wellenleiste; oben ein silberner Rehkopf im Visier, unten eine silberne, aufrechte Axt, überdeckt von einer silbernen Zugsäge.“
Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb-Grün.
Das 1986 verliehene Wappen verweist mit dem Rehkopf auf den jagdbaren Rotwildbestand und mit Axt und Säge auf die bedeutende Forstwirtschaft in der Gemeinde. Die beiden silbernen Wellenleisten stehen für den Frankenburger und den Fornacher Redlbach.[9]
Literatur
- Martin Kaiser: Frankenburg am Hausruck und Redleiten. Moserbauer, Ried im Innkreis 2001–2009:
- Band 1: Von der Rindenhütte zum Bürgerhaus. 2001.
- Band 2: Von der Revolution zum Millennium. 2005.
- Band 3: Chronik der Jahre 1800 bis 2000. 2009.
- Heimatverein Frankenburg (Hrsg.): Edition Heimatgeschichte. Seit 2006, ZDB 2262645-1:
- Band 1: Erwin Hofbauer, Martin Kaiser, Wilhelm Frickh: Wirtshäuser und Flaschenbierhandlungen in Frankenburg und Redleiten. Moserdruck, Ried im Innkreis 2006, ISBN 978-3902121752.
- Band 2: Erwin Hofbauer, Martin Kaiser, Gottfried Eitzinger: Krämereien, Bäckereien und Metzgereien in Frankenburg und Redleiten. Moserbauer, Ried im Innkreis 2007, ISBN 978-3902121837.
- Band 4: Erwin Hofbauer, Gottfried Eitzinger jun., Wilhelm Frickh: Kleindenkmäler in Frankenburg und Redleiten. Moserbauer, Ried im Innkreis 2010, ISBN 978-3950290110.
- Band 7: Martin Kaiser, Erwin Hofbauer, Wilhelm Frickh: Von Mehl und Holz. Mühlen und Sägen in Frankenburg und Redleiten. Frankenburg 2016, ISBN 978-3950290134.
- Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Redleiten. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2006, S. 1–44 (zobodat.at [PDF]).
Weblinks
- 41729 – Redleiten. Gemeindedaten der Statistik Austria
- Karte im Digitalen Oberösterreichischen Raum-Informations-System (DORIS)
- Weitere Infos über die Gemeinde Redleiten auf dem Geo-Infosystem des Bundeslandes Oberösterreich.
- Bibliografie zur oberösterreichischen Geschichte. Suche nach 'Redleiten'. In: ooegeschichte.at. Virtuelles Museum Oberösterreich

