Reflexbluten

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Das Reflexbluten ist eine Verteidigungsmethode von Tieren gegen deren potentielle Fressfeinde.

Ein Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) verteidigt sich mit Reflexbluten
Krötenechse (Phrynosoma orbiculare)

Insekten

Viele Marienkäfer,[1] Ölkäfer, Weichkäfer, Steinfliegenlarven und weitere Insekten nutzen Reflexbluten zur Abschreckung. Dabei sondern die Tiere – beim Marienkäfer aus Drüsen zwischen Tibia (Unterschenkel) und Femur (Oberschenkel) – rötliche oder gelblich-bräunliche Tropfen Hämolymphe ab, die toxisch sind oder unangenehm riechen und schmecken (sogenanntes Wehrsekret).[2] Auf einen potenziellen Angreifer wirkt dies oft unmittelbar abschreckend.

Reptilien

  • Mehrere Arten von Krötenechsen können aus den Augenwinkeln über einen Meter weit Blut aus geplatzten Blutgefäßen spritzen.[3]
  • Die Kreuzotter stellt sich bei Gefahr tot und blutet aus dem Mund.[4]
  • Hakennasennattern bäumen sich bei einem Totstellreflex in einem vermeintlichen Todeskampf auf, bevor sie verdreht liegen bleiben und Blut aus ihrem Maul rinnen lassen.[5]

Siehe auch

Commons: Reflexbluten – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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