Reggie Watts

US-amerikanischer Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Reggie Watts (bürgerlich: Reginald Lucien Frank Roger Watts, * 23. März 1972 in Stuttgart, Baden-Württemberg) ist ein US-amerikanischer Comedian, Musiker, Beatboxer und Schauspieler.

Reggie Watts, März 2013

Leben und Werk

Watts wurde in Deutschland als Sohn einer französischen Mutter und eines afroamerikanischen Vaters geboren. Aufgrund der Tätigkeit seines Vaters als Sergeant bei der US-Luftwaffe zog die Familie während seiner Kindheit mehrfach um und lebte unter anderem in Frankreich, Italien und Spanien. Später zog die Familie zurück in die USA und Watts absolvierte die High School in Great Falls, Montana. Watts studierte zunächst Musik am Art Institute of Seattle, danach Jazz am Cornish College of the Arts.[1]

Mitte der 1990er Jahre wurde Watts Frontmann der R&B-Rock-Band Maktub, mit der er bis 2009 fünf Alben aufnahm. Parallel dazu entwickelte er eine erste Soloperformance, in der er mithilfe einer Loop-Maschine, eines Keyboards und seiner Stimme komplette Musikstücke improvisiert. Diese musikalischen Strukturen verband er zunehmend mit Comedy-Elementen wie Wortspielen, absurden Geräuschimprovisationen und bewusst sprunghaften Themen- und Sprachwechseln.[2] Ab den frühen 2000er Jahren trat er regelmäßig solo auf, produzierte kurze Comedyvideos für Onlineplattformen und veröffentlichte erste Musikstücke als Solo-Künstler.

Ein breiteres Publikum erreichte Watts mit Comedy-Specials wie Why Shit So Crazy? (2010), das Liveauftritte und kurze Sketches kombinierte, sowie A Live at Central Park von 2012 und einem ersten TED-Talk im selben Jahr. Von 2012 bis 2015 war er fester Bestandteil der Comedy-Talkshow Comedy Bang! Bang!, die auf dem amerikanischen Fernsehsender IFC zu sehen war. Watts übernahm die Rolle als musikalischer Sidekick von Host Scott Aukerman, improvisierte Songs, spielte Einlagen und war in Sketchen zu sehen. 2015 verließ er die Sendung, und übernahm die Rolle des Bandleaders und On-Air-Partners in der Late-Night-Show The Late Late Show with James Corden. 2016 erschien sein Netflix-Special Spatial. 2018 war er Moderator der kurzlebigen amerikanischen Version der Comedy-Gameshow Taskmaster. 2023 veröffentlichte Watts seine Memoiren Great Falls, MT: Fast Times, Post-Punk Weirdos, and a Tale of Coming Home Again.

Charakteristisch für Reggie Watts’ Arbeit ist die vollständige Improvisation vieler Auftritte: Er baut Songs Schicht für Schicht live auf, kombiniert gesprochene Texte mit rhythmischen Lauten und musikalischen Motiven und verfällt im Vortrag immer wieder in absurde Klangsprache. Seine Performances bewegen sich an der Schnittstelle von Konzert, Stand-up-Comedy und experimenteller Klangkunst.[3]

Comedy-Programme

  • 2009: Reggie Watts Does London
  • 2010: Why Shit So Crazy?
  • 2012: A Live at Central Park
  • 2016: Spatial
  • 2025: Reggie Watts Live from Berghain

Filmographie (Auswahl)

Filme

Fernsehen

Einzelnachweise

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