Reiko Sato
US-amerikanische Schauspielerin
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Leben
Sie wurde als Tochter von Tonezo Sato, einem aus Japan eingewanderten Leiter eines Farmbetriebs, und seiner Frau Chieko geboren. Bereits im Alter von vier Jahren begann sie mit dem Tanzunterricht. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Familie gemäß Executive Order 9066 zunächst in das Turlock Assembly Center und anschließend in das Internierungslager Gila River gebracht. Nach Kriegsende kehrte die Familie nach Los Angeles zurück, wo Reiko Sato die Highschool abschloss und ein College besuchte. Reiko Sato hatte ihre ersten Filmauftritte im Jahr 1950 in den Filmen Mother Didn’t Tell Me und Woman on the Run. Anschließend konzentrierte sie sich auf ihre Tanzausbildung und wurde Mitglied der Jack Cole Dancers. 1953 wurde sie als eine der drei Ababu-Prinzessinnen für das Broadway-Musical Kismet ausgewählt, in dem sie zwei Jahre lang auftrat. 1955 übernahm sie dieselbe Rolle in der Verfilmung von MGM. Später war sie erneut in mehreren Wiederaufnahmen der Produktion beteiligt. 1956 spielte sie in der US-Tournee der Bühnenfassung von The Teahouse of the August Moon.[1][2]
In den frühen 1950er Jahren lernte Reiko Sato den Schauspieler Marlon Brando kennen. Aus einer kurzzeitigen Beziehung entwickelte sich eine lebenslange Freundschaft. 1959 kehrte sie für die Rolle der Ming Li im Musical Destry an den Broadway zurück. 1960 zog sie nach Hollywood und erhielt eine Rolle in dem Film Hell to Eternity über Guy Gabaldon. 1961 spielte sie in der Verfilmung des Rodgers-und-Hammerstein-Musicals Flower Drum Song die Rolle der Helen Chao, wobei ihre Gesangsstimme von Marilyn Horne synchronisiert wurde. 1963 spielte sie eine Nebenrolle in dem Film The Ugly American mit Marlon Brando. 1966 wurde sie von Jack Cole für das Musical Chu Chem engagiert.[1][2]
In ihren späteren Jahren lebte Reiko Sato abwechselnd in Los Angeles und auf Marlon Brandos Privatinsel Tetiaroa. Sie starb am 28. Mai 1981 an einem Hirnaneurysma; Marlon Brando fand ihren Leichnam. Die Hälfte ihrer Asche wurde in einem buddhistischen Tempel beigesetzt, die andere Hälfte nach Tetiaroa überführt.[1]
Filmografie (Auswahl)
- 1961: Mandelaugen und Lotosblüten (Flower Drum Song)
Literatur
- Robinson, Greg: The Great Unknown: Japanese American Sketches. University Press of Colorado, 2016, S. 220 (englisch).
