Relais Routiers
From Wikipedia, the free encyclopedia
Geschichte
1934 gründete der Journalist François de Saulieu die Zeitschrift „Rouliers“ über LKWs.

Er wollte diese Zeitschrift in Restaurants verkaufen, die günstig an Landstraßen gelegen sind. 1937 gab er „La route facile“ (Die einfache Straße) heraus, einen Führer zu diesen Restaurants, daraus wurde der „Guide des Relais Routiers“ (Führer der Relais Routiers). Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs gehörten ca. 2000 Restaurants zu dieser Vereinigung. Nach dem Krieg wurde sie 1947 wieder gegründet.[1][2] Bis heute ist ihr Motto „Relais Routiers garantiert eine familiäre Atmosphäre fernab von Zuhause, einen freundlichen Zwischenstopp auf den Straßen Frankreichs und einen herzlichen und aufmerksamen Empfang für jeden, der die Türen seiner Restaurants betritt.“ An den großen Verkehrsachsen, damals ausschließlich Landstraßen, entstanden Rastplätze mit einem Restaurant, einer Tankstelle und oft einem Hotel.[2]

Nach 1965 änderte sich die Kundschaft, statt ausschließlich LKW-Fahrer kamen mehr und mehr Touristen, die die einfachen und preiswerten Gerichte schätzten. Für die Restaurants war dies ein Glücksfall, da die LKWs immer mehr auf den Autobahnen fuhren, an denen es keine Routiers-Restaurants gibt.[1] In den Folgejahren ging die Zahl der Restaurants stark zurück, 2025 auf ca. 300.[3]
Organisation
Die Relais Routiers sind eine Vereinigung, in der die einzelnen Restaurants unabhängige Mitglieder sind. Sie müssen die Satzung respektieren und einen Jahresbeitrag von 365 € (2024) entrichten. Dafür können sie das Logo verwenden und werden im Führer und im Online-Verzeichnis aufgeführt. Ein wichtiger Punkt der Satzung ist die Vorschrift über die Speisen: Der Wirt muss traditionelle Gerichte zu einem günstigen Preis, 2024 ca. 15 €, anbieten („Des plats traditionnels mijotés et un prix imbattable“). Ebenso eine vollständige Speisekarte mit Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts und außerdem über Parkplätze und eine Dusche verfügen. Heute wird ein großer Teil des Umsatzes (ca. 60 %) durch Getränke erzielt.[4]

