Requiemhaie

Familie der Ordnung Grundhaie (Carcharhiniformes) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Requiemhaie (Carcharhinidae) bilden eine zur Ordnung der Grundhaie (Carcharhiniformes) gehörige Familie von Haien (Selachii). Manchmal werden sie auch als Menschenhaie oder Grauhaie bezeichnet, obwohl letztere Bezeichnung auch für die Familie der Kammzähnerhaie gebraucht wird, oder sie werden nach dem Namen der Ordnung Grundhaie genannt. Requiemhaie kommen weltweit in allen Meeresgewässern der tropischen und gemäßigten Breiten vor und finden sich auch im Brackwasser, zum Beispiel vor Flussmündungen, und Süßwasser. Ihr wissenschaftlicher Name leitet sich aus dem Griechischen von karcharos, „scharf“ und rhis (Genitiv rhinos), „Nase“ ab. Der jetzige deutsche Name stammt aus dem Amerikanischen, durch Volksetymologie vom französischen Wort requin für „Hai“.[1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Requiemhaie

Schwarzspitzen-Riffhai (Carcharhinus melanopterus)

Systematik
Überklasse: Knorpelfische (Chondrichthyes)
Klasse: Plattenkiemer (Elasmobranchii)
Teilklasse: Haie (Selachii)
Überordnung: Galeomorphii
Ordnung: Grundhaie (Carcharhiniformes)
Familie: Requiemhaie
Wissenschaftlicher Name
Carcharhinidae
Jordan & Evermann, 1896
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Aussehen und Merkmale

Die meist zwischen einem und bis zu acht Meter langen, graubraun gefärbten Requiemhaie besitzen eine Afterflosse und zwei Rückenflossen, von denen die vordere größer ist als die hintere, und zeichnen sich zudem durch fünf Kiemenspalten, rundliche Augen mit speziellen Augenlidern und klingenartige einspitzige Zähne aus.

Lebensweise

Requiemhaie sind starke Schwimmer und ernähren sich räuberisch von verschiedenen Fischen, darunter anderen Haien, sowie von Tintenfischen, Krebstieren, Schildkröten und Meeressäugern wie Robben und gelegentlich von Seevögeln. Die Weibchen sind lebendgebärend.

Stammesgeschichte

Die engsten Verwandten der Gruppe sind vermutlich die Wieselhaie (Hemigaleidae). Aus der erdgeschichtlichen Periode des Paläozän sind mit Abdounia und Danogaleus die ersten Fossilien bekannt, unter anderem entdeckt im Ouled-Abdoun-Becken in Marokko.[2]

Systematik

Kladogramm der Requiemhaie:[3]


Tigerhai (Galeocerdonidae)


   

Hammerhaie (Sphyrnidae)



 Requiemhaie 



Carcharhinus


   

Weißspitzen-Riffhai (Triaenodon obesus)



   

Flusshaie (Glyphis)


   

Breitflossenhaie (Lamiopsis)




   


Schlitzaugenhai (Loxodon macrorhinus)


   

Spatennasenhaie (Scoliodon)



   

Scharfnasenhaie (Rhizoprionodon)




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Ein Blauhai

Man unterscheidet in der Familie insgesamt zwölf Gattungen mit fast 60 Arten, von denen die Gattung Carcharhinus mit 38 Arten die größte ist. In diese wird zum Beispiel der Schwarzspitzen-Riffhai (Carcharhinus melanopterus) gestellt.

Der bis 2021 zu den Requiemhaien gehörende Tigerhai (Galeocerdo cuvier) wird seit 2022 in eine eigenständige, monotypische Familie gestellt, die Galeocerdonidae.[10]

Literatur

Commons: Requiemhaie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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