Resta Chi Va

Musikalbum von Antonio Borghini & A Banquet of Consequences From Wikipedia, the free encyclopedia

Resta Chi Va ist ein Musikalbum von Antonio Borghini & A Banquet of Consequences. Die 2024 im Studio Zentrifuge in Berlin entstandenen Aufnahmen erschienen 2025 auf We Insist! Records.

Veröffent-
lichung

2025

Aufnahme

2024

Label(s)

We Insist! Records

Format(e)

CD, Download

Schnelle Fakten Studioalbum von Antonio Borghini & A Banquet of Consequences, Veröffent-lichung ...
Resta Chi Va
Studioalbum von Antonio Borghini & A Banquet of Consequences

Veröffent-
lichung

2025

Aufnahme

2024

Label(s)

We Insist! Records

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Jazz

Titel (Anzahl)

10

Länge

53:44

Besetzung

Studio(s)

Studio Zentrifuge, Berlin

Chronologie
Antonio Borghini: Banquet of Consequences
(2023)
Resta Chi Va
Schließen

Hintergrund

Die Formation A Banquet of Consequences wird von dem italienischen Bassisten Antonio Borghini geleitet; 2023 erschien das selbstbetitelte Debütalbum. Die Band besteht auf Resta Chi Va (italienisch für „Wer geht, bleibt“) aus dem französischen Altsaxophonisten Pierre Borel, dem britischen Tenorsaxophonisten und Klarinettisten Tobias Delius, der japanischen Pianistin Rieko Okuda, dem türkischen Cellisten Anıl Eraslan und dem australischen Schlagzeuger Steve Heather. Die sechs Musiker spielen in zahlreichen Ensembles, darunter Die Hochstapler, im Great Sakata Quintet und der Umlaut Big Band. Anfang 2024 verbrachte Borghini längere Zeit in Marseille, wo die Kompositionen für dieses Albums entstanden sind, die dann im Herbst bei einem Studiokonzert in Berlin unter Live-Bedingungen eingespielt wurden.

Titelliste

  • Antonio Borghini & A Banquet of Consequences: Resta Chi Va (We Insist! Records CDWEIN34)[1]
  1. Throwing At... 7:16
  2. ...The Dropper 6:53
  3. Avanti Tartarughe 5:06
  4. The Applicant 3:03
  5. Inapropriation 8:01
  6. Intervallo 6:11
  7. Nothing Changes Like the Past 4:58
  8. Escargot a la Rostropovic 4:16
  9. Memories of Who? 6:19
  10. Societé de la Solidarité Linguistique 9:41

Die Kompositionen stammen von Antonio Borghini.

Rezeption

Antonio Borghini (2023)

Die Bildung progressiver Ensembles mit Cello sei in den letzten Jahrzehnten immer üblicher geworden, da zuvor unkonventionelle Instrumente in die kreative Musik integriert wurden, meint Ken Waxman (JazzWord). Diese neue Klangfarbe lasse sich vielfältig einsetzen, mit oder ohne Kontrabass. A Banquet of Consequences beispielsweise habe sich dafür entschieden, das Cello anstelle eines Blasinstruments in der ersten Reihe zu verwenden. Obwohl Resta Chi Va in zwei Tempi mit einem dazwischenliegenden Intervall unterteilt ist, würden die zehn Stücke eher einheitlich als singulär klingen. Wendungen durch Motive, die dem Cool Jazz oder Hard Bop entlehnt scheinen, gingen Hand in Hand mit raueren Texturen, die meist von Sul-ponticello-Reibungen des Cellos und Kontrabasses sowie eingestreuten Quietsch-, Schwell- und Spaltklängen der Saxophonisten herrühren. Heathers klappernde Echos, Schlagzeugschläge und/oder sorgfältig abgewogene Kadenzen würden zwischen diesen Impulsen vermitteln, während das Spiel der Pianistin Okuda am geradlinigsten sei.[2]

Dies werde besonders in Stücken wie „The Applicant“ und „…the dropper“ deutlich, so Waxman weiter. Während die Letzteren scheinbar das einleitende „Throwing At…“ vollenden, das die Kluft zwischen dem Zugänglichen und dem Atonalen markiere, würde „…the dropper“ wie modernisierter Bebop wirken, in dem das Thema in regelmäßigen Abständen wiederkehrt und das Piano sich seinen Weg in einen hymnischen Groove bahnt. Im Kontakt bewegten sich die Saxophonisten mit scharfen Slides und hohen Flattertönen vom Hard Bop zum Hardcore.[2]

Borghini würde das ganze Spektrum an Stilformen ausloten, die der Jazz seit seinen Anfängen zu bieten hat und die von einer Ragtime-Nummer bis zu avantgardistischen Geräuscherkundungen reichen würden, wobei auch argentinischer Tango, Klezmermusik und südafrikanischen Township-Jive anklängen, schreibt Christoph Wagner im Blog Scheibengericht. Überzeugend gelinge es Borghini und seinem Ensemble, all diese heterogenen Einflüsse organisch zu einem sinnvollen Ganzen zu verschmelzen, das vor Witz, Fantasie und musikalischer Virtuosität nur so strotze und bei dem wohl Charles Mingus als Inspirationsquelle Pate gestanden habe.[3]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI