Rethhausen

Wohnplatz im Ortsteil Wolterslage der Stadt Osterburg (Altmark) From Wikipedia, the free encyclopedia

Rethhausen ist ein Wohnplatz im Ortsteil Wolterslage in der Ortschaft Königsmark der kreisangehörigen Hansestadt Osterburg (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.[2]

Schnelle Fakten Hansestadt Osterburg (Altmark) ...
Rethhausen
Koordinaten: 52° 50′ N, 11° 50′ O
Höhe: 22 m ü. NHN
Fläche: 3,23 km²[1]
Eingemeindung: 1. April 1936
Eingemeindet nach: Wolterslage
Postleitzahl: 39606
Vorwahl: 039390
Rethhausen (Sachsen-Anhalt)
Rethhausen (Sachsen-Anhalt)
Lage von Rethhausen in Sachsen-Anhalt
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Geografie

Rethhausen[3] oder Rethausen,[2] ein Marschhufendorf,[1] liegt am Wolterslager Straßengraben, etwa drei Kilometer nördlich von Königsmark und etwa 7 Kilometer nordöstlich von Osterburg im Landschaftsschutzgebiet Altmärkische Wische, einem Niederungsgebiet zwischen den Flüssen Elbe und Biese.[4]

Nachbarorte sind Blankensee im Westen, Wolterslage im Südosten, Königsmark im Süden, sowie Wenddorf und Meseberg im Südwesten.[4]

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Im Jahre 1518 wurde der Ort als tho Rethusen erwähnt,[5] die von Jagow hatten Rechte über das Dorf und eine Erbwische. 1687 hieß der Ort Rehthausen und bis 1697 gehörte den von Bismarck dort ein Bauernhof, den sie 1697 an das Rittergut Neukirchen an die von Grävenitz vertauschten. 1842 heißt das Dorf Rethhausen[6] und 1804 Rethausen.[7]

Die häufigste Schreibweise ist heute Rethhausen, wobei auch noch Rethausen[8] üblich ist, auf der Top50-CD von 2003 finden sogar sich beide Schreibweisen.

Herkunft des Ortsnamens

„Reth“ ist ein Eigenname, abgeleitet von „rado“, „reth“ für „der Rat“ oder „hrad“ für „berühmt“.[9]

Eingemeindungen

Ursprünglich gehörte das Dorf Rethhausen zum Seehausenschen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Stadtkanton Osterburg auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen gehörte die Gemeinde ab 1816 zum Kreis Osterburg, dem späteren Landkreis Osterburg.[1]

Am 1. April 1936 wurden die Gemeinden Rethhausen und Blankensee aus dem Landkreis Osterburg in die Gemeinde Wolterslage eingegliedert.[10] Rethhausen und Blankensee werden seitdem als Wohnplätze von Wolterslage geführt. Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Wolterslage aus dem Landkreis Osterburg in den Kreis Osterburg umgegliedert. Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Wolterslage in die Gemeinde Königsmark eingemeindet.[11]

Am 1. Juli 2009 erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinde Königsmark mit anderen Gemeinden zur neuen Einheitsgemeinde Hansestadt Osterburg (Altmark).[12] Der Ortsteil Wolterslage mit den Wohnplätzen Rethhausen und Blankensee kam dadurch zur neuen Ortschaft Königsmark und zur Hansestadt Osterburg (Altmark).

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
173454
177557
178942
179869
Jahr Einwohner
180159
181842
184055
186467
Jahr Einwohner
187167
188564
1892[00]54[13]
189569
Jahr Einwohner
1900[00]50[13]
190543
1910[00]42[13]
192559
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Quelle wenn nicht angegeben:[1]

Religion

Die evangelischen Christen aus Rethhausen sind in die Kirchengemeinde Wolterslage eingepfarrt, früher zur Pfarrei Königsmark bei Osterburg in der Altmark gehörte.[14] Die Kirchengemeinde Wolterslage wird heute betreut vom Pfarrbereich Königsmark im Kirchenkreis Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[15]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Bauernhof Lindenstraße 38 steht unter Denkmalschutz.[4]

Literatur

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1762–1763, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 171 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
  • J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 281, 117. Rethhausen (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Einzelnachweise

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