Reumannswind

Gemeindeteil des Marktes Wachenroth From Wikipedia, the free encyclopedia

Reumannswind ist ein Gemeindeteil des Marktes Wachenroth im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).[2] Reumannswind liegt in der Gemarkung Wachenroth.[3]

Schnelle Fakten Markt Wachenroth ...
Reumannswind
Koordinaten: 49° 46′ N, 10° 42′ O
Höhe: 297 m ü. NHN
Einwohner: 52 (31. Dez. 2022)[1]
Postleitzahl: 96193
Vorwahl: 09548
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Geografie

Durch das Dorf fließt der Eckersbach, ein linker Zufluss der Reichen Ebrach. Im Norden grenzt eine bewaldete Anhöhe an. 1,5 km nördlich erhebt sich der Vestenberg (349 m ü. NHN), 1 km östlich der Weiße Berg (350 m ü. NHN). Im Süden fallen die Acker- und Grünflächen ins Ebrachtal ab. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Wachenroth zur Staatsstraße 2260 (1,7 km südöstlich) bzw. nach Possenfelden zur Kreisstraße BA 50 (1,8 km südwestlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt zur BA 50 bei Eckersbach (2,3 km nordwestlich).[4]

Geschichte

Der Ort war eine planmäßige Ansiedlung von Wenden im Zusammenhang mit der würzburgischen Kolonisation. Die lehnsherrlichen Ansprüche des Hochstifts Würzburg bestanden zum Teil auch noch nach der Gründung des Bistums Bamberg. So geht aus dem würzburgischen Urbar von 1317 hervor, dass das Hochstift Würzburg den Zehnt in „Rûwensvin“ dem Bamberger Bürger Gunloho zu Lehen übertrug. Weitere Lehenstücke standen dem Benediktinerinnenkloster Kitzingen zu. 1444 kaufte diese der Wachenrother Dorfmeister und Gotteshauspfleger und verwendete sie für die Stiftung einer Frühmesse in Wachenroth.[5]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Reumannswind aus 8 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Wachenroth aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das bambergische Kastenamt Wachenroth. Grundherren waren das Kastenamt Wachenroth (5 Höfe, 1 Halbhof) und das Rittergut Reichmannsdorf (2 Sölden).[6] 1802 gab es im Ort 9 Anwesen: 6 unterstanden dem Hochstift Bamberg und 3 den Freiherren von Schrottenberg zu Reichmannsdorf (Ritterkanton Steigerwald).[7]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Reumannswind dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Elsendorf und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Elsendorf zugewiesen. 3 Anwesen unterstanden in der freiwilligen Gerichtsbarkeit dem Patrimonialgericht Reichmannsdorf (bis 1848).[8]

Am 1. Mai 1978 wurde Reumannswind im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Schlüsselfeld eingegliedert. Am 1. Januar 1982 wurde der Ort nach Wachenroth umgemeindet.[9][10]

Baudenkmäler

In Reumannswind gibt es vier Baudenkmäler:[11]

  • Feldaltar
  • Katholische Kapelle
  • Kellereingänge
  • Steinkreuz

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001819001861001871001885001900001925001950001961001970001987002020
Einwohner 6072667074598258665152
Häuser[12] 111110111115
Quelle [13][14][15][16][17][18][19][20][21][22][1]
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Religion

Reumannswind ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Gertrud (Wachenroth) gepfarrt.[6] Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind in die Schlosskirche (Weingartsgreuth) gepfarrt.[20]

Literatur

Fußnoten

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