Reuteken

Patriziergeschlecht From Wikipedia, the free encyclopedia

Reuteken (auch: Roeteken, Ronteken, Rodekin, Roti(c)ke o. ä.) ist der Name eines westfälischen Patriziersgeschlechts.

Wappen der Reuteken im Wappenbuch des Westfälischen Adels

Geschichte

Das Geschlecht gehörte zu den Werler Erbsälzern.[1] Erstmals erscheint es 1382 mit dem Sälzer Helmig Rodekin, unter dem Namen Helmicus Roeteken um 1394 auch als Ratsherr.[2] Johann Reuteken war 1448 und 1456 Gerichtsbeisitzer[3][4] und Heinrich Rueteken (Hinrik Roiteken) 1496 Ratsherr, 1497 Gerichtsbeisitzer sowie 1510 Bürgermeister in Werl.[5] Ein Johannes Reuteken war ferner 1481 und 1485 Notar und Offizialatsschreiber der Arnsberger Kurie zu Soest.[6]

Laut Friedrich von Klocke starb das Geschlecht mit dem Pfarrer und Propst des Paderborner Benediktinerinnenklosters Gokirch Gerhard Reuteken um 1572 im Mannesstamm aus.[1][2] Allerdings findet sich noch in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ein Nagelschmied namens Simon Reuteken (urkundlich 1628–1634), Bürger zu Werl und verheiratet mit einer Agathen.[7][8]

Wappen

Blasonierung: In Silber ein schwarzer Balken begleitet von drei (2:1) schwarzen Salzpfannen; um die untere schlingt sich eine schwarze Dornenkrone. Auf dem schwarz-silbern bewulsteten Helm mit schwarz-silbernen Helmdecken die Salzpfanne in der Dornenkrone zwischen einem offenen silbernen, mit einem schwarzen Balken belegten Flug.[1][2]

Literatur

  • Michael Jolk: Reuteken und Dunker. Ahnenschaften zu illegitime Erbsälzern. In: Mitteilungen der Werler Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung, Band 3 (Jg. 11), 1990, S. 123–140 (inkl. Stammtafeln).
  • Friedrich von Klocke: Das Patriziatsproblem und die Werler Erbsälzer (= Geschichtliche Arbeiten zur westfälischen Landesforschung, Band 7), Münster 1965, S. 237.
  • Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 104 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 259 (hhu.de).

Einzelnachweise

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