Rex am Ring

Kino in Köln From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Rex am Ring, kurz Rex, liegt am Hohenzollernring in Köln und ist eines der ältesten deutschen Kinos. Es wird betrieben von der Lichtblick Cinema GmbH.

Rex am Ring

Geschichte

Das Kino ist nach dem 1919 eröffneten Odeon das zweitälteste Kino Kölns und wurde am 20. Mai 1928 am Friesenplatz unter dem Namen Lichtspiele des Westens als letzter großer Neubau der Stummfilmzeit eröffnet. Es verfügte als einziges Kino in Köln über eine Kinoorgel, mit der zu den Filmen Geräusche wie Meeresrauschen, Pferdegetrampel und Klingeln erzeugt werden konnten.

Die erste Aufführung des Kinos war eine Operettenverfilmung. 1929 liefen hier die ersten Tonfilme. Nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete das Kino am 1. August 1951, Herbert Strate übernahm das Kino 1953. Am 29. Dezember 1955 fand hier die Uraufführung des Kinofilms Ich denke oft an Piroschka statt. Strate baute das Rex ab 1974 zum Schachtelkino um.

Gegenwart

Im August 2000 kaufte Catherine Laakmann, die Betreiberin des Metropolis-Kinos am Kölner Ebertplatz, das Gebäude einschließlich des mit 833 Plätzen ausgestatteten Kinos, ließ neue Sitze einbauen, neue Teppichböden verlegen und die Lüftungsanlage renovieren. Das Rex war mit mehr als 1,77 Millionen Besuchern das erfolgreichste sogenannte One-Dollar-Kino Deutschlands. Daneben zeigt das Kino seit September 2008 unter dem Motto „Lichtspiele“ anspruchsvolle Filme mit den Schwerpunkten Arthouse und deutscher Film. Nach einer dreijährigen Umbaupause, verzögert durch einen Wasserschaden und Bauauflagen, wurde das Rex am Ring am 17. August 2017 wiedereröffnet.[1] Anfang 2025 übernahm Mustafa El Mesaoudi sowohl das Rex am Ring als auch das Metropolis-Kino von Laakmann und betreibt sie als Teil der Lichtblick Cinema Gruppe.

Das Rex am Ring hat sieben Kinosäle mit zwischen 34 und 236 Sitzplätzen. Es wird nicht mehr als One Dollar House geführt, im Programm finden sich Neuerscheinungen, teilweise mit langen Nachspielzeiten, sowie Filmreihen mit Wiederaufführungen und Veranstaltungen wie das Afrika Film Festival Köln oder die SchulKinoWochen NRW.

Einzelnachweise

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