Reyong
Indonesisches Musikinstrument, das in der balinesischen Gamelanmusik verwendet wird
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Reyong, auch réong, réyong, ist ein Gongspiel aus vier bis zwölf Buckelgongs in einer Reihe, das in mehreren Gamelans (klassischen Ensembletypen) der balinesischen Musik als Melodieinstrument verwendet wird. In seiner größten Form mit zwölf Gongs, die von vier Musikern gespielt werden, gehört das reyong zum heute am weitesten verbreiteten gamelan gong kebyar. Andere reyong besitzen vier bis acht liegende Buckelgongs.

Die älteste, seit dem 13. Jahrhundert auf javanischen Tempelreliefs abgebildete Form des reyong besteht aus einer quer im Schoß des sitzenden Musikers liegenden Stange, an deren Ende jeweils ein Buckelgong befestigt ist. Bis heute werden diese hantelförmigen, auf den Steinreliefs wie Sanduhrtrommeln erscheinenden reyong auf Bali gelegentlich in einer altertümlichen Form des gamelan angklung eingesetzt.
In der Musik von Lombok werden in einigen Gamelans mehrere réong mit zwei Buckelgongs in einem Holzrahmen verwendet.
Herkunft und Verbreitung

Gongs sind unmittelbar angeschlagene Idiophone in der Form von runden metallenen Gefäßen (Schalen mit einem umgebogenen Rand), deren Schwingungsmaximum und damit Anschlagpunkt in der Mitte liegt. Dadurch können sie am nichtschwingenden Rand fixiert, also entweder senkrecht frei an einer Schnur aufgehängt oder waagrecht über einen Resonanzkasten gelegt werden. Das hauptsächliche Verbreitungsgebiet der unterschiedlichen Gongtypen erstreckt sich von China mit hauptsächlich Flachgongs (allgemein luo) unterschiedlicher Formen und Größen über das südostasiatische Festland mit einzelnen Buckelgongs und Buckelgongkreisen (in Myanmar allgemein maung, in Thailand und Laos khong, in Kambodscha kong) bis auf die Malaiischen Inseln. Hier sind Buckelgongreihen auf Bali, auf der Nachbarinsel Lombok, auf den Inseln Java (bonang), Sumatra (keromong, ogung), Borneo (kulintangan, sopogandangan, bandai), in Zentralsulawesi (kakula),[1] auf zentralen Inseln der Molukken (totobuang) und im Süden der Philippinen (kulintang) verbreitet, während im Norden der Philippinen Flachgongs (gangsa) vorkommen.
Als Ursprungsregion der Gongs gelten die Provinzen Yunnan und Guangxi im Südwesten Chinas, wo in die zweite Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr. datierte Kesselgongs (hohe, ungefähr zylindrische Formen mit einer flachen Schlagplatte, chinesisch tonggu, „Bronzetrommel“, nach einem Fundort im Norden Vietnams auch Dong-Son-Trommeln genannt) und der älteste, um 200 v. Chr. datierte Flachgong gefunden wurden.
Um diese Zeit könnte es neben Flachgongs auch bereits Buckelgongs gegeben haben. Diesen Schluss zieht Gretel Schwörer-Kohl (1995) aus der Abbildung eines Musikers, der auf der Deckelplatte von einem der Dongson-Kultur zugeschriebenen Kesselgong eingeritzt ist. In der umrahmten Szene steht der Musiker zwischen sechs senkrecht aufgehängten kreisrunden Gegenständen auf beiden Seiten, auf die er mit einem Stock in jeder Hand schlägt. Ein Punkt in der Mitte der Kreise weist demnach auf die Darstellung von Buckelgongs hin. Spätestens um 100 v. Chr. muss es im südwestlichen China auch bereits Gongspiele aus liegenden Gongs gegeben haben, wie der Fund eines in diese Zeit datierten Kesselgongs aus Shizhaishan in der Provinz Yunnan belegt, der auf der Deckelplatte mit der Szene eines Menschenopfers, umgeben von einem Gongspiel aus 16 U-förmig angeordneten Kesselgongs, dekoriert ist.[2]
Die in Südostasien verbreiteten Buckelgongspiele gehen mutmaßlich auf die chinesischen Vorbilder zurück. Im Verlauf des 1. Jahrtausends nahm der Seehandel zwischen China, Südostasien, Indien und Arabien zu. Abgesehen von einigen Musikinstrumenten aus Bambus (wie der Maultrommel genggong und Bambusröhrenzithern vom Typ der guntang und kolitong), die zu einer altmalaiischen Tradition gehören, lassen sich viele Musikinstrumente in Südostasien auf eine arabisch-indische oder auf eine chinesische Herkunft zurückführen. Die importierten Musikinstrumente stehen in einem Zusammenhang mit den religiösen Ritualen, die an die Verbreitung zunächst des Hinduismus und ab der Mitte des 1. Jahrtausends des Buddhismus angepasst wurden. Mit der neuen, aus Indien stammenden sakralen Musik, die in den indischen Sprachen Sanskrit und Pali gesungen wurde, fand ein Übergang von Musikinstrumenten aus Bambus zu Gongs aus Bronze statt. Bronzegongs erhielten einen über ihre kostspielige Herstellung hinausgehenden sakralen Wert als verehrte Ritualobjekte. Im Lauf der Zeit größer werdende Orchester aus Gongs und Metallophonen aus Bronze schufen an den Herrscherhäusern und großen Tempeln von Java und Bali ein eigenes Repertoire, das sich von den verschiedenen musikalischen Traditionen der Bambusinstrumente in den Dörfern abhob.[3]
Die von China aus verbreiteten Idiophone aus Bronze waren Kesselgongs, Flachgongs, Glocken, Becken und Buckelgongs. Alle am Angkor Wat in Kambodscha während der Bauzeit im 12. Jahrhundert entstandenen Reliefabbildungen von hängenden Gongs zeigen Flachgongs einzeln oder in Gruppen.[4] Flachgongs waren ab dem 10. Jahrhundert auch auf der Malaiischen Halbinsel, Borneo und Sumatra verbreitet, entlang von China und Vietnam an den Philippinen vorbei nach Indien führenden Seefahrtsrouten. Funden aus Wracks von in Küstennähe gesunkenen Schiffen belegen, dass ab dem 13. bis zum 17. Jahrhundert hauptsächlich Buckelgongs zu den in der Inselwelt zwischen Vietnam, Süddthailand, Südphilippinen, Borneo und Sumatra gehandelten Klangerzeugern gehörten.[5] Das erst im 16. Jahrhundert vollendete Relief am Angkor Wat an der Ostseite der Nordgalerie zeigt hängende Buckelgongs in unterschiedlichen Größen und im Halbkreis angeordnete liegende Buckelgongspiele in zur hinduistischen Mythologie gehörenden Szenen.[6]

Die ältesten Abbildungen von Buckelgongs in Indonesien finden sich an fünf javanischen Tempeln aus dem 13. bis 15. Jahrhundert, als die hinduistische Majapahit-Dynastie über Zentral- und Ostjava herrschte. Zusammen mit Funden in Schiffswracks und literarischen Quellen sind Buckelgongs ab dem 13. Jahrhundert als bedeutende Musikinstrumente gesichert auf Java nachweisbar. Wahrscheinlich waren die dargestellten Musikinstrumente bereits wesentlich früher in Gebrauch. Am buddhistischen Borobudur und am hinduistischen Tempel Prambanan in Zentraljava, beide aus dem 9. Jahrhundert, sind zwar zahlreiche Musikinstrumente, aber noch keine Gongs erkennbar. Auf den Tempelreliefs lassen sich zwei Typen von Buckelgongs unterscheiden: hantelförmige reyong und hängende Buckelgongs. Diese Form von reyong sind die ältesten Darstellungen javanischer Gongs und von drei Tempeln bekannt: von einem Tempel der Kediri-Periode aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts, vom Ngrimbi-Tempel (Candi Rimbi) im ostjavanischen Regierungsbezirk Jombang aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts und von der Terrasse des Pavillons (pendopo) des Penataran-Tempels nördlich von Blitar aus dem Ende des 14. Jahrhunderts. Alle drei Orte liegen in Ostjava. Hängende Buckelgongs, die einzeln senkrecht aufgehängt oder an einer Schnur in der Hand gehalten werden, sind am Haupttempel von Penataran (datiert 1347, die älteste bekannte Darstellung eines großen Gongs auf Java),[8] einem weiteren Tempel und schließlich am zentraljavanischen Candi Sukuh aus dem 15. Jahrhundert, dem letzten javanischen Steintempel vor der Islamisierung Javas, abgebildet.[9]
Die frühesten beiden Abbildungen des hantelförmigen reyong gehören zu einem vollplastischen Relieffries am Kediri-Tempel, das zwei einzelne Spieler stehend oder sitzend zeigt.[10] Auf dem Relief vom Ngrimbi-Tempel sitzt der von Pflanzenranken umgebene Musiker am Boden und schlägt die Gongs des quer auf seinem Schoß liegenden reyong mit zwei dicken Schlägeln.
Auf den Reliefplatten an der 1375 datierten Terrasse für den pendopo im Penataran-Tempel sind vier sitzende reyong-Spieler zusammen mit einem Zimbel-Spieler zu sehen. Den unterschiedlichen Positionen ihrer Schlägel nach zu urteilen spielen die vier Musiker ineinander verzahnte, polyrhythmische Tonfolgen, wie es auch bei der heutigen Form der Gongreihe reyong üblich ist.[11] Weitere Musiker spielen das Bambus-Xylophon gambang.[12] Die reyong-Spieler gehören zu zwölf Reliefplatten an der Westseite der Terrasse, die möglicherweise zusammenhängende Ereignisse um den in der javanischen Erzähltradition beliebten Prinzen Panji illustrieren. Die romantischen Panji-Erzählungen werden neben anderen Theaterformen im Wayang beber inszeniert. Die erste Paneele zeigt ein Schiff im Wasser mit drei Männern: Panji, einen seiner kadeyan (Freund, Begleiter) und einen panakawan (Diener). In der nächsten Szene erscheint ein Adliger mit Kappe, der Panji gleichgestellt ist, und beobachtet die reyong-Spieler, die auch alle eine Kappe tragen. Eine junge Dienerin steht neben den Musikern und hält die Arme nach oben, als würde sie tanzen. Offenbar sind Panji und seine Begleiter an Land gegangen und werden mit Musik und vielleicht mit Tanz empfangen. Später sind ein Pavillon mit sechs Säulen und Panji zu sehen, der wohl einen religiösen Würdenträger aufsuchen möchte, um sich Ratschläge zu holen für das beabsichtigte Treffen mit seiner seit langem vermissten Geliebten.[13]
Ein abgelegener Fundort eines Reliefs, das ein hantelförmiges reyong darstellt, ist die Ruine des Ziegeltempels Si Joreng Belangah im Regierungsbezirk Padang Lawas Utara im Norden Sumatras. Dort blieb der Steinsockel einer Kultsäule (stambha) erhalten, der auf jeder der vier Seiten ein kleines Relieffeld mit einer menschlichen Figur besitzt. Auf einem der Felder ist ein stehender Mann mit nach außen gedrehten Füßen und gewinkelten Knien zu sehen, der mit der rechten Hand auf ein reyong zu schlagen scheint, das mit einem Band an seiner linken Schulter hängt. Zusammen mit den Figuren auf den anderen Relieffeldern könnte es sich um die Darstellung von Musik und Tanz während der Aufstellung der Stele handeln.[14] Die Gruppe der schlecht erhaltenen Ziegeltempel von Padang Lawas erlebte ihre Blütezeit vermutlich vom 12. bis zum 14. Jahrhundert.[15]
Im Pararaton, einer auf Altjavanisch (Kawi) verfassten Geschichtschronik aus dem 16. Jahrhundert, das die Zeit der ostjavanischen Reiche Singhasari und Majapahit behandelt, wird in Kapitel 10 die Schlacht von Bubat (1357) zwischen Majapahit und den Sundanesen im Westen der Insel geschildert. Es heißt dazu, ein Gebrüll des reyong habe zusammen mit dem Kriegsgeschrei der sundanesischen Truppen das Schlachtfeld erschüttert. Die Sundanesen verwendeten offenbar das reyong, um den Kampfgeist der Truppe anzufeuern.[16]
Ende des 19. Jahrhunderts waren die hantelförmigen reyong aus Java verschwunden, wo sie bis zu dieser Zeit noch im Regierungsbezirk Banjarnegara vorkamen. Ihr letzter Einsatz in Banjarnegara war an zwei lebaran genannten offiziellen islamischen Feiertagen (Eid al Fitr und Eid ul-Adha). Die Musiker trugen die reyong bei Straßenprozessionen an einem Band um den Hals. Ansonsten wurden hantelförmige reyong 1925 in der Stadt Padang an der Westküste Sumatras in einem kleinen Gamelan gesehen, das nach alter javanischer Tradition eine Aufführung von sinnlich-erotischen Unterhaltungstänzerinnen (ronggeng, auch talèdhèk) begleitete.[17]

Im 20. Jahrhundert wurden hantelförmige reyong ansonsten nur noch vereinzelt in einigen altertümlichen Gamelans auf Bali eingesetzt. Stattdessen werden heute die Gongs des reyong wie bei fast allen melodiefähigen Gongspielen in Indonesien liegend in einer Reihe angeordnet. Das älteste erhaltene javanische Gamelan ist das wahrscheinlich Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts in der Majapahit-Periode in Zentraljava entstandene gamelan monggang (oder munggang), das auf eine aus drei Tönen pro Oktave bestehende pélog-Skala gestimmt ist. Die Melodie produzieren vier Buckelgongreihen bonang mit jeweils drei Buckelgongs, die nebeneinander auf einem Gestell liegen.[18] Weitere Schlaginstrumente sind einzelne Gongs (kenong, penontong, gong ageng) und Fasstrommeln (kendang).[19] Dieses religiös verehrte Gamelan wurde der Legende nach den Javanern zusammen mit dem Gong in alter Zeit von Gott Batara Guru gegeben.[20] Die vier bonang dieses Gamelans werden im Kraton von Yogyakarta aufbewahrt. Sie sollen laut einem javanischen Manuskript vom Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Jahr 347 n. Chr. stammen. Die Historizität dieser Jahreszahl lässt sich nicht nachweisen.[21]
Neben dem reyong gehört das Gongspiel trompong mit zehn liegenden Buckelgongs zu den Melodieinstrumenten in mehreren balinesischen Gamelans.[22] Das trompong ist tiefer gestimmt als das reyong und wird als wesentlicher Unterschied nur von einem Musiker als (manchmal) führendes Melodieinstrument gespielt. Buckelgongreihen im javanischen Gamelan sind Varianten vom bonang und von nebeneinander gestellten kenong. Verwandt mit zentraljavanischen Gamelans ist das Malay gamelan etwa in der malaysischen Provinz Terengganu. Ein nur auf der Insel Roti vorkommendes Gongspiel ist das aus neun hängenden Buckelgongs bestehende meko.
Ob die Buckelgongs wie in Indonesien und den Südphilippinen in geraden Einzel- und Doppelreihen oder wie auf dem südostasiatischen Festland generell im Kreis (khong wong yai in Thailand) angeordnet werden, ist kein strukturelles Unterscheidungskriterium und bedeutet auch keine historische Abfolge. Die ältesten Buckelgongreihen in Java waren einreihig gerade, es gab aber einem Foto aus dem Kraton von Yogyakarta zufolge dort bis ins 19. Jahrhundert zumindest ein Gamelan, das zwei halbrund gebogene bonang besaß.[23] Beim javanischen kenong können mehrere Gestelle mit jeweils ein bis drei hohen Buckelgongs zu einem Rechteck um den in der Mitte sitzenden Musiker zusammengestellt werden.[24]
Bauform
Das altertümliche hantelförmige reyong besteht aus einer gedrechselten Holzstange mit einer konischen Verbreiterung an den Enden, deren Durchmesser so groß ist, dass jeweils ein Buckelgong aus Bronze aufgesteckt oder lose angesetzt werden kann. Die Gongs haben einen halbrunden Buckel in der Mitte und einen hohen, nach unten konisch enger werdenden Rand. Der sitzende Musiker legt den Holzstab vor sich quer auf seine Oberschenkel, während der Musiker beim Gehen das Instrument in Hüfthöhe an einem um den Hals gehängten Band trägt. Auf den Steinreliefs an den javanischen Tempeln erscheinen die reyong aus bearbeitungstechnischen Gründen in der Mitte mit größeren Durchmessern, weshalb sie von früher von Archäologen für Sanduhrtrommeln gehalten wurden.[25] Diese reyong werden paarweise eingesetzt, sodass zwei Musiker vier Töne hervorbringen.
Das reyong in den heutigen balinesischen Gamelans besteht aus einer Reihe von Buckelgongs, die auf einem langgestreckten rechteckigen Holzkasten liegen. In seiner größten Form, die im gamelan gong kebyar eingesetzt wird, ergeben zwölf Gongs einen Tonumfang von zweieinhalb Oktaven. Um frei schwingen zu können, ruhen die Buckelgongs auf zwei längs über den Resonanzkasten gespannten Schnüren. Die Schnüre verlaufen über Querhölzer, mit denen die Gongs voneinander getrennt werden. Die vier Musiker sitzen in einer Reihe nebeneinander auf einer Seite des reyong und bedienen zwei bis vier Gongs. Die Schlägel (panggul) sind gerade Holzstäbe, die im vorderen Drittel mit einer Stoffwicklung gepolstert sind, wobei die Stabspitze nicht umwickelt ist. Damit lassen sich bei einem Gong zwei Klänge produzieren: der übliche, zur Melodiebildung dienende Schlag mit dem gepolsterten Bereich des Schlägels auf den Buckel und ein weiterer Schlag mit der Spitze auf die obere Fläche des Gongs, der – gedoppelt mit den Schlägen des Beckens ceng-ceng kopyak – perkussiven Charakter hat. Soll der Nachklang gedämpft werden, wird der zweite Schlägel auf den Buckel gelegt, während der erste Schlägel den nächsten Gong anschlägt.[26]
Im gamelan angklung wird üblicherweise ein reyong mit acht Buckelgongs verwendet. Kleinere reyong für das gamelan gong gede besitzen vier bis sechs Gongs.
Die an der Sichtseite aufwendig mit ornamentalen Schnitzereien verzierten und mit Goldfarbe bemalten Resonanzkästen enthalten hinduistische Darstellungen wie die Trimurti, verkörpert in ihrem Symbol padmamula (Sanskrit, „Lotoswurzel“). Ein fratzenhaftes Gesicht in der Mitte reicht mit einem beschnitzten Sockel oder mit Füßen bis auf dem Boden und stützt so den langen Kasten. Das vollplastisch geschnitzte Gesicht stellt Bath dar, eine mächtige Schutzgottheit, die ansonsten über den Toren von Tempeln oder an Schreinen erscheint, um Unreinheiten oder Dämonen abzuhalten. Eine ähnliche Schutzfunktion kommt bei vielen Instrumenten einem in der Mitte angebrachten Lebensbaum gunungan (oder kayonan) zu, der wie der Tontopf kumbha, aus dem Blumen herausquellen, auch als Fruchtbarkeitssymbol gilt.[27]
Spielweise

Die hörbare Melodie der Gamelans setzt sich aus den Tonfolgen einzelner Musiker und ihrer Instrumente zusammen. Für alle balinesischen Gamelans sind schnelle Tonfolgen und ein präzises Zusammenspiel der Musiker charakteristisch. Die melodische Grundstruktur (pokok) wird mit einer langsamen Tonfolge in einer tiefen Oktave vorgegeben und von anderen Melodieinstrumenten (meist Metallophonen) in höheren Oktaven und mit doppeltem Tempo ausgeschmückt. Das Metallophon gangsa und die Gongreihe reyong produzieren bei ihrem Zusammenspiel ineinander verzahnte (englisch interlocking, indonesisch für Bali kotekan, auch candatan) rhythmische Strukturen, eine Technik, die etwa auch den Vokalstil des Tanzdramas kecak prägt.[28] Dabei ergänzen sich zwei unterschiedliche Schlagfolgen: der betonte polos auf dem Beat und die dazwischen gesetzten Schlagfolgen sangsih. Das Ergebnis ist ein vier- bis achtfach höheres Schlagtempo gegenüber der Melodielinie pokok.[29]
Bei einem kotekan empat („vier kotekan“, bezieht sich auf die Zahl der übereinander geschichteten Tonstufen der rhythmischen Struktur) besteht die sangsih-Schlagfolge aus einem hohen und einem tiefen Ton, die der Musiker auf zwei Klangplatten/Gongs mit Pausen dazwischen spielt (Zeilen 1 und 2 in der grafischen Darstellung). Die polos-Schlagfolge wird ebenfalls mit einem hohen und einem tiefen Ton mit Pausen dazwischen an versetzten Stellen ausgeführt (Zeilen 3 und 4). Im Ergebnis (Zeilen 5 bis 8) erfolgt zu jeder Zeiteinheit mindestens ein Schlag.[30]
Gamelan angklung
Das balinesische gamelan angklung ist traditionell ein Zeremonialorchester der Dörfer, das nie zu den höfischen Gamelans gehörte. Trotz des Namens angklung werden im gamelan angklung heute selten Schüttelidiophone aus Bambus verwendet, dafür mehrere Metallophone vom Typ gendèr mit jeweils vier Klangplatten und verschiedene Gongs. Anstelle von zwei in der alten Form der Gamelans gebrauchten hantelförmigen reyong tritt eine Gongreihe reyong mit acht Buckelgongs, die von vier Spielern bedient werden. Jeder der in einer Reihe sitzenden Spieler schlägt zwei Gongs.
Die Besonderheit des gamelan angklung ist die Skala von vier Tönen pro Oktave aus der fünfstufigen Tonskala slendro. Das reyong hat somit einen Tonumfang von zwei Oktaven. Die Instrumente des gamelan angklung sind relativ klein und leicht, sodass sie auch bei Prozessionen getragen werden können. Fotos aus den 1930er Jahren zeigen Musiker mit hantelförmigen reyong und mit großen einzelnen Gongs, die an einem Band an der Schulter hängen. Zwei hintereinander gehende Musiker tragen gemeinsam eine Bambusstange auf ihren Schultern, an der vor jedem Musiker an einer Schnur ein Metallophon mit vier Klangplatten über einem rechteckigen Resonanzkasten herabhängt.[31] Neben den hantelförmigen reyong und Vier-Platten-Metallophonen bestand ein altes gamelan angklung aus einigen einzelnen Buckelgongs kempur (mittelgroßer hängender Gong, unter anderem im gamelan gong kebyar verwendet),[32] kempli (auf einem Holzgestell liegender Gong),[33] zwei kleine Fasstrommeln kendang angklung und einigen rincik (oder ceng-ceng ricik, zwei bis sechs nebeneinander mit der Schale nach oben auf einem flachen Kasten montierte kleine Becken, auf die der Spieler mit zwei anderen Becken in den Händen schlägt).[34] Für die Melodiebildung in diesem alten Gamelan sind die Metallophone zuständig: zwei jegogan, vier oder sechs größere gangsa gantung und eine entsprechende Zahl kleinerer gendèr, die eine Oktave höher klingen. Die gangsa geben die Melodie vor, von der einzelne Töne durch die jegogan hervorgehoben werden. Die vier Gongs des hantelförmigen reyong tragen zur Verzierung der Melodie bei, während der kempur (falls vorhanden im Verein mit dem kempli) die Zählzeiten betont. Die hier verwendeten reyong angklung werden auch klèntèng genannt. Ein solches Orchester, das auch als gamelan klèntèng(an) bekannt ist und leiser klingt als das gamelan gong, begleitete zeremonielle Prozessionen vom Dorf zu einem außerhalb gelegenen Tempel oder Schrein.[35]
Ein modernes, in der Umgebung von San Francisco auftretendes gamelan angklung ist das Gamelan Anak Swarasanti. Es verwendet als Vier-Platten-Metallophone für die Hauptmelodie mehrere pemade, für die Verdoppelung oder Verzierung dieser Melodie eine Oktave höher gestimmte kantilan, eine weitere Oktave höher gestimmte kuwir und für die Basslinie zwei jegogan, die eine Oktave tiefer als das pemade gestimmt sind. Hinzu kommen ein reyong mit acht Buckelgongs, ein einzelner Gong kempul, ein Gong kajar als Taktgeber, ein Paarbecken ceng-ceng, die Bambusflöte suling und zwei Trommeln kendang. Der Leiter des Ensembles gibt mit seiner Trommel den Rhythmus vor und markiert Tempowechsel.[36]
Falls angklung zum Ensemble gehören sollen, werden für vier Musiker vier Instrumente benötigt, die je einen Ton produzieren. Üblich ist beim alten, früher im Regierungsbezirk Karangasem gespielten gamelan angklung ein angklung aus drei Bambusröhren unterschiedlicher Längen, die beim Schütteln einen Ton in drei Oktaven produzieren. Die auf unterschiedliche Tonhöhen gestimmten angklung ergänzen eine einfache kreuzrhythmische Struktur, wenn sie allgemein der Melodielinie folgen. Die angklung können auch enger der reyong-Begleitung folgen. Hierbei fällt der Ton des ersten angklung mit der rechten Hand des ersten Spielers eines hantelförmigen reyong und das zweite angklung mit dessen Schlag der linken Hand zusammen.[37]
Gamelan gong gede

Neben der Musiktradition auf den Dörfern wurde auf Bali stets parallel eine höfische Musik gepflegt. Beide Musikformen basieren auf hinduistischen Ritualpraktiken, die nicht wie auf Java durch die Islamisierung im 15. Jahrhundert nach dem Ende des letzten hinduistischen Reiches Majapahit verdrängt wurden. Damals floh die hinduistische Aristokratie aus Java nach Bali und brachte ihre höfische Kultur mit. Auf Bali regierten die Majapahit-Herrscher bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Die gesamte Majapahit-Herrschaft gilt als die mittlere Periode der balinesischen Geschichte. Auf diese Zeit geht das altehrwürdige gamelan gong gede („großes/majestätisches Gong-Orchester“, kurz gamelan gong) zurück. Es ist das mit seiner großen Zahl an Instrumenten, die von 40 oder mehr Musikern gespielt werden, und mit der Größe seiner Gongs beeindruckendste Orchester für höfische Zeremonien und Tempelrituale. Den Unterhalt solcher Orchester konnten sich nur Herrscherhäuser leisten. Etwas reduzierte Versionen des gamelan gong gede werden bis heute gespielt.[38]
Das gamelan gong gede ist das größte unter den heute über 25 balinesischen Orchestertypen. In seiner klassischen Form war es bereits in den 1930er Jahren, als Colin McPhee die balinesische Musik erforschte, auf dem Rückzug. Heute ist es nur noch vereinzelt in zentralbalinesischen Bergregionen im Norden der Regierungsbezirke Gianyar und Bangli anzutreffen.[39] Alle bedeutenden staatlichen oder religiösen Zeremonien wurden früher mit gending gong genannten Kompositionen durch dieses Gamelan eröffnet.
Melodieführend sind mehrere Metallophone. Das gamelan gong gede des Dorfes Sulaan[40] im Regierungsbezirk Bangli besteht, so wie es Colin McPhee in den 1930er Jahren vorfand, aus sechs hoch tönenden Metallophonen saron für die Kernmelodie (pokok gending), sechs tief tönenden saron, vier penyachah (Metallophone, gestimmt wie die hoch tönenden saron) sowie vier jublag und vier jegogan. Alle sind Metallophone unterschiedlicher Größen mit je fünf Klangplatten, letztere dienen zur Betonung einzelner Melodietöne. Mit den hinzukommenden Gongreihen wird die Melodie erweitert: trompong gedé (tief tönend) und trompong barangan (hoch tönend) mit je zehn Klangplatten und reyong mit vier Klangplatten, die d2–e2–gis2–a2 gestimmt sind. Die weiteren einzelnen Gongs betonen in unterschiedlichen Funktionen den Rhythmus: ponggang (zwei große topfförmige Buckelgongs waagrecht nebeneinander), bendé (ein hängender Gong mit einem abgesenkten Buckel), kempli, kempur sowie zwei große hängende gong ageng (gong lanang und gong wadon). Den Rhythmus und das Tempo geben die Trommeln kendang lanang und kendang wadon vor, sechs ceng-ceng sorgen für eine polyrhythmische Ergänzung.[41] Allgemein gehört zum gamelan gong gede ein reyong mit vier bis sechs Buckelgongs.
Gamelan gong kebyar
Am häufigsten gespielt werden heute reyong mit zwölf Gongs in einer langen Reihe. Sie gehören zu dem Anfang des 20. Jahrhunderts modernisierten gamelan gong gede, das als gamelan gong kebyar zum jüngsten und am weitesten verbreiteten Gamelan geworden ist. Als die Niederländer nach mehreren Schlachten schließlich 1908 ganz Bali erobert, die Unabhängigkeit der Insel „beendet“ (puputan) und ihrem Kolonialbesitz einverleibt hatten, entstand das gamelan gong kebyar in den folgenden Jahren im nordbalinesischen Regierungsbezirk Buleleng.[42] Die erste öffentliche Aufführung des neuen Gamelans mit einer lauteren, dramatischeren und schnelleren Spielweise als bisher üblich fand im Dezember 1915 anlässlich eines Musikwetbewerbs im Dorf Jagaraga statt.[43]
Kebyar steht für das durch harte metallische Klänge charakterisierte Gamelan und den dazugehörenden Tanzstil. Für ein typisches gamelan gong kebyar sind 25 Musiker ausreichend. Die Kompositionen verwenden fünf Töne aus der siebenstufigen Skala pélog. Das Instrumentarium ist weitgehend standardisiert. An die Stelle der saron als führende Melodieinstrumente treten neun oder zehn gangsa gantung in zwei unterschiedlichen Größen. Zu den melodieführenden Metallophonen gehören auch zwei calung (auch jublag) mit fünf Klangplatten, zwei größere jegogan, eine Oktave tiefer gestimmt als die calung, und zwei penyacah, eine Oktave höher als die calung.[44]
Während die Gongreihe trompong nur manchmal eingesetzt wird, bildet das von vier Musikern gespielte reyong die Besonderheit dieses Gamelans. Sein Tonumfang von zweieinhalb Oktaven bei der fünfstufigen Skala reicht von e1 bis g3 und erstreckt sich damit von siebten Ton des tiefen Metallophons ugal (das tiefste gangsa) bis zum achten Ton des hohen kantilan. Der Tonumfang aller Instrumente des Gamelans umfasst fünf Oktaven.[45]
Jeder der vier Musiker eines reyong bedient zwei bis vier Gongs, bei bestimmten Kompositionen kann ein Musiker gelegentlich zu einem oder zwei Gongs im Bereich des Nachbarn ausgreifen. Die fünf Tonstufen im balinesischen Gamelan werden ding (cis), dong (d), deng (e), [deung], dung (gis) und dang (a) [daing] genannt.[46] Die zwei Solfège-Silben in eckigen Klammern sind die weggelassenen Tonstufen der pélog-Skala. Die vier Sitzpositionen am reyong lauten Michael Tenzer (2000) zufolge:
- penyorog (von sorog, „stoßen/antreiben“) mit den drei Gongs deng, dung und dang,
- pengenter („Führer“) mit den drei Gongs ding, dong und deng,
- ponggang (Name von zwei Buckelgongs im gamelan gong gede) mit den zwei Gongs dung und dang und
- permetit (auch petit, „ein kleines“) mit den vier Gongs ding, dong, deng und dung.
Die Gongs werden nacheinander zur Melodiebildung geschlagen, gelegentlich verdoppelt jedoch der permetit-Spieler in der höheren Oktave die Schläge des pengenter-Spielers. Laut Colin McPhee (1966) verdoppeln generell Spieler 3 und 4 in der höheren Oktave die Melodiefolgen der Spieler 1 und 2, nur wenn in der oberen Oktave die höchsten Gongs nicht mehr ausreichen, müssen andere Gongs geschlagen werden. Zwischen den reyong- und gangsa-Spielern herrscht teilweise eine gewisse Freiheit, wenn sie unabhängig der Melodielinie folgen, ansonsten produzieren reyong und gangsa präzise Doppelungen derselben Töne, vor allem an Stellen, an denen die Melodie besonders klar hervortreten soll.[47]
Die weiteren einzelnen Gongs kempli, klentong (oder kemong) und kempur dienen wie in anderen Gamelans zur rhythmischen Betonung und zwei gong (gong wadon und gong lanang) markieren Anfang und Ende eines Melodiezyklus. Außerdem gehören zum Ensemble Trommeln kendang, die Bambusflöte suling, die Spießgeige rebab und Becken ceng-ceng.[48]
Balaganjur

Balaganjur („Gamelan der marschierenden Krieger“), auch beleganjur oder gamelan bebonangan (abgeleitet vom Gongspiel bonang), ist ein bei religiösen Prozessionen und staatlichen Feiern verwendetes Gamelan. Früher wurden die lautstarken Trommel- und Beckenschläge auch in der militärischen Marschmusik bei Kriegen zwischen den balinesischen Kleinreichen eingesetzt. Heute gehört das Prozessionsorchester balaganjur zu den Bestattungritualen ngaben (Verbrennungszeremonie) und memukur (Reinigungszeremonie nach der Beisetzung), zu odalan (große Tempelfeste), zu mecaru (Besessenheitsrituale) und zu melis (Zeremonien zur Verehrung der Götter und Ahnen). Das gamelan balaganjur wird in eine magische Beziehunmg zu den Erddämonen gestellt.
Die hierfür eingesetzten Musikinstrumente werden zum Gebrauch beim Marschieren hergerichtet. Eine übliche Besetzung besteht aus zwei Trommeln (lanang, „männlich“ und wadon, „weiblich“), acht ceng-ceng (Paarbecken) für acht Spieler, vier Gongs, die aus dem reyong-Kasten herausgenommen und von den Spielern einzeln in der Hand gehalten werden, ein ponggang (zwei mittelgroße Gongs, von zwei Spielern in der Hand gehalten), ein bendé (auch bebende, großer hängender Gong mit eingetieftem Buckel), ein kajar (auch kempluk, mittelgroßer hängender Gong mit eingetieftem Buckel), ein kempli (größer und tiefer als der kajar), ein kempur (großer hängender Buckelgong), ein gong lanang und ein gong wadon (der größte und tiefste hängende Buckelgong). Alle Gongs werden einzeln getragen.
Der kajar sorgt für eine stetige rhythmische Struktur mit acht Zählzeiten und fungiert als Referenz für die schneller gespielten kendang, reyong und ceng-ceng. In derselben Geschwindigkeit wie der kajar, aber nicht mit jedem Schlag des kajar zusammenfallend, spielen die beiden ponggang eine ostinate Folge von zwei Tönen. Die reyong ergänzen in vierfachem Tempo zwischen die ponggang-Schläge fallende Verzierungen. Ponggang und reyong ergeben zusammen die Melodie, die aus vier Tönen der Fünf-Ton-Skala des gamelan gong kebyar besteht. Von den fünf Tönen aus der pélog-Skala wird der unterste (ding) weggelassen.[49] Das gesamte komplexe Rhythmusmuster lässt sich nach der Geschwindigkeit der Schlagfolgen den einzelnen Instrumenten zuordnen: Alle einzelnen Gongs produzieren Schläge in einfachem Tempo bis auf den bendé, der in doppeltem Tempo geschlagen wird. Reyong, ceng-ceng und kendang werden in vierfachem Tempo geschlagen. Die letztgenannten Schlaginstrumente füllen die rhythmischen Zwischenräume aus oder sie verdoppeln die rhythmische Grundstruktur.[50]
Durch moderne Kompositionen wurde der balaganjur zu einer virtuosen musikalischen Form entwickelt, die als kreasi balaganjur über die traditionelle Form gamelan gong kuno (auch kuna, „traditionell, althergebracht, altmodisch“) bei zeremoniellen Anlässe hinausgewachsen ist und heute zu den beliebtesten Kunstmusikstilen Balis zählt.[51]
Lombok
Die Musik von Lombok ist stark von den Gamelans der Nachbarinsel Bali beeinflusst. Während auf Bali das gamelan gong kebyar in den 1920er und 1930er Jahren große Popularität erlangte und als Begleitung einiger Tanztheaterstile eingeführt wurde, hatte dieses Gamelan in den 1950er Jahren einen ähnlichen Einfluss auf Lombok. Für die balinesische Minderheit auf Lombok blieb das alte gamelan gong kuna in gegenüber Bali reduzierter Besetzung das hauptsächliche religiöse Zeremonialorchester.[52] Mehrere kleine réong in Gestalt von zwei Buckelgongs nebeneinander in einem Gestell werden im gamelan gendang beleq, im gamelan tawa-tawa und im gamelan gong Sasak verwendet. Viele muslimische Sasak, die auf Lombok die Mehrheitsbevölkerung bilden, lehnen aus religiösen Gründen Musikinstrumente aus Bronze ab. Als Ersatz dienen die auch in der islamischen Musik tolerierten Rahmentrommeln rebana. Im Ensemble rebana reong übernehmen im Halbkreis um den Musiker angeordnete, gestimmte Rahmentrommeln die Funktion von Gongs als Melodieinstrument.
Literatur
- Jaap Kunst: Music in Java. Its History, its Theory and its Technique. 3. Auflage herausgegeben von Ernst L. Heins. Zwei Bände. Martinus Nijhoff, Den Haag 1973
- Colin McPhee: Music in Bali. A Study in Form and Instrumental Organization in Balinese Orchestral Music. Yale University Press, New Haven/London 1966
- Arsenio Nicolas: Gongs in Java, 13th to 16th Century: A Survey of Temple Bas-reliefs, Inscriptions and Literary Texts. Vortrag beim 12th Borobudur Writers and Cultural Festival Universitas Negeri Malang, East Java, Indonesia, 23.–27. November 2023
- Ruby Ornstein: Reyong. In: Grove Music Online, 2001
- Gretel Schwörer-Kohl: Gong und Gongspiele. (1995) In: MGG Online, November 2016
- Michael Tenzer: Gamelan Gong Kebyar: The Art of Twentieth-Century Balinese Music. (Chicago Studies in Ethnomusicology) University of Chicago Press, Chicago 2000
- Philip Yampolsky, Dr Sumarsam, Lisa Gold, Tilman Seebass, Benjamin Brinner, Michael Crawford, Simon Cook, Matthew Isaac Cohen, Marc Perlman, Virginia Gorlinski, Margaret J. Kartomi, Christopher Basile, R. Anderson Sutton, Franki Raden: Indonesia. In: Grove Music Online, 2001
Weblinks
- Belajar dasar gamelan reyong. Youtube-Video
- Awesome reyong-Pengipuk Kebyar Legong. Youtube-Video