Richard Smallwood

US-amerikanischer Gospelmusiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Richard Lee Smallwood (* 30. November 1948 in Atlanta, Georgia; † 30. Dezember 2025 in Sandy Spring, Maryland[1]) war ein US-amerikanischer Gospelmusiker.[2]

Richard Smallwood (2007)

Leben

Richard Smallwood wurde am 20. November 1948 in Atlanta geboren. Er studierte an der Howard University klassischen Gesang und Klavier ab und absolvierte zusätzlich ein Aufbaustudium in Musikethnologie. Smallwood war Mitglied der Celestials, der ersten Gospelgruppe der Howard University. Die Gruppe war der erste Gospel-Act, der beim Montreux Jazz Festival in der Schweiz auftrat. Smallwood war gründete gemeinsam mit einigen Mitstudenten den ersten Gospelchor der Universität. 1977 gründete er in Washington D.C. die Richard-Smallwood-Singers.

Die Gruppe veröffentlichte 1982 das Album „The Richard Smallwood Singers“, was der Beginn von Smallwoods Karriere als Gospelmusiker war. Das Album hielt sich 87 Wochen in den Billboard-Gospel-Charts. Sein Nachfolgealbum „Psalms“ wurde für einen Grammy nominiert. Zwei Jahre später erhielt auch sein Album „Textures“ eine Nominierung. „Textures“ enthielt den Song „Center Of My Joy“, den Smallwood zusammen mit Bill und Gloria Gaither geschrieben hatte. Smallwood gewann seinen ersten Grammy Award sowie einen Dove Award für seine Produktion des Albums „Handel's Messiah: A Soulful Celebration“ von Quincy Jones und Mervyn Warren.

Smallwoods Musik wurde von zahlreichen Künstlern aufgenommen, darunter Destiny’s Child, Yolanda Adams und Karen Clark-Sheard. Er begleitete die Opernsängerin Leontyne Price bei einer Weihnachtsfeier im Weißen Haus während der Amtszeit von US-Präsident Ronald Reagan. Mit seiner Gruppe Vision veröffentlichte Smallwood mehrere erfolgreiche Alben beim Label Verity. 2004 schloss er sein Masterstudium der Theologie an der Howard University ab und wurde 2006 in die Gospel Music Hall of Fame aufgenommen.

Zu Smallwoods bekanntesten Liedern zählen „Total Praise“, das er 1996 in einer Zeit der Trauer komponierte, und „I Love the Lord“, das durch Whitney Houston im Film „Rendezvous mit einem Engel“ (The Preacher’s Wife) populär wurde.

Smallwood starb am 30. Dezember 2025 im Alter von 77 Jahren[3] in Sandy Spring, Maryland, an Nierenversagen.

Einzelnachweise

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