Rilind Shemo
nordmazedonischer-österreichischer Fußballspieler
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Rilind Shemo (mazedonisch Рилинд Шемо; * 5. Februar 1988 in Struga, SR Mazedonien, SFR Jugoslawien) ist ein ehemaliger nordmazedonischer-österreichischer Fußballspieler, der zumeist als Abwehrspieler, insbesondere als Innenverteidiger, eingesetzt wurde.
| Rilind Shemo | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 5. Februar 1988 | |
| Geburtsort | Struga, SFR Jugoslawien | |
| Größe | 179 cm | |
| Position | Abwehrspieler (Innenverteidiger) | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| 1996–2002 | ASV Spratzern | |
| 2002–2007 | SKN St. Pölten | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| –2010 | SKN St. Pölten II | [1]mind. 21 (1) |
| 2007–2010 | SKN St. Pölten | 51 (0) |
| 2010 | → SC Zwettl (Leihe) | 11 (0) |
| 2010–2017 | ASV Spratzern | 193 (7) |
| 2018–2019 | SC Melk | 38 (4) |
| 2019–2021 | ASV Spratzern | 25 (2) |
| 2021–2023 | SC St. Pölten | 51 (2) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Karriere
Karrierebeginn in St. Pölten
Rilind Shemo wurde am 5. Februar 1988 in der Kleinstadt Struga im Südwesten der heutigen Republik Nordmazedonien – damals noch Teil SFR Jugoslawien – geboren, wo er die ersten Lebensjahre verbrachte und auch seine Schulausbildung begann. Noch im Kindesalter kam er mit seinen Eltern nach Österreich, wo er seinen Bildungsweg fortsetzte und im Dezember 1996 seines Vereinskarriere im Fußball beim ASV Spratzern begann. Dort durchlief er sämtliche Nachwuchsspielklassen und wechselte im Sommer 2002 in den Nachwuchsbereich des noch jungen SKN St. Pölten, über den er unter anderem das BNZ St. Pölten besuchte. Zuletzt war er in den Spielzeiten 2005/06 und 2006/07 Stammspieler im U-19-Kader und brachte es in diesen beiden Spielzeiten zur 48 Einsätzen und neun Toren in der Toto-Jugendliga U-19. In letztgenannter Saison schloss er mit der Mannschaft als Vizemeister hinter dem BNZ Vorarlberg ab.
Spätestens in der Saison 2007/08 schaffte er den Sprung in den Herrenfußball und war mit 29 von 30 möglich gewesenen Ligaeinsätzen einer der Stammspieler im Kader der ersten Kampfmannschaft mit Spielbetrieb in der drittklassigen Regionalliga Ost. Mit der von Martin Scherb trainierten Mannschaft verlor er nur ein einziges Saisonspiel und stieg am Ende als überlegener Meister in die zweitklassige Erste Liga und damit in den Profifußball auf. Des Weiteren zog er mit dem Team ins Halbfinale des ÖFB-Cups 2007/08 ein, der aufgrund der Europameisterschaft 2008 als reiner Amateurwettbewerb ausgetragen wurde. Unter Scherb gab er am 1. August 2008 bei einer 1:2-Auswärtsniederlage gegen den DSV Leoben sein Profidebüt, als er von Beginn an und über die volle Spieldauer durchspielte. Über die gesamte Spielzeit 2008/09 hinweg wurde er in 22 Meisterschaftsspielen eingesetzt, von denen er in einem Großteil in der Startformation stand und nur seltener als Einwechselspieler zu Einsätzen kam. Mit den St. Pöltnern beendete er die Meisterschaft im vorderen Mittelfeld und kam zusätzlich noch zu Einsätzen in den beiden Spielern von St. Pölten im ÖFB-Cup 2008/09. Über die gesamte Saison verteilt absolvierte er zudem acht Spiele für die Amateure in der fünftklassigen 2. Landesliga West, die mit dem Meistertitel und dem Aufstieg in die niederösterreichische Landesliga endete.
Frühes Ende der Profikarriere und Wechsel in den Amateurbereich
Nachdem er seine Laufbahn als Profi frühzeitig beendet hatte, war er in der Folge über mehrere Jahre als Stammkraft und Führungsspieler beim Amateurklub ASV Spratzern aktiv. In die Spielzeit 2009/10 startete er nur mehr als Spieler der Amateurmannschaft und kam bis zur Winterpause nur noch vereinzelt zu Freundschaftsspieleinsätzen für die Profis. Nach 13 Ligaspielen und einem Tor für die Amateure in dieser Saison wurde er noch im Winter an den eine Spielklasse höher spielenden SC Zwettl verliehen. Bei den Zwettlern wurde er von Helmut Lamatsch bis zum Saisonende in elf Meisterschaftsspielen eingesetzt und belegte am Ende den 16. und damit letzten Platz in der Regionalliga Ost, was den Abstieg in die Viertklassigkeit bedeutete. Nach dem Meisterschaftsende kehrte Shemo wieder nach St. Pölten zurück, beendete daraufhin seine kurze Profikarriere und schloss sich seinem ehemaligen Ausbildungsverein aus dem Stadtteil Spratzern an. Unter Karl Heinzl wurde Shemo in allen 26 Meisterschaftsspielen in der 2. Landesliga West eingesetzt, erzielte zwei Tore und beendete die Meisterschaft mit Spratzern auf Rang 3.
Unter David Langer verpasste er 2011/12 nur ein einziges Meisterschaftsspiel, steuerte abermals zwei Treffer bei und rangierte in der Endtabelle auf dem achten Platz. Erneut auf 25 Ligaeinsätze brachte er es in der nachfolgenden Saison 2012/13 unter Enver Keçi, in der Spratzern mit sechs Punkten auf den nächsten Verfolger Meister wurde und in die niederösterreichische Landesliga aufstieg. In der ersten Spielzeit nach dem Aufstieg schaffte Shemo mit dem Team nur knapp den Klassenerhalt und war selbst in 27 von 30 möglich gewesenen Ligaspielen eingesetzt worden. Zudem zog er mit der Mannschaft ins Finale des Niederösterreichischen Fußballcups ein und bezwang in diesem den SV Stripfing mit einem Gesamtergebnis von 5:3 aus Hin- und Rückspiel, was einen Startplatz im ÖFB-Cup 2014/15 bedeutete. In diesem schied Shemo mit den Niederösterreichern bereits in Runde 1 gegen den TSV St. Johann aus. In der Liga absolvierte er 2014/15 insgesamt 29 Meisterschaftspartien, in denen er zunächst unter Keçi, ab Ende Oktober unter Interimstrainer Dietmar Zeiss und wenige Wochen später unter Neuverpflichtung Andreas Gutlederer eingesetzt wurde. Die Mannschaft beendete die Saison auf dem 13. Platz.
In der Saison 2015/16 kam Shemo zu weniger Einsätzen als in den vorangegangenen Jahren und verpasste vor allem im Herbstdurchgang einige Meisterschaftsspiele. Unter Gutlederer bestritt er bis zum Saisonende 21 Ligaspiele, erzielte ein Tor und erreichte mit der Mannschaft den fünften Platz im Endklassement. Wieder häufiger im Einsatz war der Defensivakteur in der Spielzeit 2016/17, in der er nur eine Partie verpasste und mit Spratzern in der teils recht dicht gestaffelten Endtabelle auf Rang 9 abschloss. In der turbulenten Saison 2017/18, in der bereits vor Beginn ein Trainerwechsel stattfand und bis zum Saisonende vier verschiedene Trainer tätig waren, verließ er den Verein nach elf absolvierten Spielen und wechselte in der Winterpause 2017/18 zum SC Melk. Beim Klub mit Spielbetrieb in der 2. Landesliga West wurde er im Frühjahr vom Niederländer Ronald Kraaibeek in 13 Meisterschaftsspielen eingesetzt, wobei er drei Tore erzielte und am Saisonende mit der Mannschaft den vierten Platz belegte. In der erste vollen Saison wurde er von Kraaibeek und dem ihm in der Winterpause folgenden Genadi Petrow in 25 der 26 Partien eingesetzt und beendete die Meisterschaft mit dem Klub im Tabellenmittelfeld.
Im Anschluss kehrte er wieder zum ASV Spratzern zurück und wurde dort in der durch die COVID-19-Pandemie geprägten Spielzeit 2019/20 unter Enver Keçi und dem Nachfolgetrainer Goran Zvijerac in 16 Meisterschaftsspielen eingesetzt, ehe der Spielbetrieb aufgrund der Pandemie abgebrochen wurde. Auch die nachfolgende Saison 2020/21 konnte aufgrund der Pandemie nicht zu Ende gespielt werden; neun Spiele absolvierte der Abwehrspieler bis zum Meisterschaftsabbruch. Danach schloss er sich im Sommer 2021 dem von Frenkie Schinkels trainierten SC St. Pölten in der achtklassigen 2. Klasse Traisental/Alpenvorland an. Beim Achtligisten absolvierte Shemo 27 Ligaspiele, erzielte dabei ein Tor und feierte mit der Mannschaft am Saisonende den Meistertitel sowie den Aufstieg in die 1. Klasse West/Mitte. Nach weiteren 24 Ligaeinsätzen und einem Tor in der siebenthöchsten Spielklasse schaffte er mit der Mannschaft knapp den Klassenerhalt und beendete im Sommer 2023 seine Karriere als Aktiver.
Erfolge
- mit dem SKN St. Pölten
- Meister der Regionalliga Ost und Aufstieg in die Erste Liga: 2007/08
- mit dem SKN St. Pölten II
- Meister der 2. Landesliga West und Aufstieg in die Niederösterreichische Landesliga: 2008/09
- mit dem ASV Spratzern
- Meister der 2. Landesliga West und Aufstieg in die Niederösterreichische Landesliga: 2012/13
- Sieger des Niederösterreichischen Fußballcups: 2013/14
- mit dem SC St. Pölten
- Meister der 2. Klasse Traisental/Alpenvorland und Aufstieg in die 1. Klasse West/Mitte: 2021/22
Privates
Hauptberuflich ist Shemo heute (Stand: 2026) bei der Bildungsdirektion Niederösterreich im Zentralausschuss der Landeslehrer an allgemein bildenden Pflichtschulen beschäftigt.[2][3] Des Weiteren ist er als Gesellschafter an einem Immobilienunternehmen beteiligt.[4]
Weblinks
- Rilind Shemo in der Datenbank von transfermarkt.de
- Rilind Shemo in der Datenbank des ÖFB