Risikokind

Soziologie: Kinder die sich negativ entwickeln könnten From Wikipedia, the free encyclopedia

Als Risikokind oder noch häufiger (auch im deutschen Sprachraum) at-risk child oder child at risk, werden in der Soziologie Kinder bezeichnet, die der verstärkten Gefahr unterliegen sich negativ zu entwickeln. Damit ist meistens gemeint, dass sie zu Drogen greifen, kriminell werden oder in der Schule nur geringe Qualifikationen erwerben, sozialarbeiterisch also deviant werden.

Bei Jugendlichen spricht man von Risikojugendlichen, at-risk youth oder auch youth at risk.

Risikogruppen

Zu den Risikokindern zählen:

Fachliche Kritik an diesem Begriff

Es wird diskutiert, ob in der Begriffswahl des Risikokindes oder Risikojugendlichen nicht schon eine Zuschreibung im Sinne eines erblich angelegten Risikos stattfindet. Das soziale Problem ist also meist nicht der Risikoträger Risikokind/Risikojugendlicher, sondern auch und vor allem in der Umwelt und Sozialpolitik begründet.

Literatur

  • Stephan Ellinger et al.: Risikokinder in der Ganztagsschule. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2007, ISBN 3-17-019517-4.
  • Stephan Ellinger: „Risikofaktoren des weiteren sozialen Umfeldes“. In: Barbara Gasteiger-Klicpera et al. (Hrsg.): Sonderpädagogik der sozialen und emotionalen Entwicklung. (= Handbuch der Sonderpädagogik Bd. 3). Hogrefe Verlag, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8017-1707-0, S. 112–127.
  • Bernhard Meyer-Probst et al.: „Von der Geburt bis 25: Was wird aus Risikokindern?“ In: Christoph Leyendecker, Tordis Horstmann (Hrsg.): Frühförderung und Frühbehandlung: Wissenschaftliche Grundlagen, praxisorientierte Ansätze und Perspektiven interdisziplinärer Zusammenarbeit. Programm "Edition Schindele" im Universitätsverlag Winter, Heidelberg 1997, ISBN 3-8253-8010-6, S. 191–202.

Siehe auch

Einzelnachweise

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