Ritzleben

Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) From Wikipedia, the free encyclopedia

Ritzleben ist ein Ortsteil der Ortschaft Binde und der Stadt Arendsee (Altmark) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.[3]

Schnelle Fakten Stadt Arendsee (Altmark) ...
Ritzleben
Koordinaten: 52° 51′ N, 11° 21′ O
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 6,26 km²[1]
Einwohner: 70 (31. Dez. 2023)[2]
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Eingemeindet nach: Binde
Postleitzahl: 39619
Vorwahl: 039036
Ritzleben (Sachsen-Anhalt)
Ritzleben (Sachsen-Anhalt)
Lage von Ritzleben in Sachsen-Anhalt
Dorfkirche Ritzleben
Dorfkirche Ritzleben
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Geographie

Ritzleben, ein Straßendorf mit Kirche, liegt rund zehn Kilometer südwestlich des Arendsees und 13 Kilometer östlich der Kreisstadt Salzwedel. Östlich des Dorfes fließt der Klinkergraben, der in den Flötgraben mündet. Im Westen des Dorfes liegt ein großes Waldgebiet.[1]

Geschichte

Mittelalter bis 19. Jahrhundert

Im Jahr 1313 wird ein Arnoldo de Richleve als Zeuge in Salzwedel genannt.[4]

Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf als Imychleve aufgeführt.[5] Ernst Fidicin liest den Eintrag als Richleve.[6] Die von Knesebeck hatten hier Einkünfte. Die Mühle war schon 30 Jahre wüst.

Im Jahre 1481 wird der Ort als Ritzleue in einer Urkunde genannt.[7] Weitere Nennungen sind 1608 Rißleben, 1687 Ritzleben,[1] genauso sowie 1804 Ritzleben, Dorf mit zwei Freihöfen, einem Rademacher und einem Krug.[8]

Eingemeindungen

Ritzleben gehörte bis 1807 zum Arendseeischen Kreis, danach bis 1813 zum Landkanton Salzwedel im Königreich Westphalen, ab 1816 kam es in den Kreis Salzwedel, den späteren Landkreis Salzwedel in der preußischen Provinz Sachsen.[1]

Am 25. Juli 1952 kam die Gemeinde Ritzleben zum Kreis Salzwedel. Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Ritzleben in die Gemeinde Binde eingemeindet.[9]

Am 1. Januar 2010 wurde Binde in die Stadt Arendsee (Altmark) eingemeindet. So kam der Ortsteil Ritzleben am gleichen Tag zur neuen Ortschaft Binde und zur Stadt Arendsee.[10]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1734078
1774081
1789082
1798084
1801092
1818090
1840114
1864124
Jahr Einwohner
1871122
1885143
1892[00]143[11]
1895142
1900[00]149[11]
1905145
1910[00]121[11]
1925132
Jahr Einwohner
1939123
1946212
1964130
1971124
2011072
2012066
2013066
2014069
Jahr Einwohner
201571
201665
201760
2020[00]63[12]
2021[00]64[12]
2022[0]63[2]
2023[0]70[2]
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006[1] ab 2011 bis 2017[13]

Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Ritzleben, die früher zur Pfarrei Mechau gehörte,[14] wird heute betreut vom Pfarrbereich Fleetmark-Jeetze im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[15]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die evangelische Dorfkirche Ritzleben ist ein spätgotischer Feldsteinbau mit einem querrechteckigen Westturm.[16] Sie war eine Filialkirche der Kirche von Mechau. Bei Renovierungsarbeiten im Jahre 1961 wurden spätgotische Wandmalereien in der Kirche entdeckt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ritzleben liegt an der B 190. Der Bahnhof Mechau lag an der Bahnstrecke Salzwedel–Geestgottberg, auf der seit 2004 kein regelmäßiger Verkehr mehr stattfindet.

Literatur

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1785–1787, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 142 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
  • J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 344, 138. Ritzleben (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Commons: Ritzleben – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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