Er setzte sich kritisch am Fallbeispiel von Stuttgart mit den Stadtstrukturen der Nachkriegsmoderne auseinander und entwickelte aus den Vorbildern historischer Städte neue Straßen- und Platzräume für das Leben in der Stadt. 1975 veröffentlichte er seine Untersuchungen in dem Buch „Stadtraum in Theorie und Praxis“[4], das ihn international bekannt machte.[5]
1976 gründete Krier in Wien ein eigenes Büro. Beispiele seiner frühen stadtplanerischen Tätigkeit sind die im Zuge der IBA in Berlin realisierten Blockrandbebauungen an der Ritterstraße (1977–1980)[7], die Stadtvillen an der Rauchstraße (1980) sowie die Wohnhausanlage Breitenfurter Straße in Wien (1981–1987) und das Projekt Kirchsteigfeld in Potsdam (1992–1997), das er gemäß seiner städtebaulichen Vorgaben mit 24 Architekturbüros umsetzte.
Wohnhausanlage Breitenfurter Straße 401–413 mit dem Mahnmal 'Schatten und Licht' im zentralen Rundhof, WienBürohaus Muzentoren mit Christoph Kohl, Den HaagBrandevoort, Helmond, NL
1993 verlegte Krier sein Büro von Wien nach Berlin und führte es dort mit Christoph Kohl weiter.[8] Sie verwirklichten von 1993 bis Mitte 2010 städtebauliche Projekte in ganz Europa mit Planungsschwerpunkten in den Niederlanden: De Resident (1889–2001) und 't Haegsch Hof (2006–2010)[9] in Den Haag, Noorderhof in Amsterdam (1995–1999), Meander in Amsterdam (1995–2006), Brandevoort bei Helmond (seit 1996), Citadel Broekpolder in Beverwijk-Heemskerk (seit 2001), Gildenkwartier in Amersfoort (1997–2005) und Slot Haverleij bei Herzogenbusch (1998–2011). Viele seiner Bauten und Plätze schmückte Rob Krier mit seinen bildhauerischen Werken.
2003 schenkte Rob Krier seinen kompletten Vorlass dem Deutschen Architekturmuseum[10], das vom 6. August bis 30. Oktober 2005 die Ausstellung ROB KRIER. Ein romantischer Rationalist. Architekt und Stadtplaner zeigte.[11]
Rob Krier im Interview mit Lukas Fink, Tobias Fink, Ruben Bernegger:Rob Krier.In:Berliner Portraits.Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin,September 2019,abgerufen am 21.November 2023.