Robert Dennison

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Robert Lee Dennison (* 13. April 1901 in Warren, Warren County, Pennsylvania; † 14. März 1980 im Marinekrankenhaus in Bethesda, Montgomery County, Maryland) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Atlantikflotte, einer Vorgängerorganisation des späteren United States Fleet Forces Commands.

Robert Dennison

Er war ein Sohn von Ludovici Waters Dennison (1870–1937) und dessen Frau Laura Florence Lee (1877–1965) und besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat. Im Jahr 1923 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral.

Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem eine Ausbildung zum U-Boot-Offizier, eine Weiterbildung an der Marineakademie, das Pennsylvania State College und die Johns Hopkins University.

Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Er diente sowohl auf Überwasserkriegsschiffen als auch in U-Booten. Im Lauf der Jahre wurde er mit einigen Kommandos über verschiedene Kriegsschiffe betraut. Dazu gehörte das Bergeschiff USS Ortolan (AM-45), das U-Boot USS Cuttlefish (SS-171) und der Zerstörer USS John D. Ford. Zwischen diesen Aufgaben als Seeoffizier war Dennison in den Jahren 1933 bis 1935 auf der technischen Erprobungsbasis der Marine in Annapolis (Engineering Experiment Station, Annapolis) stationiert. Im weiteren Verlauf war er in den Jahren 1938 und 1939 stellvertretender Marineinspekteur bei der Electric Boat Company in New London in Connecticut.

Zur Zeit des amerikanischen Eintritts in den Zweiten Weltkrieg am 7. Dezember 1941 gehörte Dennison dem Stab der United States Asiatic Fleet an, die damals von Admiral Thomas C. Hart kommandiert wurde. Dabei war er an den Kämpfen gegen die Japaner beteiligt. In den ersten Monaten handelte es sich dabei vor allem um den Rückzug aus den Philippinen und anderen von den Japanern eroberten Gebieten. Im Jahr 1942 wurde er Stabschef der in Australien stationierten alliierten Streitkräfte (Chief of Staff to Commander Allied Naval Forces, East Australia). Im August 1942 wurde er Stabschef der Amphibischen Streitkräfte der United States Pacific Fleet, die damals an erfolgreichen Kämpfen um Attu und Kiska Island im Bereich der Aleuten eingesetzt waren. Im Jahr 1943 wurde er zum Stab der Joint Chiefs of Staff (JCS) versetzt, dem er für den Rest des Krieges angehörte.

In den Jahren 1946 und 1947 gehörte er dem Stab des Chief of Naval Operations (CNO) an. Im März 1947 erhielt Dennison den Oberbefehl über das Schlachtschiff USS Missouri. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum Februar 1948. Anschließend gehörte er als Marineberater dem erweiterten Stab des Präsidenten Harry S. Truman an. Im Februar 1953 erhielt er das Kommando über die vierte Kreuzerdivision (Commander Cruiser Division FOUR), die im Atlantik operierte. Im Januar 1954 kehrte er zum Stab des CNO zurück, dem er in unterschiedlichen Funktionen bis zum Juni 1956 angehörte. Zwischen dem 18. Juni 1956 und dem 21. Juli 1958 kommandierte er die Erste Flotte (United States First Fleet). Anschließend kehrte er ein weiteres Mal zum CNO zurück, wo er bis zum März 1959 dessen Stabsabteilung für Planungen leitete. Anschließend wurde er Kommandeur der Marinestreitkräfte im Ostatlantik und im Mittelmeer.

Am 28. Februar 1960 übernahm Robert Dennison als Nachfolger von Jerauld Wright das Kommando über die amerikanische Atlantikflotte. Dabei handelt es sich um die Vorgängerorganisation des heutigen Fleet Forces Command. Gleichzeitig kommandierte er das US Atlantic Command. Zudem war er NATO-Befehlshaber für den Atlantik (Supreme Allied Commander Atlantic). Diese Ämter bekleidete er bis zum 30. April 1963, als er von Harold P. Smith abgelöst wurde. Diese Zeit war von den Ereignissen rund um Kuba überschattet, wozu die gescheiterte Invasion in der Schweinebucht und die Kubakrise gehörten. Als Kommandeur der Atlantikflotte war er damals für die Blockade Kubas zuständig. Am 1. Mai 1963 schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.

Der seit 1935 mit Mildred Fenton Mooney (1902–1992) verheiratete Offizier starb am 14. März 1980 im Marinekrankenhaus in Bethesda und wurde auf dem amerikanischen Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen

Robert Dennison erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:

Commons: Robert Dennison (US Navy officer) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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