Robert Grosche
deutscher römisch-katholischer Theologe
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Werdegang

Grosche studierte Katholische Theologie an der Universität Bonn. 1908 trat er der katholischen Studentenverbindung AV Cheruscia Münster bei. Am 10. August 1912 wurde er zum Priester geweiht. Nach Seelsorgetätigkeit in Efferen und Hürth war er von 1920 bis 1930 Studentenpfarrer an der wiedergegründeten Universität Köln. Während dieser Zeit bereitete er seine Promotionsschrift vor, die er 1924 vorlegte.
Ab 1930 war er Pfarrer in Brühl-Vochem, von 1941 an Pfarrer an Mariä Himmelfahrt in Köln. 1943 wurde er zum Stadtdechanten ernannt und kann als solcher mehr als 90 Mitbrüder dazu bringen, das schwer kriegszerstörte Köln nicht zu verlassen. 1944 wird er zum nichtresidierenden Domkapitular ernannt. Ab 1945 war er Pfarrer an St. Gereon. Mit seinem Namen sind der Wiederaufbau der Kölner Kirchen und die Errichtung neuer Kirchen, teilweise in experimenteller Architektur, verbunden. Von Grosche ging auch die Initiative zur Gründung eines bis 1988 existierenden ökumenischen Gesprächskreises zwischen evangelischen und katholischen Pfarrern aus.[1]
Von 1954 bis zu seinem Tod war er Honorarprofessor an der Universität Köln. Er war 1932 der Begründer und in der Folge der Herausgeber der kontroverstheologischen Vierteljahresschrift Catholica.
Robert Grosche starb 1967 in seinem Pfarrhaus von St. Gereon im Alter von 79 Jahren und wurde im Gemeinschaftsgrab der Kölner Pfarrer auf dem Melaten-Friedhof (MA bei Flur 68) begraben.[2]
Ehrungen
- 1953: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
- 1953: Ehrendoktor der Theologischen Fakultät der Universität Bonn