Roderich König

deutscher Chemiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Roderich König (* 28. Juli 1911 in Nürnberg; † 21. Juni 1997 in Riehen) war ein deutsch-schweizer Chemiker.

Leben

Roderich König besucht bis 1930 das Gymnasium in Nürnberg. Anschließend studierte an der Universität Erlangen Chemie. 1932 legte er das erste chemische Examen ab, 1933 das zweite Examen und 1935 wurde er promoviert. Ab 1944 leitete er die Laboratorien von G. Siegle & Co. und Kast & Ehinger in Stuttgart. 1954 wurde er bei der Firma J. R. Geigy in Basel Leiter der Abteilungen für Anwendungstechnik von Pigmenten und Spezialfarbstoffen. Er erwarb das Schweizer Bürgerrecht.[1]

Bekannt geworden ist er jedoch vor allem durch seine Übersetzung der Naturalis historia des Plinius. Am 29. November 1996 erhielt er dafür die Ehrendoktorwürde der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel.[2]

Schriften (Auswahl)

  • Zur Kenntnis sekundärer Hydrazone. Erlangen-Bruck 1935 (Dissertation, mit Lebenslauf).
  • Anorganische Pigmente und Röntgenstrahlen. Mit 28 Tabellen (= Sammlung chemischer und chemisch-technischer Beiträge N.F. 54). Enke, Stuttgart 1956. (PDF).
  • C[aius] Plinius Secundus d[er] Ä[ltere]: Naturkunde Lateinisch-deutsch. Sammlung Tusculum. Hrsg. und übersetzt von Roderich König in Zusammenarbeit mit Joachim Hopp (ab Band 23), Gerhard Winkler und Wolfgang Glöckler. 32 Bände. Heimeran / Artemis & Winkler, München 1973–2004, ISBN 3-7608-1618-5.
  • mit Gerhard Winkler: Plinius der Ältere. Leben und Werk eines antiken Naturforschers. Anläßlich der Wiederkehr seines Todes beim Ausbruch des Vesuvs am 25. August 79 n. Chr. Festschrift zum 1900. Todestag Plinius’ des Älteren beim Vesuvausbruch im Jahre 79. Heimeran, München 1979, ISBN 3-7765-2188-0.

Literatur

  • Beat Münch: Die Geschichte der Ehrenpromotion an der Universität Basel 1823–2015. Schwabe, Basel 2024, ISBN 978-3-7965-4923-6, S. 349 (Lebenslauf).

Einzelnachweise

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