Roger Milford
englischer Fußballschiedsrichter
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Roger G. Milford (* 1940) ist ein ehemaliger englischer Fußballschiedsrichter.
Sportlicher Werdegang
Milford gehörte mindestens ab Anfang der 1980er Jahre innerhalb der Football League zu den Hauptschiedsrichtern in der First Division. Nach Einführung der Premier League 1992 war er dort noch zwei Jahre bis zu seinem altersbedingten Karriereende als Erstligaschiedsrichter tätig. Sein letztes Spiel leitete er mit dem Aufstiegs-Play-Off-Finale 1993/94 zwischen Leicester City und Derby County, in dem die Wolves mit einem 2:1-Erfolg den Aufstieg in die Premier League schafften.[1]
Milford wurde vom Ligaverband mit der Leitung des Finalspiels um den League Cup 1988/89 im April 1989 betraut, als Nottingham Forest sich im Wembley-Stadion mit Luton Town maß und den Titel gewann. Zwei Jahre später wurde er von der Football Association für deren Pokalwettbewerb als Finalschiedsrichter ausgewählt. Im Endspiel um den FA Cup 1990/91 trafen im Mai 1991 Tottenham Hotspur und Nottingham Forest aufeinander, der Londoner Klub setzte sich nach Verlängerung durch. Ein übermotivierter Paul Gascoigne fiel dabei mit zwei brutalen Aktionen – ein Tritt gegen Garry Parkers Brust sowie eine eingesprungene Grätsche gegen Gary Charles, bei der er sich selbst verletzte (den resultierenden Freistoß verwandelte Stuart Pearce zur 1:0-Führung Forrests) – in der ersten Viertelstunde auf, wurde aber von Milford nicht des Feldes verwiesen und von Terry Venables früh ausgewechselt und durch Nayim ersetzt – Milfords Toleranz wurde noch Jahre später immer wieder thematisiert.[2][3][4]