Rohensaas
Gemeindeteil des Marktes Uehlfeld
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Rohensaas (früher Rohensaß genannt) ist ein Gemeindeteil des Marktes Uehlfeld im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).[2] Rohensaas liegt in der Gemarkung Peppenhöchstädt.[3]
Rohensaas Markt Uehlfeld | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 39′ N, 10° 46′ O |
| Höhe: | 315–326 m ü. NHN |
| Einwohner: | 174 (31. Dez. 2014)[1] |
| Postleitzahl: | 91486 |
| Vorwahl: | 09163 |
Geografie
Südwestlich des Dorfes liegen die Rohensaasteiche, im Nordwesten die Allerbacherweiher. Im Süden liegt das Waldgebiet Kalkofen, im Südosten das Waldgebiet Tiefe Lacke. Die Kreisstraße NEA 1/ERH 27 führt nach Peppenhöchstädt (1,4 km nordwestlich) bzw. nach Ailersbach (1,6 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Arnshöchstädt (1,3 km südlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde 1136 im Urkundenbuch des Abtes Andreas des Klosters Michelsberg als „Rohenhohstete“ erstmals erwähnt. Das Bestimmungswort rohen bedeutet rau.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Rohensaas 16 Anwesen (9 Güter, 3 Halbgüter, 3 Häuser, 1 Gemeindehirtenhaus). Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-bayreuthische Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach aus. Alle Anwesen hatte die brandenburg-bayreuthische Verwaltung Rohensaas als Grundherrn.[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rohensaas zunächst dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Kairlindach zugeordnet, 1813 dann dem neu entstandenen Steuerdistrikt und Ruralgemeinde Birnbaum. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es der neu gebildeten Ruralgemeinde Peppenhöchstädt zugewiesen.[7] Am 1. Januar 1972 wurde Rohensaas im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Uehlfeld eingemeindet.[8]
Bodendenkmal
- Abgegangenes Schloss, das bis 1664 den Haller von Hallerstein, danach den Kreß von Kressenstein und ab 1756 den Wurster von Creutzberg gehörte.[9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakob (Uehlfeld) gepfarrt.[6] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Vitus (Sterpersdorf) gepfarrt.[19]
Galerie
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Rohensaas. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 579 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 126 (Digitalisat). Ebd. S. 188–189 (Digitalisat).
- Richard Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 32). Deutscher Kunstverlag, München 1972, S. 159–160.
Weblinks
- Rohensaas in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 8. Februar 2023.
- Rohensaas in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 21. September 2019.
- Rohensaas im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 28. Mai 2025.