Roland Beier

deutscher Cartoonist, Grafiker, Karikaturist From Wikipedia, the free encyclopedia

Roland Beier (* 1. August 1955 in Meißen) ist ein deutscher Grafiker und Karikaturist, der durch seine Marx-Karikatur 1990[1] auch international bekannt wurde.

Roland Beier im April 2008

Leben

Nach dem Abitur studierte Roland Beier 1972 bis 1974 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Dem schloss sich ein Grafik-Design-Studium von 1974 bis 1979 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee unter anderem bei Werner Klemke, Gerhard Bläser und Axel Bertram mit Diplomabschluss an. Ab 1980 lebte und arbeitete er freischaffend als Grafikdesigner, Illustrator und Cartoonist in Dresden, Neubrandenburg und Berlin. Bis 1989 war er Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR. 2000 Umzug nach Berlin-Karolinenhof.

International bekannt wurde Roland Beier 1990 mit der Marx-Karikatur Tut mir leid Jungs ! War halt nur so 'ne Idee von mir..., die bis heute zahlreich im In- und Ausland veröffentlicht wurde und als Poster über die Kontaktdaten auf seiner Homepage bestellt werden kann.

Seine Werke befinden sich unter anderem im Besitz des Hauses der Geschichte in Bonn und Leipzig, Satiricum Greiz, Sammlung Spießhofer/Schweiz, Jacobs-Suchard GmbH Bremen, Sammlung Beate Uhse Flensburg, Gothaer Versicherung Köln, Kunstbibliothek im Kulturforum Potsdamer Platz Berlin, Friedrich-Ebert-Siftung/Museum Karl-Marx-Haus-Trier und in verschiedenen Privatsammlungen. Die Karikatur ist auch in der Sammlung des Deutschen Bundestages, der die weltweit einmalige und größte Sammlung von Karikaturen besitzt, enthalten.

Werke (Auswahl)

Karikatur Tut mir leid Jungs ! War halt nur so 'ne Idee von mir...

Erstmals wurde diese Karikatur, die im Januar 1990 entstand, in der ersten „Westausgabe“ der Wochenzeitschrift EULENSPIEGEL im April 1990 (Heft 15/1990) veröffentlicht. Die Karikatur sollte eigentlich auf die Titelseite, aber die Redaktion hatte damals Bedenken, ob sich ein Satireheft mit Karl Marx auf der Titelseite im Westen verkauft. Ausgestellt wurde die Originalzeichnung (100 × 70 cm, damals noch ohne rote Weste) erstmals 1990 in der Berliner Galerie am Chamissoplatz, dann in der Elefantenpress-Galerie in der Zossener Straße 32 in Berlin-Kreuzberg und in der „Karigrafie“ am Fernsehturm Berlin. Von der Jury der letzten DDR-Satirebiennale in Greiz im März 1990 wurde die Karikatur ausjuriert. 2026 ist diese Karikatur dann der Mittelpunkt in der großen Werkschau des Künstlers im SATIRICUM Greiz.

Buchgestaltungen und Buchillustrationen

Weiterhin illustrierte Roland Beier zahlreiche Schulbücher für den Cornelsen Verlag, Westermann Verlag und Klett Verlag.

  • 2006: Klaus Berold: ′′Words you can use.′′ Lernwörterbuch Englisch (Cornelsen Verlag Berlin, ISBN 3-464-02859-3)

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1982/83: IX. Kunstausstellung der DDR, Dresden
  • 1987/88: X. Kunstausstellung der DDR, Dresden (Katalog)
  • 1988: 5. Karikaturbiennale der DDR, Satiricum´88, Greiz (Katalog)
  • 1988: 7. Salon International Du Dessin D´Humor St.Just le Martel/Frankreich (Katalog)
  • 1989: Roland Beier „Satirische Objekte“, Galerie Visuell, Berlin (Plakat)
  • 1990: „Karigrafie 90“, Fernsehturm Berlin (Katalog)
  • 1990: „Null Problemo“, Elefantenpress Galerie, Berlin-Kreuzberg
  • 1990: „Alles Banane“, Galerie am Chamissoplatz, Berlin (Katalog)
  • 1992: Caricatura, Kassel (Katalog)
  • 1992: 5.Triennale Europeennne De L'Affiche Politique, Mons/Belgien
  • 1993: „Telecartoon“, Frankfurt am Main (Katalog)
  • 1993: „100 Meisterwerke aus der Satirezeitschrift Eulenspiegel“, Berliner Panoptikum (Katalogtitel)
  • 1993: Eröffnungsausstellung des Hauses der Geschichte der BRD, Bonn
  • 1993: 15. Festival International Du Dessin Humoristique D'Anglet, Biarritz (Frankreich)
  • 1995: „Vremd & Vertraut“, Kulturbahnhof Kassel (Katalog)
  • 1996: Gothaer Karikade „Hotline“, Gothaer Versicherung Hamburg (Katalog)
  • 1996: Beate Uhse Erotikmuseum, Sonderausstellung zur Eröffnung „Alles erogene Zonen-Cartoons zum Thema Nummer 1“ gemeinsam mit Cleo Petra Kurze, Erich Rauschenbach (Ari Plakat)
  • 1997: 6. Berliner Karikatursommer „Wunder der Vereinigung, Fernsehturm Berlin (Katalog)“
  • 1998: „Sprachlos/Sans Paroles“, Emmental (Schweiz) (Katalog)
  • 1998: Gothaer Karikade „Wechselbäder“, Gothaer Versicherung Mainz (Katalog)
  • 1999: Karikcartoon „Im Namen der Freiheit“, Leipzig (Katalog)
  • 1999: Gothaer Karikade „Eurovisionen“, Gothaer Versicherung Weimar (Katalog)
  • 2000: Triennale Greiz „Karikatur-10 Jahre deutsche Einheit“, SATIRICUM Greiz (Katalog)
  • 2001: „Viva Europa“, Deutscher Karikaturenpreis der Sächsischen Zeitung Dresden (Katalog)
  • 2001: „Alles Karikatur-das gezeichnete 20. Jahrhundert“, Karikaturmuseum Krems/Österreich (Katalog)
  • 2002: "Gaumenfreuden", Kunsthalle Domenikanerkirche Osnabrück (Katalog)
  • 2005: „Unterm Strich“, Karikaturen und Zensur in der DDR, Stiftung Haus der Geschichte der BRD/Leipzig (Katalog)
  • 2009: VI. Triennale Greiz, „Im Dschungel der Kleinstadt“ (Katalog)
  • 2010: „Weißes Gold“, Kunstverein Meißen (zusammen mit Kay Leonhardt)
  • 2013: „Ikone Karl Marx“, Sonderausstellung im Stadtmuseum Simeonstift Trier (Katalog)
  • 2025: 50 Jahre SATIRICUM im Sommerpalais Greiz
  • 2026: in Planung: Werkschau (Karikatur, Buchilllustration, Druckgrafik, Plastikatur), Satiricum Greiz, (eigener Katalog)

Auszeichnungen

Fußnoten

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