Roland Bohlinger
deutscher Verleger und Autor
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Roland Bohlinger (geb. 1937; gest. 15. März 2013) war ein deutscher rechtsextremer Verleger und Autor verschwörungstheoretisch orientierter Schriften. Bohlinger war Anhänger der völkischen Ideologen Mathilde und Erich Ludendorff. Auf seinem Grundstück in Bondelum[1], Nordfriesland, hatte er eine „Freie Republik Uhlenhof“ gegründet, auf deren „Staatsgebiet“ das Recht Deutschlands vermeintlich nicht galt.[2] Theoretisch untermauert wurde dies durch verschiedene Beiträge in seinem ‚systemkritischen Magazin‘ Freiheit und Recht aus seinem Institut für ganzheitliche Forschung.[3] Bohlinger entfaltete selbst eine rege Publikationstätigkeit und war auch als Vorstandsmitglied im „Deutschen Rechts- und Lebensschutz-Verband“ aktiv und war der Gründer der „Uhlenhof-Hochschule“. Zu Roland Bohlingers Verlagskomplex zählten der Verlag für ganzheitliche Forschung und Kultur[4], die Theodor-Storm-Versandbuchhandlung sowie der Hutten-Verlag. Wie Harm Menkens (1937–2019) war auch Roland Bohlinger in der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung und Friedensbewegung aktiv.[5]
Nach einer Hausdurchsuchung im Verlag und in der Privatwohnung von Roland Bohlinger und seinem Sohn Dietrich im November 2002 war ein Freundeskreis Roland Bohlinger gegründet worden.[6] Sein Sohn Dietrich Bohlinger (Deutscher Rechts- und Lebensschutz Verband e.V.) ließ in der Verlagsgruppe Bohlinger die „Vision seines Vaters wieder aufleben“.[7]
Siehe auch
Literatur
- Institut für ganzheitliche Forschung: Freiheit und Recht. Ein systemkritisches Magazin. Folge 1 – 26. Juni 2001. Die Freie Republik Uhlenhof und das fremdgesteuerte Staatsgebilde unter dem Namen BRD. Viöl, Verlag für ganzheitliche Forschung und Kultur, 2001, ISBN 3932878787.
- Die Wahrheit macht uns frei: Der Prozess gegen Roland und Dietrich Bohlinger wegen Nachdruck des Buches Jüdischer Imperialismus. Freiheit und Recht. Ein systemkritisches Magazin. Folge 8–11. Freie Republik Uhlenhof, Verlag für ganzheitliche Forschung. 2005 (Digitalisat)