Roland R. Berger

deutscher Künstler, dessen Werke schwule Themen beinhalten From Wikipedia, the free encyclopedia

Roland R. Berger (* 14. November 1942 in Weinböhla) ist ein deutscher Kunstpädagoge, Grafiker und Maler und war Hochschullehrer.

Leben und Werk

Berger machte 1961 an der Arbeiter- und Bauernfakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg das Abitur und arbeitete danach bis 1962 in der Landwirtschaft. Von 1962 bis 1966 studierte er in der Fachrichtung Kunsterziehung/Deutsch der Humboldt-Universität zu Berlin (HU). Nach dem Staatsexamen als Oberstufenlehrer leistete er von 1966 bis 1968 Wehrdienst in der NVA. Danach war er am Institut für Kunsterziehung der HU tätig. 1972 erwarb er an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee mit einer Arbeit zur Lithografie extern das Diplom als Maler und Grafiker. Sein Mentor war Fritz Dähn. 1976 promovierte Berger mit einer Arbeit zu Collagen und Montagen aus Papier zum Dr. phil. Er war ab 1983 Dozent und von 1985 bis zur Abwicklung dieses Bereiches 1995 Professor mit künstlerischer Lehrtätigkeit im Studiengang Kunsterziehung der HU. Eine große Zahl später teils namhafter Künstlerinnen und Künstler gingen durch seine Schule.

Von 1995 bis 2007 arbeitete Berger als Oberstufenlehrer in Gransee und Oranienburg und als Dozent in der Lehrerweiterbildung von Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Er „wurde Zeuge des Niedergangs des Bildungssystems. Er fühle sich mehr als Sozialarbeiter, weniger als Lehrer, sagte er damals.“[1]

Berger lebt seit dem Wegzug aus Berlin in Hohen Neuendorf. Er war neben seiner kunstpädagogischen Arbeit immer als bildender Künstler tätig, anfangs vor allem mit Linolschnitt, dann verstärkt mit Holzschnitt und Papierschnitt. Von 1973 bis 1981 wurden in den Original-Grafik-Editionen der Zeitungen Junge Welt und Armeerundschau mehrere Arbeiten Bergers publiziert. Etwa 1987 begann er mit Druckexperimenten („Konstruktive Flächenspiele“) und Papierarbeiten. Bergers künstlerisches Lebenswerk „umfasst vor allem Linol- und Holzschnitte, aber auch Kaltnadelradierungen und Kreidelithografien, Papierschnitte und Zeichnungen in Kohle, Graphit und mit der Feder. Portraitdarstellungen, Kalenderblätter, Neujahrsgrafiken und Vignetten, Lesezeichen und Exlibris hat der Hohen Neuendorfer geschaffen. Er gestaltete auch Plakate und Programmhefte für Theater“[2] und schuf Buchillustrationen. Schon seit den 1970er Jahren nahm er mit Graphiken, zumeist Linolschnitten, Bezug auf das Werk von Künstlern wie Michelangelo, Dürer, Kandinsky, Max Bill, Malewitsch, Andy Warhol, Wolfgang Mattheuer und Harald Metzkes und deutete es neu.

Seit 1990 betätigte Berger sich auch als Grafiker für die von seinem Sohn Marc Berger (* 1965) herausgegebene Edition Schwarzdruck. Für deren originalgrafische Buch- und Kalenderpublikationen fertigte er Illustrationen und Typografie. Seit 1993 gab er die Edition LINKSRUM heraus. Er kämpft seit einiger Zeit mit schweren gesundheitlichen Problemen und ist seitdem in seiner künstlerischen Arbeit stark eingeschränkt.

Berger war Mitglied des Vorstands der Pirckheimer-Gesellschaft und bis 1990 des Verbands Bildender Künstler der DDR. Er hatte seit 1968 eine außerordentlich große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. 1977/1978 an der VIII. Kunstausstellung der DDR.

Selbstreflexion

„Meine Bilder zeigen oder erzählen etwas und gedeihen entweder zu einem Zeichen für Erfundenes oder führen bildhaft und einfühlsam die Schilderung einer Lebenssituation vor. Ersteres neigt zum Spiel und zur Konstruktion, während die andere Art szenengebunden das Dasein der Menschen hymnisch feiert oder auch warnend dramatisiert und anklagend mahnt.“[3]

Literatur

Einzelnachweise

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