Rolf Frick

deutscher Hochschullehrer und Politiker, MdL From Wikipedia, the free encyclopedia

Rolf Frick (* 16. September 1936 in Chemnitz; † 31. Dezember 2008) war ein deutscher Hochschullehrer und Politiker (FDP). Er war von 1990 bis 1994 Mitglied des Landtages Sachsen-Anhalt und von 1991 bis 1994 Landesminister für Wissenschaft und Forschung.

Rolf Frick (nach Links) beim Besuch in Finnland mit Dr. Benno Krug. Nach Rechts Professor Pekka Heimola und Lektor Jukka Juutilainen von der Hochschule für Kunst und Design Helsinki (heute Aalto-Universität).

Leben

Rolf Frick wurde 1936 als Sohn eines Verlagsdirektors geboren. Aufgrund der NS-Vergangenheit seines Vaters erhielt er in der DDR zunächst keine direkte Zulassung für das Abitur. Stattdessen absolvierte er eine Schriftsetzerlehre, belegte Abendkurse und bildete sich an Fernschulen fort. Anschließend studierte er Maschinenbau an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt. Er bestand die Examen als Ingenieur für Polygraphie und Diplom-Ingenieur für Maschinenbau. Anschließend arbeitete er als Berufsschullehrer.

Mit einer Arbeit zur Schichtdickenregelung in Druckmaschinen wurde Frick 1968 an der TH Karl-Marx-Stadt zum Dr.-Ing. promoviert. Anschließend lehrte dort als Assistent, Oberassistent und Dozent und schloss 1978 mit einer Schrift über die Integration der industriellen Formgestaltung in den Erzeugnis-Entwicklungsprozess die Promotion B zum Dr. sc. techn. ab (entspricht etwa einer Habilitation). Ab 1979 lehrte er als ordentlicher Professor und Leiter des Wissenschaftsbereichs Designmethodik an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle, Burg Giebichenstein.

Frick war ab 1968 Mitglied der DDR-Blockpartei Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD), die im Zuge der deutschen Wiedervereinigung 1990 in der gesamtdeutschen FDP aufging. Er war von 1990 bis 1994 Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt und dort 1990/91 Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien. Am 4. Juli 1991 wurde er als Minister für Wissenschaft und Forschung in die von Ministerpräsident Werner Münch geführte Regierung des Landes Sachsen-Anhalt berufen. Auch der nach Münchs Rücktritt ab 15. Dezember 1993 von Ministerpräsident Christoph Bergner geleiteten Folgeregierung gehörte Frick als Wissenschaftsminister an. Nach der Wahlniederlage der FDP bei den Landtagswahlen schied er am 21. Juli 1994 aus der Landesregierung aus.

Ehrungen

Siehe auch

Literatur

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