Roman Luckscheiter

deutscher Germanist und Romanist From Wikipedia, the free encyclopedia

Roman Luckscheiter (* 1970 in Böblingen[1]) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und seit Januar 2020 Generalsekretär der deutschen UNESCO-Kommission.

Roman Luckscheiter (2021)

Leben

Roman Luckscheiter wurde 1970 in Böblingen geboren und wuchs in Freiburg auf. Die Nähe zu Frankreich prägte ihn, insbesondere ein Schüleraustausch ins Elsass.[1] Er studierte Deutsch und Französisch auf Lehramt, zunächst in Freiburg und ab 1993 in Heidelberg. Dort wurde er wissenschaftliche Hilfskraft bei Helmuth Kiesel und erlebte auf verschiedenen Veranstaltungen prominente deutschsprachige Literaten, darunter Günter Grass, Martin Walser und Peter Handke.[2] Im Jahr 2000 wurde er mit einer Arbeit promoviert, die den Titel „Der postmoderne Impuls: Die Krise der Literatur um 1968 und ihre Überwindung“ trägt. Nach zwei Jahren in Paris wurde er von 2003 bis 2008 Assistent am Lehrstuhl für Germanistische Literatur bei Wilhelm Kühlmann.[3] In dieser Zeit schrieb er außerdem für das Feuilleton der Frankfurter Rundschau, vor allem über französische Themen, und ab 2005 als Rezensent in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

2008 wechselte Luckscheiter zum DAAD und zog nach Bonn um. Die Bewerbung erfolgte spontan, nach eigener Aussage fing ihn seine eigene Forschung an zu langweilen.[1] Zunächst wurde er dort mit der Förderung von Deutsch als Fremdsprache auf der Welt beauftragt, ab 2012 leitete er das Referat „Grundsatzfragen von Hochschulprojekten im Ausland“, bis er im September 2014 zum Leiter der Außenstelle des DAAD in Kairo wurde.[4] Sitz der Außenstelle ist die ehemalige Residenz des DDR-Botschafters im Stadtteil Zamalek. Seit 2016 ist die Außenstelle neben Ägypten auch für den Sudan zuständig. 2018 kehrte er nach Deutschland zurück und blieb bis 2020 beim DAAD.

Seit Januar 2020 ist Luckscheiter Generalsekretär der deutschen UNESCO-Kommission e.V. mit Sitz in Bonn.[5] Die Kommission koordiniert die Zusammenarbeit zwischen der UNESCO und Deutschland, ist aber unabhängig von beiden. Er ist bereits für eine zweite, sechsjährige Amtszeit bestätigt.

Er ist seit 2007 verheiratet und hat zwei Kinder.[2]

Veröffentlichungen

  • Der postmoderne Impuls. Die Krise der Literatur um 1968 und ihre Überwindung. Duncker & Humblot, Berlin, 2001, ISBN 978-3428103591 (Zugl.: Heidelberg, Diss., 2000).
  • L’Art pour l’art. Der Beginn der modernen Kunstdebatte in französischen Quellen der Jahre 1818 bis 1847. Aisthesis, Bielefeld, 2003, ISBN 978-3895284113.

Einzelnachweise

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