Rosenkeller

Studentenclub im Stadtzentrum von Jena From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Rosenkeller ist ein Studentenclub im Stadtzentrum von Jena und zählt zu den ältesten Studentenclubs Deutschlands. Er ist ein jugendkulturelles Zentrum der Innenstadt und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Johannistores auf dem Gelände des historischen Gasthauses „Zur Rosen“.

Geschichte des Gebäudes

Das ehemalige Weinbauerngehöft mit Tiefkellern aus dem 13. Jahrhundert erhielt seine jetzige Gestalt durch einen Renaissance-Umbau im ausgehenden 14. Jahrhundert. Erstmals im Jenaischen Geschoßbuch erwähnt wurde das Haus im Jahr 1406. Im Jahr 1560 kauft die Universität die „Rose“ von Georg Mälzer. Andere Quellen sprechen von Just Rosenhain als dem Verkäufer des Hauses an die Universität. Auf ihn soll auch der Name des Hauses zurückgehen.

Mit der Urkunde „Rosenprivilegium“ vom 21. Mai 1570 ermächtigte Herzog Johann Wilhelms von Sachsen die Universität Jena „die Freie Schenckstadt zur Rosen genannt, In der Johannesgassen“ zu bestellen, damit „die Professores, Studenten und alle die sich unserer Universitet erlangten und Publicirten Privilegien, Zuerfreuen ein guten Trunck von Bier und Wein, In einem wohlfeilen Kauf“ haben mögen.[1]

Das Haus „Zur Rose“ in seiner heutigen Form ist ein breit gelagerter Bau und entstand durch die Zusammenfassung zweier Häuser.[2]

Tritt man durch das Vorderhaus auf den Hof, findet man auf der rechten Seite den Eingang zu den ehemaligen Weinkellern des Gasthofes. Die gotischen Tonnengewölbe liegen auf verschiedenen Höhenebenen und waren nach dem Niedergang des Weinbaus in Jena[3] lange Zeit ungenutzt.

Geschichte des Studentenclubs

1965 begannen Studierende der landwirtschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität in freiwilliger Arbeit mit den Ausgrabungen und der Rekonstruktion der Gewölbe.

Am 3. Mai 1966 konnte dann der „Studentenclub Rosenkeller“ – nach dem WeimarerKasseturm“ der zweite seiner Art in Thüringen und Deutschland – eröffnet werden.[4] Er ist damit einer der ältesten Studentenklubs Deutschlands. Der Gebäudekomplex „Zur Rosen“, dessen Keller die Studierenden freilegten, war zuvor bereits seit Jahrhunderten gastronomischer Treffpunkt für Lehrende und Lernende.[5]

Aufgrund von Wasserschäden liegt die „Konzert-Tonne“, ein großes Kellergewölbe, seit 2015 still.[6] Aktuell erfolgt die Renovierung und Restaurierung vor allem anhand von Spenden.

Reihenfolge der ältesten noch aktiven Studentenclubs in Deutschland

  1. Kasseturm Weimar – 1962
  2. Rosenkeller Jena – 1966
  3. Bärenzwinger Dresden – 1968
  4. Moritzbastei Leipzig – 1974

Einzelnachweise

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