Roter Dudel
Gemeindeteil der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow in Brandenburg
From Wikipedia, the free encyclopedia
Roter Dudel ist ein bewohnter Gemeindeteil im Ortsteil Mahlow der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg.[1]
Roter Dudel Gemeinde Blankenfelde-Mahlow | |
|---|---|
| Koordinaten: | 52° 22′ N, 13° 25′ O |
| Höhe: | ca. 45 m ü. NHN |
| Postleitzahl: | 15831 |
| Vorwahl: | 03379 |
Geographie
Die kleine Siedlung liegt unmittelbar an der südlichen Berliner Stadtgrenze bei Lichtenrade und dort rund 1,7 Kilometer nordnordwestlich des Mahlower Ortskerns. Östlich befindet sich die Gemeinde Schönefeld. Das Gebiet ist geprägt von Waldresten, ehemaligen Grenzflächen und einer lockeren Wohnbebauung. Die Landschaft weist Spuren früherer landwirtschaftlicher Nutzung sowie der ehemaligen innerdeutschen Grenze auf. Westlich führt die Bundesstraße 96 in Nordwest-Südost-Richtung an der Wohnbebauung vorbei.[2]
Geschichte und Etymologie
Der Name Roter Dudel ist ein historischer Flurname. Der Ausdruck Dudel bezeichnete im märkischen Raum einen Pfuhl oder Tümpel. Die Bezeichnung rot verweist auf die rötliche Färbung des Wassers, die durch das Einweichen von Flachs zur Leinenherstellung entstand. Der Name geht somit auf eine vormoderne landwirtschaftliche Nutzung zurück.
Aufgrund seiner Lage unmittelbar an der Berliner Stadtgrenze lag der Rote Dudel ab 1961 im Grenzgebiet der Berliner Mauer. Teile des Waldes wurden gerodet oder militärisch genutzt, und das Areal war nur eingeschränkt zugänglich. Eigentumsfragen blieben nach 1990 teilweise ungeklärt.
Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde das Gebiet zu einem Beispiel bürgerschaftlicher Renaturierung. 1991/1992 führten der NABU Mahlow und der Aktive Tierschutz e. V. Lichtenrade eine großflächige Aufforstung des ehemaligen Grenzstreifens durch. Das Projekt Roter Dudel (Hasenholz) umfasste rund 5,5 Hektar und diente der ökologischen Wiedervernetzung der Landschaft.[3] Bis 2003 gehörte der Wohnplatz zur damaligen Gemeinde Mahlow. Seit der Gemeindefusion vom 26. Oktober 2003 ist er Teil der Gemeinde Blankenfelde‑Mahlow.