Rothschild-Insel

Insel der Antarktis From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Rothschild-Insel (engl. Rothschild Island) ist eine weitgehend mit Eis bedeckte Insel in der Antarktis. Sie liegt etwa 75 km östlich der Charcot-Insel und 10 km westlich des Nordteils der Alexander-Insel, von der sie durch die Lasarew-Bucht getrennt ist.[1] Die länglich geformte Insel ist etwa 39 km lang[2] und besitzt eine Fläche von etwa 700 km².[1] Sie wird von Westnordwest nach Ostsüdost von den Desko Mountains durchzogen, die im Enigma Peak 1000 Meter Höhe erreichen.[3][4] Die West- und Nordküste der Rothschild-Insel wird von einem 30 m hohen Eiskliff gebildet, im Osten gibt es felsige Landzungen und durch Küstenerosion gebildete Felseninseln[1] wie die Glinka-Inseln.

Schnelle Fakten
Rothschild-Insel
Gewässer Bellingshausen-See (Südlicher Ozean)
Geographische Lage 69° 36′ S, 72° 33′ W
Rothschild-Insel (Antarktische Halbinsel)
Rothschild-Insel (Antarktische Halbinsel)
Länge 39 km
Fläche 700 km²
Höchste Erhebung Enigma Peak
1000 m
Einwohner unbewohnt
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Die Insel liegt in der Bellingshausen-See, die in weiten Teilen ganzjährig von Eis bedeckt ist; das Wilkins-Schelfeis schließt sich südlich der Insel an. Die Eisbedeckung in diesem Bereich der Bellingshausen-See nahm in den letzten Jahrzehnten jedoch deutlich ab.[5]

Die Berge der Insel wurden im Januar 1821 aus der Ferne von der Expedition Fabian Gottlieb von Bellingshausens gesichtet.[6] 1909 sichtete Jean-Baptiste Charcot die Insel auf seiner zweiten Antarktisexpedition erneut. Er benannte sie nach dem Bankier Édouard Alphonse James de Rothschild (1868–1949), einem Mitglied der Rothschild-Familie.[2] Die Insel wurde 1976 erstmals besucht, als ein Team des British Antarctic Survey eingeflogen wurde, um eine topografische Station zu errichten. B. W. Care verbrachte hier im Südsommer 1976/77 fünf Wochen mit geologischen Untersuchungen.[1]

Einzelnachweise

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