Rottenburgh

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Zur Familie Rottenburgh zählen mehrere belgische Instrumentenbauer und Musiker, die eine hoch geschätzte Sammlung an Blasinstrumenten herstellten. Die Familie Rottenburgh war in Belgien in der Zeit um das Jahr 1700 Marktführer im Bereich der Blasinstrumente. Sie belieferten den Königlichen Palast und die Kathedralen der Stadt mit Streich- und Blasinstrumenten.

Übersicht

Der Stammvater, Hermann-Arnold Rottenburgh (gestorben 1711), war Geiger in der königlichen Kapelle im Palast Coudenberg. Sein Sohn, Jean-Hyacinth Rottenburgh (1672–1756), gilt als wichtigstes Mitglied der Rottenburgh Familie. Jean-Hyacinth stellte Streich- und Holzblasinstrumente her, welche bis heute wertgeschätzt werden, insbesondere Blockflöten, Querflöten, Oboen, Fagotte, Violinen und Cellos. Für die Holzblasinstrumente verwendete er Techniken französischer Art. Sie hatten eine enge Bohrung und waren den Designs sowie den Proportionen der Instrumente von Jacques-Martin Hottetere ähnlich. Seine Streichinstrumente wurden nach flämischer und deutscher Art gefertigt. Doch seine Methoden, Proportionen sowie die Klangfarbe der Instrumente wurden durch italienische Vorgehensweise beeinflusst.

Sowohl Jean-Hyacinths Sohn Godfroid-Adrien Rottenburgh (1703–1768) als auch sein Enkel François-Joseph Rottenburgh stellten Instrumente her.[1] Mehrere Instrumente der Familie befinden sich in der Sammlung des Musikinstrumentenmuseums Brüssel.

Friedrich von Huene entwickelte eine Modellreihe für die Blockflötenfirma Moeck, die auf den Instrumenten der Familie Rottenburgh basiert.[2]

Einzelnachweise

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