Ruben Rupp
deutscher Politiker (AfD), MdL, MdB
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Ruben Nicolas Benjamin Rupp (* 28. Mai 1990 in Mutlangen[1]) ist ein deutscher Politiker (AfD). Seit 2021 ist er Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg (17. Wahlperiode) und behielt sein Mandat bei, obwohl er seit 2025 auch Abgeordneter im Deutschen Bundestag (20. Wahlperiode) ist.
Rupp ist digitalpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion[2] und stellvertretender Landesvorsitzender der AfD Baden-Württemberg.
Leben
Rupp wuchs im Ostalbkreis auf.[3] Nach der Mittleren Reife in Leinzell und dem Abitur an der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule in Schwäbisch Gmünd[4] absolvierte er ein Duales Studium bei der Müller Handels GmbH & Co. KG in Aalen, das er als Einzelhandelskaufmann abschloss. Es folgte ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim, das Rupp mit dem Erwerb eines Bachelor of Science (B.Sc.) beendete. Während seines Studiums arbeitete er zeitweise als Werkstudent für die EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG in Ellwangen. Von 2019 bis zu seinem Einzug in den Landtag von Baden-Württemberg 2021 arbeitete Rupp als Fachreferent für Wirtschaft, Energie, Digitales und Landesentwicklung für die AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag.[5]
Er wohnt im Ostalbkreis, ist verheiratet und Vater von drei Kindern.[6]
Politik
Rupp ist seit 2014 Mitglied der Partei Alternative für Deutschland (AfD). Er ist Kreisvorsitzender des AfD-Kreisverbands Ostalb und seit 24. Februar 2024 stellvertretender Landessprecher der AfD Baden-Württemberg.[7][8]
Bei der Bundestagswahl 2017 kandidierte Rupp als Bundestagskandidat für die AfD im Wahlkreis Aalen-Heidenheim,[9] verfehlte hierbei jedoch den Einzug in den Bundestag.
Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2021 erzielte Rupp im Landtagswahlkreis Schwäbisch Gmünd 12 % der Stimmen[10] und sicherte sich damit ein Zweitmandat.[11] Von April 2021 bis April 2022 war er einer von fünf stellvertretenden Vorsitzenden der AfD-Fraktion im 17. Landtag von Baden-Württemberg.[12][13] Rupp ist stellvertretender Ausschussvorsitzender des Ständigen Ausschusses im Landtag von Baden-Württemberg sowie Mitglied und AfD-Obmann im Wirtschaftsausschuss.[14] Zudem ist er Sprecher für Wirtschaft, Arbeit, Migration und Tierschutz für die AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg.[15] Bei der Landtagswahl 2026 kandidiert Rupp nicht erneut.[16][17]
Im Juni 2024 wurde Rupp im Rahmen der Kommunalwahlen in Baden-Württemberg in den Kreistag Ostalb sowie anschließend zum Fraktionsvorsitzenden der AfD-Fraktion im Kreistag Ostalb gewählt.[18]
Rupp war seit 2017 gewähltes Mitglied im AfD-Kreisvorstand Ostwürttemberg,[19] der sich 2018 in den AfD-Kreisverband Ostalb und den AfD-Kreisverband Heidenheim aufspaltete.[20] Seit 2018 war Rupp dann gewähltes Mitglied im AfD-Kreisvorstand Ostalb, zunächst als Beisitzer[21], dann ab 2020 stellvertretender Kreisvorsitzender.[22] Im November 2024 wurde Rupp zum Kreisvorsitzenden gewählt.[23]
Für die Bundestagswahl 2025 wurde Rupp im Oktober 2024 vom AfD-Landesverband Baden-Württemberg auf Landeslistenplatz 5[24] und im Dezember 2024 einstimmig von der AfD Ostalb und der AfD Rems-Murr zum Direktkandidaten der Partei für den Bundestagswahlkreis 269 (Backnang – Schwäbisch Gmünd) gewählt.[25] Ihm gelang über die Landesliste der Einzug in den Bundestag.[26]
In der 21. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages wurde Rupp von der AfD-Fraktion zum Arbeitskreisleiter Digitales und Staatsmodernisierung gewählt und ist seitdem der digitalpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion.[27] Sein Mandat im baden-württembergischen Landtag behielt er bei, mutmaßlich um einen von ihm nicht gewünschten Nachrücker zu verhindern.[28]
Rupp wurde im Oktober 2022 teilweise für seine Äußerungen bei einer Diskussionsrunde zum Thema Transgeschlechtlichkeit kritisiert.[29] Im Oktober 2025 forderte Rupp in seiner Funktion als migrationspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag eine Remigrationsoffensive unter Bezugnahme auf die Rebellenoffensive in Syrien 2024.[30]