Rudolf Knoop
deutscher Lehrer und Parteifunktionär (NSDAP)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Rudolf Knoop (* 25. Oktober 1899 in Wiemelhausen, bei Bochum; † 25. März 1976 in Iserlohn) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP).
Leben
Rudolf Knoop meldete sich nach dem Besuch der Höheren Schule (Oberprima) im Juni 1917 als Kriegsfreiwilliger, diente als Grenadier und holte nach dem Krieg an der Oberrealschule Bochum das Abitur nach. Er besuchte das Lehrerseminar in Soest und machte 1921 seine erste Lehrerprüfung. Da im Lehrerberuf für ihn keine Stelle frei war, nahm er eine Tätigkeit im Bergbau und in einer Maschinenfabrik auf und wurde anschließend im April 1923 Lehrer in Dortmund. Dabei legte er 1925 die zweite Lehrerprüfung ab. Knoop war politisch engagiert und von 1921 bis 1922 Mitglied der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD). Zum 1. April 1930 trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 218.331).[1] 1931 wurde er Mitglied der SA und gründete den Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) Westfalen, dessen Leiter er wurde. Von März 1933 bis September 1933 war er Regierungsschulrat und anschließend bis September 1936 Regierungsdirektor im Schuldezernat der Bezirksregierung Arnsberg. Ab dem 1. Oktober 1936 war er bis Ende Mai 1943 hauptamtlicher Gauamtsleiter und Gauwalter des NSLB Westfalen-Süd[2].
Knoop wurde zur Wehrmacht einberufen und war dort bis Juni 1943 (zuletzt Oberleutnant), als er vertretungsweise die Leitung des Kreises Dortmund übernahm. Vom 1. Januar 1944 bis zum Kriegsende war er NSDAP-Kreisleiter im Kreis Arnsberg. Er tauchte unter; über seinen weiteren Lebensweg gibt die Quellenlage keine Aufschlüsse.
Literatur
- Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 244(Digitalisat)