Ruinenarchitektur

Architektur unter Einbezug von Ruinen From Wikipedia, the free encyclopedia

Ruinenarchitektur ist Architektur unter Einbezug von Ruinen oder Kunstruinen. Die Ruine kann als Schauruine einbezogen werden oder als Substanz zum weiteren Ausbau dienen, um die Ruine zu beleben, wie zum Beispiel die Burg Landskron, oder ein Kriegsmahnmal sein, wie zum Beispiel die Kirche St. Christoph in Mainz.

Landskron: Einbauten in eine Ruine unter Ausnützung der vorhandenen Mauern

Einen Höhepunkt erreichte die Ruinenarchitektur zur Zeit des Historismus. Sie diente zur Sicherung und Umnutzung vom Zerfall bedrohter Bauwerke. Es wurden auch völlige Umgestaltungen unter dem Vorwand statischer Sicherungen vorgenommen. Aus Denkmalschutzgründen ist das heutzutage nicht mehr möglich. In neuzeitlichen Gartenanlagen gibt es einen Trend zur Ruinenarchitektur, die bis in die Angebote von Baumärkten vorgedrungen ist.

Umgestaltung einer zerfallenen Eremitage zur Ruine, Späthistorismus

Literatur

  • Ulrich Schulze: Auferstanden aus Ruinen. Die romantische Ruinenarchitektur als Zeugnis deutschen Geschichtssinns. In: Ernst Piper, Julius H. Schoeps (Hrsg.): Bauen und Zeitgeist. Ein Längsschnitt durch das 19. und 20. Jahrhundert. Birkhäuser, Basel 1998, ISBN 3-7643-5947-1, S. 11–33.
  • Zimmermann, Reinhard: Künstliche Ruinen. Studien zu ihrer Bedeutung und Form. Verlag Wiesbaden, Reichert, 1989.
Commons: künstliche Ruinen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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