Ruth Klatte

deutsche Malerin und Grafikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Ruth Klatte (* 15. Juli 1925 in Dresden; † 27. Juli 2025[1][2]) war eine deutsche Malerin und Grafikerin.

Leben und Werk

Ruth Klatte studierte ab 1941 in Dresden an der Staatlichen Akademie für Kunstgewerbe, ab 1943 bei Rupprecht von Vegesack. Danach arbeitete sie als freischaffende Künstlerin in Dresden. 1946 heiratete sie den promovierten Juristen Gerhard Klatte und wurde Mutter von zwei Töchtern. Sie war weiterhin als Künstlerin tätig, nachdem die Familie 1951 in Meiningen sesshaft geworden war. Ab 1956 war sie zum Malen auf dem Darß und Fischland, arbeitete dort mit Arnold Klünder und begegnete 1958 Hans Kinder. Sie schloss Freundschaft mit den dort sesshaften Künstlern wie Fritz Koch-Gotha und dessen Frau Dora Koch-Stetter, mit Doris Oberländer und Frida Löber und der Barther Malerin Elisabeth Sittig.

Nach der Trennung von ihrem Mann zog Ruth Klatte 1961 nach Wieck und lebte dort im Jagdhaus 14. Der Direktor der Dresdner Galerie Neue Meister Horst Zimmermann förderte sie; ihr gelang ein künstlerischer Neuanfang mit ersten Holz- und Linolschnitten. In der DDR unternahm Ruth Klatte Studienreisen u. a. nach Italien, 1972 in die Sowjetrepubliken Mittelasiens sowie in die CSSR. Von 1972 bis 1974 widmete sie sich der Betreuung schwerstbehinderter Kinder in Güstrow.

Ruth Klatte war von 1952 bis 1990 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR.

2010 übergab sie dem Thüringen Museum Eisenach dreißig ihrer Gemälde.

Bilder Ruth Klattes befinden sich unter anderem in der Eremitage St. Petersburg, im Kunstmuseum Ahrenshoop, in der Kunsthalle Rostock, im Kulturhistorischen Museum Rostock, im Kulturhistorischen Museum Stralsund, im Stadtmuseum Pirna, in den Meininger Museen, im Darß-Museum Prerow und in der Kunstsammlung des vormaligen Landkreises Nordvorpommern.

Werke (Auswahl)

Tafelbilder

  • Rügen-Ostseelandschaft (Öl, 1965, 45 × 38 cm)
  • Lichte Landschaft (Öl, 1968, 15,5 × 31 cm)[3]

Druckgrafik

  • Haus im Winter (Linolschnitt, 26 × 35 cm)
  • Steilküste (Linolschnitt, 26 × 33 cm)
  • Altes Bauernhaus (Holzschnitt, 9 × 11 cm)
  • Alte Straße (Holzschnitt, 1971, 29 × 48,5 cm)

Aquarelle

  • Winter am großen Jasmunder Bodden (1971; Kulturhistorisches Museum Stralsund)
  • Im Februar auf dem Schifferberg (1982; 22,5 × 37,5 cm)[4]
  • In den Dünen (1982; 23 × 30 cm)[5]

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellungen

  • 1946: Pirna (mit Artur Henne und Heinz Fülfe)
  • 1962: Ribnitz-Damgarten, Kunstverein
  • 1978: Ahrenshoop[6]
  • 1997: Ribnitz-Damgarten, Kunstverein
  • 2008: Ahrenshoop, Alte Schule
  • 2009: Eisenach, Stadtschloss („Ruth Klatte: Auf den Weg gebracht – Ein Leben in Bildern. Malerei und Grafik“)[7]
  • 2015: Ahrenshoop, Kunstkaten („Auf ein Wort noch, mit meinen Bildern“)
  • 2025: Ahrenshoop, Kunstmuseum („Ruth Klatte – zum 100. Geburtstag“)

Ausstellungsbeteiligungen

  • 1947: Pirna, Haus der Jugend („1. Kunstausstellung des Kreises Pirna“)
  • ab 1956: Suhl, mehrere Bezirkskunstausstellungen
  • 1972, 1974 und 1979: Rostock, Bezirkskunstausstellungen
  • 1974: Rostock: Kunsthalle Rostock („Wir gratulieren unserer Republik. Bildende Kunst des Bezirkes Rostock zum 25. Jahrestag der DDR.“)
  • 1975: Schwerin, Staatliches Museum („Farbige Grafik in der DDR“)
  • 1976: Wanderausstellung in mehreren Ländern („Grafik aus dem Norden der DDR“)

Literatur

  • Guenter Roese (Hrsg.): Ruth Klatte. Bilder, Aquarelle, Zeichnungen, Grafik. MCM Art Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-9804945-4-3
  • Annette Winter, Guenter Roese: Ruth Klatte: Bilder und Träume; (anläßlich der Ausstellungen zum 80. Geburtstag der Künsterin). Mit Texten von Ruth Klatte, MCM Art Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-9809969-0-5
  • Klatte, Ruth. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 442/443
  • Ruth Klatte. In: Ingrid Schreyer: Malerinnen in Ahrenshoop : von der Kaiserzeit in die Moderne. (= Ahrenshooper Art; 4). Band 2, Ahrenshoop 2018, S. 120–130.

Einzelnachweise

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