Ryka Aoki
US-amerikanische Schriftstellerin
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Ryka Aoki (* 20. Jahrhundert) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Ihr bekanntestes Buch, Das Licht ungewöhnlicher Sterne (Light From Uncommon Stars), wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Leben und Werk
Ryka Aoki wuchs in Rosemead in Kalifornien auf.[1] Seit sie 9 Jahre alt war, trainierte sie Judo und breachte es bis zur US-amerikanischen Juniorenmeisterin. Aokis Vater war ein Mechaniker, der aus Hawaii stammte. Aoki war das erste Mitglied ihrer Familie, das einen höheren Bildungsabschluss erwarb. Sie studierte zunächst Chemie an der University of California, später Kreatives Schreiben an der Cornell University. Seit über 20 Jahren unterrichtet Aoki Englisch am Santa Monica College.[2][3] Sie spielt Klavier und Violine.[3]
Aokis erste Buchveröffentlichung, Seasonal Velocities, ist eine Sammlung von Gedichten, Kurzgeschichten und Essays, die sich unter anderem mit Aokis Identitäten als trans Frau und als Amerikanerin japanischer Abstammung befasst.
Ihr erster Roman He Mele a Hilo erschien 2014. Er spielt auf Hawaii und beschäftigt sich mit der Tradition des Hula-Tanzes. Im folgenden Jahr veröffentlichte Aoki ihren Gedichtband Why Dust Shall Never Settle Upon This Soul. 2019 brachte Aoki ein Kinderbuch heraus: The Great Space Adventure handelt von einem nichtbinären Kind, das Abenteuer im Weltall erlebt und die Planeten kennenlernt. Das Bilderbuch illustrierte Cai Steele.
Aokis zweiter Roman Das Licht ungewöhnlicher Sterne (Light From Uncommon Stars) erschien als erstes ihrer Bücher auch in deutscher Übersetzung. Der Fantasy-Roman spielt in der Gegend, in der Aoki aufgewachsen ist.[1] In den Protagonistinnen, einer jungen trans Frau und einer älteren japanisch-amerikanischen Frau, spiegeln sich Aokis eigene vielfältige Identitäten wider.[2][4]
Zusammen mit Charles Payseur ist Aoki Herausgeberin der Anthologie We’re Here. The Best Queer Speculative Fiction 2024.
Auszeichnungen
Die Textsammlung Seasonal Velocities erhielt 2013 den Lambda Literary Award in der Kategorie Transgender Nonfiction.[5]
Das Licht ungewöhnlicher Sterne wurde mehrfach ausgezeichnet: Es gewann 2021 den Otherwise Award,[6] 2022 den Stonewall Book Award[7] und einen Alex Award.[8] Es war für die renommiertesten Preise für Fantasyliteratur nominiert, darunter den Hugo Award,[9] den Locus Award,[10] und den Mythopoeic Award[11], außerdem für den Ignyte Award[12] und den Dragon Award.[13]
Werke
- Seasonal Velocities. Trans-Genre Press, 2012, ISBN 978-0-9851-1050-5 (Textsammlung).
- He Mele a Hilo. Topside Press, 2014, ISBN 978-1-6272-9007-4.
- Why Dust Shall Never Settle Upon This Soul. biyuti publishing, 2015, ISBN 978-0-9919-0085-5.
- The Great Space Adventure. Flamingo Rampant, 2019, ISBN 978-1-9991-5621-3.
- Light from Uncommon Stars. Tor Books, 2021. ISBN 978-1-250-78906-8.
- Das Licht ungewöhnlicher Sterne. Aus dem Englischen von Michael Pfingstl. Heyne Verlag, 2021, ISBN 978-3-4533-2309-4.
- We’re Here. The Best Queer Speculative Fiction 2024. Neon Hemlock, 2025, ISBN 978-1-9665-0318-7 (Herausgeberin, zusammen mit Charles Payseur).